Mein Stadtradel-Tagebuch: Die ersten fünf Tage
Ohne Auto, geht das überhaupt?

Jetzt gehts los: Start in der Südpfalz zum Stadtradeln nach Bad Dürkheim.
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  • Jetzt gehts los: Start in der Südpfalz zum Stadtradeln nach Bad Dürkheim.
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Bad Dürkheim. Der Landkreis Bad Dürkheim und mit ihm einige Kommunen beteiligen sich in diesem Jahr zum ersten Mal bei der bundesweiten Aktion Stadtradeln. Dabei geht es darum, das Auto stehen zu lassen und stattdessen das Fahrrad zu benutzen. So wird der Ausstoß von CO2 reduziert und ein Zeichen für den Klimaschutz gesetzt. Ich habe mich der Aktion angeschlossen und werde die drei Wochen Stadtradeln nutzen, um über meine Erfahrungen im Selbstversuch zu berichten.
Tag 1: Zur Auftaktveranstaltung bei der Kreisverwaltung in Bad Dürkheim möchte ich schon mit dem Fahrrad dabei sein. Das ist nicht ganz einfach, denn ich wohne in der Südpfalz und mein Weg zur Arbeit misst deutlich über 50 Autokilometer. Ich starte also etwas früher als sonst und nutze für die Fahrt das E-MTB. Los geht es über einen Wirtschaftsweg Richtung Norden zur Knittelsheimer Mühle. Dort kontrolliere ich die Stadtradel-App, mit der ich die Tour aufzeichnen möchte. Zu diesem Zeitpunkt funktioniert sie noch. An der Queich entlang steuere ich den Kraut- und Rübenradweg an, dem ich bis Zeiskam folge. Die Straße nach Hochstadt ist für den Durchgangsverkehr gesperrt. Ich hoffe mit dem Rad durchzukommen, denn das ist der kürzeste Weg Richtung Neustadt. Das stellt sich jedoch als Fehler heraus, denn an der Baustelle, die fast so groß ist wie ein Fußballfeld, fahren gerade die Asphaltfahrzeuge an. Über Schotter und Schlamm komme ich irgendwie durch und muss nun aus dem Straßengraben heraus eine viel befahrene Straße ohne Radweg queren.
Über der Haardt sehe ich schon den Regen niedergehen und halte mich immer hart am Rand der Schauer, fahre querfeldein an Maisfeldern und Wiesen vorbei auf der Suche nach einem Radweg zwischen Großfischlingen und Altdorf. Dort erwischt mich dann der Regen, der mich bis zum Ordenswald begleitet. Dies waren an diesem Morgen die größten Herausforderungen, aber ab Mußbach läufts, so dass ich, etwas durchnässt, aber glücklich die Strecke gemeistert zu haben, am Kreishaus ankomme. Leider hat die App unterwegs die Aufzeichnung abgebrochen, ein Problem, von dem einige andere Radler ebenfalls berichten.
An diesem Tag radle ich dann noch beruflich einige kleinere Strecken, die ich normalerweise mit dem Auto gefahren wäre, so dass am Ende für rund 70 Kilometer CO2 eingespart wurden. Auch wenn ich etwas mehr Zeit einplane, erspare ich mir die Parkplatzsuche und das Ampelanstehen. Oft sind die Radwege die kürzeren Strecken, aber könnten noch optimiert werden.
Tag 2: Am Donnerstag nehme ich an einem Kurs der Kreisvolkshochschule teil. Gemeinsam mit den Teilnehmern radele ich eine Strecke von über 24 Kilometern. Sie haben an dem Kurs teilgenommen, weil sie etwas über Navigation bei Radtouren erfahren wollten und ganz nebenbei nette Gesellschaft suchten. Ihre Erwartungen wurden erfüllt.
Tag 3: Es geht dem Wochenende zu und ich beschließe, das E-MTB wieder in die Südpfalz zu bringen. Diesmal läuft es besser, denn ich bleibe auf den ausgewiesenen Fahrradwegen. Da die Stadtradel-App auch am Vortag bei der längeren Strecke die Aufzeichnung abgebrochen hatte und ich mittlerweile vom Veranstalter den Grund dafür erfahren habe, wird sicherheitshalber ein zusätzliches Navigationssystem zur Aufzeichnung benutzt. Verschiedene Smartphones schalten nach einer gewissen Zeit nämlich in einen Sparmodus und setzen damit die Aufzeichnung aus. Am Ende kann ich über 54 Kilometer meinem Kilometerkonto gutschreiben.
Der Samstag beginnt mit einer Fahrt zum Bäcker. Hin und zurück sind das neun Kilometer, die ich fast immer mit dem Rad fahre und somit den Ausstoß von CO2 vermeide.
Den Einkauf am Nachmittag erledige ich gemeinsam mit meiner Frau, beide auf dem Fahrrad mit Packtaschen und Rucksack. Es funktioniert auch ohne Auto.
Der Sonntag gehört dem Vergnügen und so geht es mit dem Mountainbike ins Waldschwimmbad; 5,6 Kilometer hin und zurück kreuz und quer über Pfade und Waldwege, so dass ich am Ende der ersten fünf Tage Stadtradeln über 220 Kilometer gefahren bin. mps

Autor:

Franz Walter Mappes aus Bad Dürkheim

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