Appell des Bad Dürkheimer Landrats
„Reduzieren Sie Kontakte“

 Seit rund einer Woche ist der Landkreis Bad Dürkheim nach dem Warn- und Aktionsplan des Landes Rheinland-Pfalz bei Warnstufe „orange“.
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Bad Dürkheim. Seit rund einer Woche ist der Landkreis Bad Dürkheim nach dem Warn- und Aktionsplan des Landes Rheinland-Pfalz bei Warnstufe „orange“ (ab 35 Fällen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen). Landrat Ihlenfeld appelliert daher noch einmal an die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis: „Reduzieren Sie Ihre Kontakte und bleiben Sie nach Möglichkeit zuhause.“
Da der Anstieg der Neuinfektionen zunächst vor allem auf ein konkretes Infektionsgeschehen zurückzuführen war – eine Familienfeier außerhalb des Landkreises – und sich ein Großteil der Neuansteckungen auf den nördlichen Landkreis beschränkten, hat der Kreis bisher keine Allgemeinverfügung mit weitreichenden Maßnahmen erlassen, sondern die Kontrolle der Quarantäne und der Hygieneregeln verstärkt. „Wir merken allerdings, dass es auch an anderen Stellen Ansteckungen gibt. Es ist nicht auszuschließen, dass wir weitere Maßnahmen wie eine ausgeweitete Maskenpflicht oder eine striktere Personenbeschränkung bei Veranstaltungen noch verfügen müssen.“ Die Warnstufe „orange“ gelte nun seit rund einer Woche. „Wir sehen an anderen Städten und Kreisen, wie schnell sich die Situation ändern kann, wie schnell viele Fälle auftreten können, bei denen die Infektionsketten nicht mehr richtig nachverfolgt werden können oder die Ansteckung in vielen Fällen unklar ist.“ Ihlenfeld fordert daher noch einmal alle Bürgerinnen und Bürger auf: „Halten Sie sich an die bekannten AHA-Regeln – Abstand halten, Hygiene beachten, Maske tragen. Darüber hinaus ist es jetzt, wo Vieles wieder in Innenräumen stattfindet, dringend geboten häufig zu lüften. Ich empfehle auch, die Corona-Warn-App zu installieren. Schränken Sie Ihre Sozialkontakte wieder ein, so schwer es fällt. Verzichten Sie auf größere Zusammenkünfte und Feiern. Die Situation kann schnell umschlagen und wir haben es alle in der Hand, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.“
„Die Lage ist wieder angespannter als im Sommer. Es sind mehr Menschen infiziert, es gibt mehr Ansteckungen, deren Ursache wir nicht genau kennen, es müssen wieder mehr Menschen im Krankenhaus behandelt werden. In ganz Deutschland und auch im Landkreis Bad Dürkheim. Das alles sind Alarmzeichen und wir müssen gemeinsam daran arbeiten, dass sich die Lage nicht verschlimmert“. Ihlenfeld dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterin im Gesundheitsamt, die kontinuierlich, auch am Wochenende, positiv getestete Personen und ihre Kontaktpersonen informieren und Infektionsketten nachverfolgen. „Noch können wir die Fälle bearbeiten, aber die Kolleginnen und Kollegen arbeiten bereits an ihren Grenzen. Damit die Nachverfolgung im Gesundheitsamt schnell funktionieren kann, ist es wichtig, dass wir die Neuinfektionen pro Tag möglichst gering halten.“ In manchen Fällen war es bereits in der vergangenen Woche schwierig, alle Kontakte persönlich zu erreichen: „Normalerweise werden enge Kontaktpersonen persönlich vom Gesundheitsamt angerufen. Wenn aber – wie im Falle einer Schule – mehrere Klassen betroffen sind und beispielsweise über 200 Schülerinnen und Schüler schnell kontaktiert werden müssen, kann das nicht geleistet werden.“ In solchen Fällen kann die Information daher auch über die Schule erfolgen. „Ich bitte um Nachsicht, wenn Sie das Gesundheitsamt nicht erreichen oder Sie länger auf eine Information warten müssen. Es werden hier sehr viele Gespräche geführt. Aber alle sind bestrebt, Ihre Fragen zu beantworten.“
Fragen an das Gesundheitsamt sind am besten per Mail zu richten an gesundheitsamt@kreis-bad-duerkheim.de, denn bei vielen Telefonaten am Tag kann die telefonische Erreichbarkeit nicht immer sichergestellt werden. ps

Autor:

Franz Walter Mappes aus Bad Dürkheim

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