BriMel unterwegs
Kunst trifft NATURgarten - Sechs auf einen Streich

Birgit Löwer in ihrem kunstvollen Karten
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  • Birgit Löwer in ihrem kunstvollen Karten
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Böhl-Iggelheim: Am 30. Juni öffneten sich sechs Gärten und Höfe in Böhl-Iggelheim, wobei dieses Jahr alle in Iggelheim verteilt waren. Bei traumhaft schönem Gartenwetter begab ich mich mit dem Fahrrad auf Entdeckungstour. Mein erster Stopp war am Kreativhaus h6 in der Haßlocher Straße. Im Innenbereich entdeckte ich ein froh gelauntes Frauentrio. Judith Boy kommt aus Sizilien und macht Textilkunst, Kleiderkunst-Unikate und Malerei-Installationen/Wandbehänge. Ulla Schwind aus Ludwigshafen experimentiert mit Farben aus Acryl. Geneviève Guillier präsentiert ihre selbst hergestellten Schmuckstücke aus Mineralien, Glasperlen und Fahrradschläuchen. Im Freien hat Jürgen Falkenberg seinen Stand mit unterschiedlichen dekorativen Whiskyflaschen (leer) zu Tischlampen umfunktioniert. Schräg gegenüber hat Gabriele Wesel ihren Stand mit Acrylmalerei. Sie gibt Kurse „Freies Malen“ und zeigt mir ihr Bild von Mutter Erde. Am Ende des Gartens hat es sich Patrick Kästner in zwei schwarzen Partyzelten gemütlich gemacht und zeigt seine Figur- und Steinmetzarbeiten. Daneben hat Angelika Ritscher-Engert einen Stand mit Unikaten aus Zollstock-Designkreuzen und Aufnähpatches für Jeans. Sie selbst trägt natürlich auch ihre Kreationen. Ich gelange zurück in die Durchfahrt und stoße auf Anke Oswald aus Böhl-Iggelheim und Patricia Bien, die beide ihre Acrylmalereien ausgestellt haben. In der Großen Galerie hat Günter Pröfrock mit seinen Holzdrechslereien seinen Stand und natürlich die umtriebige Tina Krauß, die ihre Fotoarbeiten präsentiert. Bei ihr bekomme ich auch meinen ersten von sechs Stempeln auf meinen Flyer, damit ich am Gewinnspiel teilnehmen kann. Rechter Hand im Hof saß eine Eis schleckende Gruppe, die sich um Sonja Spielmann aus Neustadt versammelt hat. Sonja hat sich ebenfalls der Acrylmalerei verschrieben. Als ich dann noch rasch zur linken Hand ins Atelier schaute, traute ich meinen Augen nicht. Saßen da die beiden Schauspieler Jennifer Münch und Markus Schultz der Wanderbühne Carnivore, die vor 2 Wochen hier ihren großen Auftritt hatten. Der ortsansässige Markus Schultz ist also auch noch kreativer Maler, vor allem mit illustrativer Malerei. Daneben hat Gabriele Wesel ihren Stand mit Symbol-/Energieschriften und Engelkalligraphien. Nächster Haltepunkt war eines der ältesten und schönsten Häuser in Böhl-Iggelheim in der Buschgasse bei Hermann Faß. Er beeindruckte mich durch seine Schlagfertigkeit und seinen Humor. Das Anwesen tipp-top gepflegt und trotzdem ein wenig wild lädt zum Chillen ein. Im Scheunendurchgang hat sich das Ehepaar Hartlieb aus Limburgerhof häuslich niedergelassen. Er hat seinen Schleifstein dabei und bearbeitet ein paar Edelsteine, die er hier auch verkauft. Sie ist für die Verarbeitung der edlen Steine zuständig und präsentiert sie in einer Vitrine. Aus Hufeisen stellt Dieter Weber kunstvolle Gebilde wie zum Beispiel Hasen her. Im weitläufigen Gartenbereich haben dann noch weitere Künstler ihre Stände aufgebaut, die ich dann mit ihren Objekten fotografierte. Ich radelte weiter in die Mozartstraße zur Familie Klemens, wo mir der Ortsbürgermeister Peter Christ mit Gattin begegnete. Hätte ihn beinahe nicht erkannt mit seinem momentanen Vollbart. Bevor ich mich in den Garten begeben konnte, ließen mich etliche gut gelaunte Schreie aufhorchen. Zwei voll besetzte Pferdekutschen mit fröhlichen Pfälzern an Bord zogen an uns vorbei, wobei ich mich fragte, wie viele Schoppen bereits geleert wurden. Die Pferdekutschen wurden extra für die „Pendler“ geordert. Ich stieß auf Ulrike Freitag, die sich hauptsächlich auf Pferdeköpfe spezialisiert hat, und die Malerin Kerstin Heidrich, die nicht nur Aquarelle ausstellte, sondern bereits an einem neuen im Campingstuhl malte. Auch Deco-Art aus Stahl und Edelstahl wurde von Familie Külbs vorgestellt. Betty Hahne zeigte außergewöhnliche Glaskunst. Evelyn Tedesco aus Schifferstadt stellte ihre selbstgemachten Seifen mit Figuralpaints und diese auch in Großformat vor. Am Ausgang entdeckte ich noch Elke Fischer mit ihren floralen Filzarbeiten. Weiter ging es in die Speyerer Straße zu Susanne Holtkamp, bei der ich einen Pool entdeckte, in den ich mich am liebsten gleich reingestürzt hätte. Aber stattdessen genehmigte ich mir an der Cocktailbar ein alkoholfreies Getränk mit ganz vielen Eiswürfeln. Vom Atelier M aus Ludwigshafen sprach ich mit Herrn Freudenberg, der seine Frau Marianne während ihrer Abwesenheit vertrat. Sie sei Malerin, die mit Acryl zum Beispiel Gartentücher aus robustem Goretex mit humorvollen Sprüchen und Blumen versieht. Trotzt jedem Wetter und sieht gut aus. Gegenüber hatte Gitta Haas ihren Stand mit Skulpturen aus Ton, Beton und Gips. Hier ist es ratsam, auf das Material für den Frischluftgarten zu achten. Nochmal am Pool vorbei, Stempel abholen und weiter geht die Fahrt zu Garten Nummer Fünf zur Lützelstraße bei Familie Hebling. Floristikmeisterin Christina Ritter hat hie und da ihre wundervollen Buketts arrangiert. Treibholz wurde von Jürgen Armbrust zu echten Hinguckern und Unikaten verarbeitet. Irmgard Steinke erstellt Materialdrucke kombiniert mit der Spraytechnik „Stencil“ (Schablonenkunst), wobei wundervolle einzigartige Bilder auch durch die Wahl des Papiers entstehen. Das Betätigungsfeld von Agnes Fried sind Bemalungen von Holzstelen/Fassdauben und Kunstkarten. Jutta Böse fertigt herrliche Dinge aus natürlichen Materialien, heute mit Filz, und gibt auch Kurse. Letzter Halt in der Friedenstraße bei der Künstlerin Birgit Löwer. Im Innenraum gab es gleich eine Ausstellung von Jasmina Stevanovic-Schmidt, die mit ihrer Maltechnik Acryl und Aquarell sowie Mischtechnik auf Papier und Leinwand herrliche Frösche und Gesichter zaubert. Auch Lolle Blum bringt herrliche Aquarelle hervor. Ute Graf hat im Garten kreative Objekte aus Beton ausgestellt. Diese Wohnaccessoires für Haus und Garten bestechen durch ihre Schlichtheit. Markus Koch ist freischaffender Künstler und beschäftigt sich mit Stahlplastiken, deren einziger Bestandteil von ihm selbst hergestellte Metallstreifen sind. Last but not least unterhalte ich mit Birgit Löwer, die im Innenraum und Garten ihre Bronzeplastiken optisch gut zur Geltung gebracht hat. Die zentrale Thematik ihrer Arbeiten ist die Darstellung des menschlichen Körpers. Mit meinem sechsten Stempel habe ich alles erreicht, was ich erreichen wollte und wünsche den Teilnehmern für den morgigen Tag ebenso tolles Wetter und viele Besucher. (mel)

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