Die KKS macht sich ans Entsiegeln
Wir wollen nun nicht länger zusehen, sondern handeln!
- Foto: LRA Karlsruhe
- hochgeladen von Hanspeter Gaal
Die zunehmenden Starkregenereignisse und die Hochwasserkatastrophe im Jahre 2024 hat die Schulgemeinschaft der Käthe-Kollwitz-Schule dazu veranlasst nachzudenken. Einige Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte waren direkt von den Wassermassen betroffen. Für sie und für alle wurde deutlich, dass der Klimawandel keine abstrakte Bedrohung ist, sondern unmittelbare Auswirkungen auf den eigenen Lebensraum, auf die Heimat hat.
Das Schulgelände der Käthe-Kollwitz-Schule ist fast vollständig versiegelt. Dies würde bei sommerlicher Hitze zu einer „Wüste aus Asphalt“ und einer enormen Aufheizung des Schulgebäudes führen und bei Starkregen zu einem beschleunigten Abfluss des Wassers. Die negativen Veränderungen hätten immer größere Ausmaße erreicht.
„Wir wollen nun nicht länger zusehen, sondern handeln“ beschreiben ca. 100 Schülerinnen und Schülern und 20 Lehrkräften aller Schularten die Absicht, gemeinsam für die Entsiegelung der Fläche zu sorgen und sie anschließend naturnah zu gestalten. Positive Veränderungen durch eigenes Tun sind angesagt. Aus einer menschenfeindlichen Asphaltfläche soll eine kühle Aufenthalts- und Lernoase werden, die auch an heißen Tagen zum Verweilen einlädt.
Im Zentrum des Projekts steht die Bildung für nachhaltige Entwicklung BNE: Die Schülerinnen und Schüler sollen zukunftsfähig denken und handeln.
Das Projekt ist als umfassender Beteiligungsprozess angelegt und wird durch die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg und eine erfahrene Landschaftsplanerin fachlich begleitet. Der Schulträger, der Landkreis Karlsruhe, zeichnet für die aufwändige Entsiegelung verantwortlich.
Bis März 2026 soll die Idee in der Schulgemeinschaft implementiert werden, und in ersten Workshops sollen erste Visionen entwickelt werden. Der detaillierte Plan wird bis Juni fertig sein, die Fläche bis September entsiegelt. Die Renaturierung könnte in den Monaten Oktober und November von statten gehen, sodass das Projekt mit einer Dokumentation und Präsentation zum Jahresende abgeschlossen werden könnte.
Durch das Projekt wird die Käthe-Kollwitz-Schule nicht nur einen sichtbaren Beitrag zum Hochwasserschutz in Bruchsal leisten. Durch die Schaffung eines dauerhaften Ortes der Begegnung, das nachfolgende Schülergenerationen nutzen und pflegen können, werden BNE-Elemente nachhaltig umgesetzt. Die Bruchsaler Bildungsstiftung unterstützt das Projekt mit einem ansehnlichen Zuschuss.
Autor:Hanspeter Gaal aus Bruchsal |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.