Emma Raziembaharisua ist in Untergrombach zu Gast
Die Welt nach Hause holen

In Madagaskar, wo Deutschlehrerin Emma Raziembaharisua lebt, gibt es nur grüne Paprika. Gastmutter Doris Heathmen besucht mit ihr den Bruchsaler Wochenmarkt.
  • In Madagaskar, wo Deutschlehrerin Emma Raziembaharisua lebt, gibt es nur grüne Paprika. Gastmutter Doris Heathmen besucht mit ihr den Bruchsaler Wochenmarkt.
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  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Bruchsal. Ihre Pünktlichkeit, die findet Emma Raziembaharisua an den Deutschen bemerkenswert. In Madagaskar, wo die junge Frau als Deutschlehrerin arbeitet, nehme man es mit der Pünktlichkeit längst nicht so genau, erzählt sie. Andere Klischees hätten sich beim einmonatigen Besuch in Deutschland jedoch nicht erfüllt.

„Die Leute sind sehr offen“, sagt Emma Raziembaharisua - und klingt immer noch ein bisschen überrascht. Die Deutschen, sie hatte sie sich reservierter vorgestellt. Und weniger hilfsbereit. Zwei Wochen lang war die junge Frau bereits in Berlin und hat dort im Rahmen ihres Gastaufenthaltes mit Experiment e. V. Sprachkurse am Goetheinstitut besucht.

Den deutschen Alltag leben

Von der Hauptstadt ging es dann direkt nach Untergrombach, wo Doris Heathmen ihrem Gast zeigen will, wie man in Deutschland Alltag lebt. Sie selbst war schon mit Experiment e. V. in Neuseeland, hat dort mit Maori gearbeitet und viel über sich selbst erfahren. Jetzt nimmt sie gerne selbst Gäste auf. „Ich hole mir damit ein Stück weit die Welt nach Hause“, erklärt sie. Ihr Besuch kam aus China und Japan - und jetzt eben von der Insel Madagaskar.

Dort unterrichtet Emma Raziembaharisua Gymnasiasten im Alter zwischen 15 und 20 Jahren in Deutsch. Das Interesse an europäischen Sprachen sei groß auf der Insel, deren Amtssprache Französisch ist, erzählt sie. Die Lehrerin freut sich bereits sehr darauf, ihren Schülern von den Erlebnissen in Deutschland zu erzählen. Von der Pünktlichkeit und der Sauberkeit der Deutschen. Von den vielen Wäldern und vom deutschen Essen.

Rückflug am Freitag

Viele Fotos hat sie gemacht, um ihren Schülern einen Eindruck zu vermitteln: vom Besuch auf dem Wochenmarkt und im Schloss, vom Daxlandener Freibad, vom Musical „Bodyguard“ in Stuttgart und von den Schlosslichtspielen in Karlsruhe. Am Freitag bereits fliegt die Mutter dreier Kinder zurück in ihre Heimat.

Experiment e. V. ist eine gemeinnützige Organisation, die sich den Austausch zwischen Menschen aller Kulturen, Religionen und Altersgruppen zum Ziel gesetzt hat, und organisiert internationale Gastaufenthalte, Freiwilligendienste, Sprachreisen und Schüleraustausche. cob

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