Charlotte Rötten boxt in der deutschen Elite und träumt von Olympia
Vom Ballett zum Boxen

Charlotte beim Training im Bruchsaler Pugilist Boxing Gym
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Bruchsal. Sie ist gerade mal 13 Jahre alt und schon eine von Deutschland besten Boxerinnen.

Charlotte Rötten vom Bruchsaler Pugilist Boxing Gym belegte bei der Deutschen Meisterschaft in ihrer Altersklasse im vergangenen Jahr einen hervorragenden zweiten Rang und wurde als Belohnung dafür unlängst mit dem Talentförderpreis der Stadt Bruchsal ausgezeichnet.

Und das war nicht Charlottes erster Titel: Seit sie sechs Jahre alt ist, war sie schon vielfache Deutsche Meisterin in verschiedenen Verbänden und Dritte bei der Weltmeisterschaft im Kickboxen. Im Boxen war Charlotte schon zweimal Baden-Württembergische Meisterin und Vize-Deutsche Meisterin.
Aber Silber ist der ehrgeizigen Gymnasiastin nicht genug. Schon im Mai stehen die „Deutschen“ wieder an, und dieses Mal soll es in Lindau zum Titel reichen. Dafür wird auch schon mal besonders auf die Ernährung geachtet - auf die geliebte Pizza Hawaii verzichtet. Ihr Trainer hat Charlotte eigens für den großen Wettkampf zudem einen speziellen Trainingsplan erstellt.
Und nach der Deutschen Meisterschaft soll noch lange nicht Schluss sein, denn die 13-Jährige träumt von Olympia und im Anschluss daran auch von einer Profi-Karriere - mit TV-Kämpfen und allem, was dazugehört.

Gardetanz und Boxring

Dabei sei sie in den Boxsport „eigentlich nur so reingerutscht“, sagt sie selbst. Zuerst hat sie im Alter von vier Jahren nämlich Ballettunterricht genommen, das war ihr dann aber zu langweilig und so ging es übers Kickboxen irgendwann zum Boxen - denn Charlotte mag Action. „Das Boxen baut Selbstbewusstsein auf und hilft auch in der Schule bei Präsentationen und Referaten, da ich im Ring auch alleine stehe. Außerdem macht es mir Spaß im Training auch einmal die Jungs zu verhauen“, sagt die Schüler des Bruchsaler St. Paulusheims. „Jungs verhauen“ geht übrigens nur im Training, denn - anders als bei vielen anderen Sportarten - sind die Geschlechter beim Boxen im Wettkampf schon beim Nachwuchs und in der Jugend strikt voneinander getrennt.
Aber auch dem Tanzen ist sie treu geblieben: Noch heute tritt sie mit der Garde der Bruchsaler GroKaGe auf. Eine auf den ersten Blick komische Kombi, aber auch ein guter Ausgleich zum Boxen, sagt Charlotte.

Profikarriere und Medizinstudium

Der Sport ist ihr Lebensinhalt: Viermal pro Woche trainiert sie Boxen, einmal hat sie Tanztraining und dazu geht die Teenagerin auch noch einmal pro Woche joggen. Bleibt da noch Raum und Zeit für andere Aktivitäten und die Schule? „Es fällt mir gar nicht so schwer, Schule und Sport unter einen Hut zu bringen, weil ich das schon von klein auf gelernt habe. Weil ich schon mit vier Jahren fast jeden Tag Sport getrieben habe.“ Immerhin peilt Charlotte das Abitur an und auch danach steckt sie sich ambitionierte Ziele: „Nach dem Abitur möchte ich gerne Medizin studieren, die Chirurgie interessiert mich sehr“, sagt sie.
Obwohl Boxen für Mädchen immer noch ein eher ausgefallener Sport ist, akzeptieren ihre Freunde Charlottes „exotisches Hobby“. „Meine Freunde finden gut, was ich mache und unterstützen mich total, auch wenn ich in der Schule mal fehle, helfen sie mir“, sagt die junge Bruchsalerin. Auch ihre Eltern stehen voll hinter Charlotte, nur die Lehrer seien manchmal ein wenig erstaunt, wenn sie von ihrem Sport erzählt.

Charlotte beim Training im Bruchsaler Pugilist Boxing Gym
Bei der Wahl zu Bruchsals Sportler des Jahres gewann Charlotte Rötten den Talentförderpreis.
Autor:

Heike Schwitalla aus Karlsruhe

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