Seniorenfrühstück mit Vortrag von Prof. Dr. med. Michael Jansky
Gesund alt werden - was kann ich dafür tun?

Prof. Dr. Jansky über seine Karikatur
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Böhl-Iggelheim: Am 20. Juni betrat ich erstmals die Liederkranzhalle in Iggelheim, um mir den Vortrag von Herrn Prof. Dr. Jansky zum Thema „Gesund alt werden – was kann ich dafür tun?“ anzuhören. Mit mir fanden noch an die 100 interessierte Zuhörer den Weg dorthin. Es wurden belegte Brötchen und Kaffee gereicht. Herr Koob spielte diverse Stücke am Klavier zu Beginn und am Ende. Seniorenbeirat Heinz Staffen begrüßte zuerst die Ehrengäste Hasenstab, Johann und Hüther und bat die Seniorenbeiratsmitglieder zwecks Foto zusammen zu kommen. Dann nahm Prof. Dr. Jansky wortgewandt gleich einmal mit einem Vergleich, dass in Hörsaal alle hinten sitzen würden und hier alle vorne, die Zuhörer für sich ein. Es folgte ein sehr unterhaltsamer interessanter Vortrag ohne Script, frei Schnauze. Zuerst einmal sagte er ganz klar „Es gibt kein Wundermittel!“ Rein wissenschaftlich gesehen könnten wir 120 Jahre alt werden, wenn wir nicht vorher sterben. Die 10 häufigsten Alterserkrankungen sind:
1. Herz- und Kreislauferkrankungen
2. Krebs
3. Schlaganfall
4. Diabetes Typ 2
5. Augenleiden
6. Arthrose/Osteoporose
7. Demenz/Altersdepression
8. Morbus Parkinson
Die Emory University in Atlanta/USA habe dazu eine interessante Studie gemacht. Auch im Alter ist Bewegung ganz wichtig und ein wahnsinnig wichtiger komplexer Ablauf in unserem Körper. Es wurde festgestellt, dass ältere Patienten mehr Stress haben als jüngere und lieber mit Ausreden kommen als Sport zu machen. Ein weiterer Punkt ist die Ernährung und das Gewicht. Man soll Variationen wie Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Milchprodukte in den Essensplan einbauen. Man sagt, Zucker sei das neue Haschischprodukt, denn viel zu viel Zucker wird zu sich genommen, das mittlerweile auch über die TV-Werbung in fast allen Produkten vorkommt. Man braucht keine Laufstegfigur, aber man kann versuchen sein Gewicht zu reduzieren. Je weniger Gewicht, desto niedriger der Blutdruck, der ein Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko birgt. Die Trinkmenge war ein weiteres Thema, dass im Alter zu wenig getrunken wird. Es gibt keine Regel für alle, aber einen Richtwert von 1,3 bis 1,5 Liter am Tag. Dass Rauchen schädlich ist, weiß mittlerweile jeder, aber auch für Ü60 lohnt es sich, mit dem Rauchen aufzuhören, denn auch da senkt sich noch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Auch Schlaf und die Psyche wurden erläutert. Schlaf führt Reparaturen in unserem Körper aus und das Immunsystem wird repariert. Wenn möglich, sollte man einen Mittagsschlaf halten, neudeutsch Powernapping, da man anschließend wieder leistungsfähiger ist und Stress abbaut. Hier fließt auch die Entspannung mit ein, denn diejenigen, die Stress nicht an sich herankommen lassen, haben die Chance über 100 Jahre alt zu werden. Schön wäre es auch, wenn man in einer Partnerschaft leben würde, denn Alleinlebende haben ein doppelt so hohes Sterberisiko wie Menschen mit Partner. Auch die Lebenseinstellung ist wichtig, denn Optimisten leben länger. Kontakte und Freundschaften zu pflegen sind ebenfalls ein wichtiger Aspekt, damit man sich austauschen kann. Ein geregelter Tagesablauf wäre schön, denn wer Ziele hat, lebt länger. Gerade wenn das Arbeitsleben wegfällt, sollte man sich entweder Hobbies suchen oder in einem Verein engagieren. In eigener Sache ließ er wissen, dass viel zu viele Patienten zu viele Tabletten einnehmen würden. Er zeigte eine Folie, auf der eine Tagesration abgebildet war und zwar solch eine Menge, dass man nach deren Einnahme gar keinen Platz mehr für ein richtiges Essen hätte. Man solle darauf achten, welche man unbedingt bräuchte und welche unnötig seien.
Zum Abschluss stellte TSV-Vorstand Hermann Gebhart noch das neue Programmangebot „Reha-Sport“ vor, das momentan ohne Wartezeit mittwochs von 8.30-9.15 Uhr in der TSV-Halle, Jahnstraße, angeboten wird. (mel)

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