Interaktiver und kurzweiliger Waldlehrpfad für die ganze Familie
„Mission Taubensuhl“

Vernetzung ist das Thema der Waldspielplatz-Station  Foto: B.Bender
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  • Vernetzung ist das Thema der Waldspielplatz-Station Foto: B.Bender
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Eußerthal. Der Wald stärkt unser Immunsystem, hebt die Stimmung und wirkt beruhigend. Um diese Wirkung achtsam zu erfahren, werden inzwischen Waldbaden-Kurse angeboten. Von der gesundheitsfördernden und entspannenden Wirkung auf’s Gemüt abgesehen, entsteht vielleicht auch eine Dankbarkeit für den Lebensraum Wald, denn schließlich braucht der Mensch ihn dringend.
So macht es Sinn, in den Wald einzutauchen, aber auch ihn kennenzulernen und zu schützen.
Eine solche Kennenlern-Runde gibt es im Landauer Stadtwald. Auf dem circa drei Kilometer langen Waldlehrpfad, der am Forsthaus Taubensuhl startet, können kleine und große Wanderer an 13 Stationen Wissenswertes über den Lebensraum Wald erfahren. Eine große Tafel am Rand des Parkplatzes liefert schon erste Informationen. Hier findet sich auch der Hinweis auf die Möglichkeit, interaktiv mit dem Handy mitzumachen. Es ist ratsam, sich schon zu Hause die App „uRnature Klassik“ runterzuladen.
Wer sich auf „Mission Taubensuhl“ begibt gibt, erfährt jede Menge Wissenswertes zu Wald und Klimawandel. Spiele und Rätsel machen diese Mission wirklich interessant.
Vorbei an der Waldwerkstatt Taubensuhl startet rechts am Rande einer Lichtung der Pfad. Eine bunte Infotafel zeigt schonmal die 13 Stationen. Los geht es mit „Hineinschwingen“.
Auf einem breiten, für Kinderwagen geeigneten Waldweg gelangt man zur „Zuwachsburg“, diese führt vor Augen, wie viel Holz pro Stunde im 2.500 Hektar großen Landauer Stadtwald nachwächst. Und draufklettern kann man auch.
Vielleicht das längste Telefon befindet sich am Wegesrand, es ist zwölf Meter lang und natürlich aus Holz. Das muss man ausprobiert haben!
Eine ganze Zeit lang werden die Kids sicherlich an der nächsten Station beschäftigt sein, denn das Alter eines Baumes soll anhand der Jahresringe ermittelt werden.
Mit „Weitsicht“ belohnt wird, wer sich traut, den kleinen Hochsitz zu besteigen.
Dann geht der Weg links ab. Sportlichkeit ist gefragt beim „Wald-Schwung“ und ruhiger geht es zu, wenn es heißt „Hör mal hin“.
Die nun folgende Waldspielplatz-Station soll auf die verschiedenen und komplexen Vernetzungen im Wald aufmerksam machen. Wobei hier für die Kids sicherlich das Klettern im Vordergrund stehen dürfte.
Nachdem sie sich ausgetobt haben und die Eltern ihre Rast genossen haben, geht es weiter zum Insektenheim. Hier wohnen Bienen und Wespen friedlich beieinander.
An der folgenden Weggabelung links abbiegen, um dem Pfad weiter zu folgen.
Da der Lehrpfad in die Jahre gekommen ist, bemüht sich das zuständige Forstamt schon seit längerer Zeit, die Stationen Stück für Stück entweder instand zu setzen oder komplett neu zu errichten. Die nun folgenden Statinen sind noch sanierungsbedürftig, aber teilweise nutzbar.
Viele kleine und große Füße sind sicherlich über den Sinnenpfad gewandelt, sodass er eine Auffrischung benötigen würde. Begehbar ist er dennoch.
Auch in die Sprunggrube kann noch gehüpft werden, um zu testen, ob man mit Floh, Maus, Hase oder Reh konkurrieren kann.
Die Station „Aus- und Einblicke“ ist quasi nicht mehr vorhanden, ebensowenig wie das Waldklassenzimmer. Auch das Waldxylophon müsste mal wieder „gestimmt werden“.
Sicherlich ist das Forstamt Haardt bemüht, diese Stationen zu erneuern, wie auch schon bei den ersten neun geschehen.
Auf jeden Fall ist dieser Interaktive Waldlehrpfad ein Ausflugstipp für die ganze Familie, für die Kleinen, für die Großen und dank der „Mission Taubensuhl“ auch für Jugendliche reizvoll.
So wird der Wald zum Erlebnis und hinterlässt hoffentlich einen nachhaltigen Eindruck.
Bei der Planung sollte man an Rucksackverpflegung denken, da das Gasthaus Taubensuhl bis auf Weiteres geschlossen ist. beb

Autor:

Britta Bender aus Annweiler

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