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Feierliche Scheckübergabe vom 43. Hungermarsch 2018

Pressefoto mit den Hungermarsch-Organisatoren
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Böhl-Iggelheim. Am 27. Januar fand im Katholischen Pfarrzentrum Iggelheim das Abschlusstreffen vom 43. Böhl-Iggelheimer Hungermarsch in 2018 statt. Die Feierstunde stand unter dem Motto „Wir helfen heilen – Medizinische Erstausstattung für eine christliche Krankenstation in Engare/Tansania“, wofür das gespendete Geld verwendet werden soll.

Um 14.30 Uhr gab es keinen freien Stuhl mehr, aber stehen musste auch niemand. Die ganze Dorfprominenz fand sich ein. Die Handmade-Kuchen standen schnittbereit auf den Tischen und die Tische waren nett mit Frühlingsblümchen hergerichtet. Den Auftakt machte der evangelische Singkreis Iggelheim unter der Leitung von Hans Koob. Der Vereinsvorsitzende Bernd Kiefer begrüßte alle Gäste und bedankte sich für die Chordarbietung. Die weiteste Anreise hatte Pater Dr. Gabriel Msuya, der derzeit in Italien seine Schäfchen hüten muss. Aber es sei ihm wichtig gewesen, die aus dem Hungermarsch gereiften Früchte selbst in Empfang zu nehmen.

Es folgte der Hungermarsch-Rückblick durch Stefan Endres. Er habe die Krankenstation in Tansania besucht und zusammen mit Pater Gabriel festgestellt, dass eine Verbesserung der Ausstattung dringend notwendig wäre. Sie haben sich deshalb für dieses Projekt beworben. Ein gespendetes Ultraschallgerät werde von Mutterstadt über Italien in die Provinz von Tansania per Container gebracht. Er bedankte sich bei allen, die ihn dabei unterstützt hätten.

Bürgermeister Peter Christ erzählte, dass der Hungermarsch vor Jahrzehnten begonnen hatte und es wichtig sei, dass man ein Zeichen setzt und das Menschliche in den Vordergrund käme. Obwohl er den Stand der gesammelten Spenden nicht kenne, werde er den Betrag aus dem ihm zu Verfügung stehenden Sozialfond noch aufstocken.

Von der Pfarrei Heilige Klara von Assisi, Haßloch und Böhl-Iggelheim, kam Michael Kopf zu Wort. Er brachte in sehr netten Worten ein Beispiel zum Thema „Weltwunder“, jedoch was nützten alle großen Weltwunder und Monumente, wenn das Menschliche auf der Strecke bliebe. Seit 1974 habe man mit mehr als 40 Projekten konkrete Hilfe gebracht, was zeigt, dass sich Engagement lohnt.. Mehrere Menschen stellten sich in den Dienst der Sache und schenkten Zeit und Liebe. Der musikalische Singkreis bildete die Brücke zur feierlichen Scheckübergabe durch Frank Kurz, Burkhard Grüninger an Familie Endres und Pater Dr. Gabriel Msuya. Es wurden Tabellen und Fotos via Projektor gezeigt. So zeigte die Tabelle eine Liste der bisherigen Spenden, wobei 1998 für Ruanda mit weit über 100.000 Euro Rekord war. Bisher wurden 2,3 Millionen Euro Spenden gesammelt – Dank an die Sammler. Die Spannung stieg und aus einem Fragezeichen vor einer vierstelligen Zahlenreihe wurde der Endbetrag der Spende 2018 mit 95.663,06 Euro angezeigt. Auch die Sachspende, ein Ultraschallgerät im Wert von 4.000 Euro, von Dr. Edgar Janssen floss hier ein. Besonderer Dank auch an die Dannstadter Bäckerei Burdan, die mit ihrer Hirse-Brotbackaktion insgesamt 1.000 Euro beisteuern konnte. Das schrie nach einem Gruppenfoto mit Pater Gabriel. Dieser bedankte sich von Herzen sogar auf Deutsch, das er jedoch ablesen musste, aber sehr sympathisch machte. Stefan Endres und er stimmten dann auf Suaheli ein Dankeslied an.

Michael Kopf berichtete über den Stand des Hungermarsch-Projektes 2017. In Moyo (Nord-Uganda), wurde ein Haus der Geborgenheit für Babies und Kinder bis zum Alter von 5 Jahren gebaut. Die Steine wurden von Hand geformt und die Mauern gezogen. Besonders stolz sei man auf die Waschräume und Toiletten, die in Nord-Uganda eigentlich nicht üblich sind. Dieses Haus wird in 3 Monaten eröffnet. Am 5. Mai wird es durch den Bischof seiner Bestimmung übergeben. Mit dem nach dem Bau noch übrigem Geld würden Möbel bei den Einheimischen gekauft sowie eine Grundrenovierung der Küche mit energiesparenden Kochstellen vorgenommen werden. Auch eine Photovoltaikanlage sei im Gespräch mit 20 kVA-Generator mit kompletter Versorgung. Das Projekt sei also noch nicht beendet.

Friedhelm Kraut und Tobias Conzelmann stellen das Hungermarsch-Projekt 2019 vor. Conzelmann besuchte das Hochland von Peru und kam mit dem Volk ins Gespräch. Ein großes Problem sei der Missbrauch und die Gewalt an Frauen und es gäbe keine Räumlichkeiten, wohin sich diese gepeinigten Frauen zurückziehen könnten wie bei uns in ein Frauenhaus. So plane man ein Behandlungszentrum für behinderte Kinder und misshandelte Frauen für Therapie, Behandlung und Förderung. Es folgte ein kurzer Film über das Hochland, in dem Tobias Conzelmann mit der Projektleiterin Bine Vogel sprach.
Nachdem Bernd Kiefer sich nochmals mit Dankesworten an die Anwesenden wandte ging es nach einem gemeinsamen Lied in die Kaffeepause.

Es folgte noch die Anwesenheitsverlosung zum „Familienquiz rund um die Hungermarschstrecke“ durch Uschi und Ingo Münster und die Urkunden-Übergaben an die Spendensammler und die Liste schien kein Ende zu nehmen.

Es war ein rundum schöner Nachmittag mit neuen Begegnungen und Erkenntnissen. (mel)

Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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