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Großartige Multivisionsshow in historischem Ambiente

Bei Jan Lichtenfelds, Dr. Oliver Schwenn und Yannick Scherthan passte alles zusammen | Foto: Johann-Peter Melder
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  • Bei Jan Lichtenfelds, Dr. Oliver Schwenn und Yannick Scherthan passte alles zusammen
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Annweiler. Am 9. Januar fand im altehrwürdigen Hohenstaufensaal in der Landauer Straße 1 die Multivisionsshow „Island – Land aus Feuer und Eis“ statt. Die beiden ausrichtenden Fotografen und National-Geographic-Buchautoren Yannick Scherthan und Dr. Oliver Schwenn freute es, dass über die Ankündigung so viele interessierte Gäste trotz schlechten Wetters gekommen waren und der Saal ausverkauft war. Bereits nach vier Wochen waren fast alle Eintrittskarten weg und mit Beginn der Veranstaltung war diese ausverkauft.
Musikalisch begleitet wurden sie am heutigen Abend, wie schon bei einer anderen Veranstaltung vor zwei Jahren, von Jan Lichtenfelds. Als diesjähriger Teilnehmer bei „The Voice of Germany“ ergänzte er die Show sowohl gesanglich als auch am Keyboard.

Der Hohenstaufensaal, in dem die beiden Fotografen bereits 2023 im Rahmen einer Benefizveranstaltung eine Multivisionsshow zeigten, wurde in den 30er Jahren erbaut und 1937 eröffnet. Heute ist es ein Denkmal für die Verbindung von Tradition und Moderne und bietet somit die Plattform für etliche Veranstaltungen.

Das Foyer füllte sich rasch mit Gästen aus nah und fern, die auf den Einlass um 18.30 Uhr warteten. Ein Ehepaar kam aus Karlsruhe, weil sie begeisterte Island-Urlauber sind und den fantastischen Bildband mit der Multivisionsshow einmal ergänzt sehen wollten.
Neben Island-Fans, waren viele Familienangehörige und Freunde des Fotografen-Duos gekommen.

Punkt 19 Uhr begrüßte Yannick Scherthan das Publikum gemeinsam mit Dr. Oliver Schwenn, der eine erschwerte Anreise aus Dänemark hinter sich hatte und extra hierfür gekommen war. Er stammt gebürtig aus der Pfalz und kennt sie wie seine Westentasche. Ihn verbindet eine jahrelange Freundschaft mit Yannick Scherthan. Oliver Schwenn lebt heute in Dänemark und ist Reiseveranstalter von Fotoreisen, überwiegend in Skandinavien. Yannick Scherthan wohnt in Albersweiler und hat die Liebe zur Fotografie vor über 10 Jahren entdeckt und ist mittlerweile hauptberuflicher Fotograf und Buchautor. Der National-Geographic-Bildband „Island – Im Reich der Gletscher, Nordlichter und Vulkane“ war dann auch Anlass für diese Fotoshow.

Die beiden eloquenten Protagonisten begannen dann mit dem Süden Islands und stellten die verschiedenen Regionen der Insel im Uhrzeigersinn vor.

Island hat jährlich mit einem Ansturm von rund 2,5 Millionen Touristen zu kämpfen. Wenn man aus dem Flugzeug steigt erwartet den Besucher eine mystische Welt aus karger Lavalandschaft, beeindruckenden Gletschern und unzähligen Wasserfällen. Die Beiden nehmen uns mit über den „Golden Circle“, eine beliebte Touristenroute, die atemberaubende Wahrzeichen und historisch bedeutsame Orte auf der kreisförmigen Route bereithält. An der Südküste erwarten den Reisenden berühmte Wasserfälle wie Seljalandsfoss und Skogafoss, die zahlreiche Besucher in ihren Bann ziehen. Es geht weiter entlang der Ostküste wo Ausläufer des größten Gletschers Europas, dem Vatnajökull bis fast an die Ringstraße reichen. Heute bedecken Gletscher noch rund 11 % Islands, sind aber aufgrund des Klimawandels stark rückläufig. Die weltbekannte Gletscherlagune Jökulsarlon und der Diamantenstrand sind hier absoluter Besuchermagnet. Aus der immer größer werdenden Lagune werden losgelöste Eisbrocken ins Meer gespült und von den Wellen zurück an den schwarzen Strand geworfen. 
Oliver Schwenn versucht seinen Reisegästen auf jeder Tour zwischen August und März Polarlichter zu zeigen, was mittlerweile seit 12 Jahren immer geklappt hat.

Es folgte ein Abstecher ins Hochland mit Bildern und Filmsequenzen von dramatischen Landschaften. Bunte Berge und dampfende Geothermalgebiete wechseln sich mit leuchtend grünen Moosgebieten ab. Drohnenaufnahmen ergänzen die zahlreichen Landschaftsbilder und bieten dem Betrachter auch ungewöhnliche Perspektiven. Sieht man diese surreale Welt, so fällt es nicht schwer zu glauben, das über 70 % der Isländer an Trolle und Elfen glauben. Diese Region Islands ist nur von Anfang Juni bis Mitte September mit Allradfahrzeugen befahrbar.

Auf Island gibt es rund 270 Gletscher, nur fünf davon sind von bedeutender Größe. Wir erleben faszinierende Einblicke in Gletscherhöhlen und erfahren von der rasanten Vergänglichkeit der eisigen Riesen. Damit ging es in eine Pause, in der der Buchstand von einer Menschentraube umlagert war.

Es folgte ein Making off der beiden Protagonisten mit Einblicken, die nicht jeder kennt, mit teilweise amüsanten Hintergrundgeschichten. Völlig verschmutzte Autos, Selfies mit Islandpferden und Impressionen vom Besuch des aktiven Vulkans Fagradalsfjall aus dem Jahr 2021 folgten mit entsprechenden Ausführungen.

Zur passenden Musikuntermalung von Jan Lichtenfelds ging die Reise weiter um die Insel. Vom spektakulären Goðafoss über bunte Fischerdörfer bis hin zu Islands kleinster Kirche zeigten die beiden überwiegend winterliche Bilder. Vom westlichen Teil Islands sahen wir die Halbinsel Snaefellsnes, die auch als Klein-Island bezeichnet wird. Ebenso erlebten wir Einblicke in die deutlich weniger frequentierten Westfjorde mit ausgedehnten Lupinenfeldern. Diese seien zwar wunderschön anzusehen, verdrängen als Neophyten jedoch einheimische Pflanzen. Der Dunjandifoss mit seinen wunderschönen Kaskaden war ebenso zu sehen wie alte Walfangschiffe und hölzerne Bootswracks.

Schafe sind die am häufigsten vorkommenden Säugetiere auf Island. Im Kapitel Tierwelt sehen wir Polarfuchs, Rentiere, Robben, Wale, Eissturmvögel und natürlich Islandpferde. Rund 90.000 leben davon auf der Insel. Den Papageitauchern ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Insgesamt leben ca. 4-5 Millionen Brutpaare hier und verbringen die Brutsaison von Mitte April bis Mitte August an Land. Den Rest des Jahres leben die lustig aussehenden Vögel auf dem offenen Meer. All diese „tierische“ Eindrücke unterlegte Jan mit passender Musik Hier sei auch das umfassende Wissen der beiden Fotografen hervorgehoben.

Das Erlebnis der Vulkan-Eruption 2021 wurde nochmals thematisiert und mit unglaublich beeindruckenden Fotos beider Fotografen nähergebracht. Sie berichteten, es sei ein unbeschreibliches Erlebnis gewesen, diesen Lavastrom live zu erleben, der Ausmaße hatte wie zum Beispiel unser heimischer Rhein. Es sei nicht nur visuell ein Erlebnis gewesen, nein, man roch und hörte die Eruption. „Imagine“ von John Lennon bildete zu diesen letzten Fotos den krönenden Abschluss.

Für Januar 2027 planen die beiden Fotografen eine weitere Multivisionsshow über ganz Skandinavien. Dankesworte gingen an alle Helfer, Holger (Licht und Ton), Maximilian (Kasse), Celina (Buchverkauf) und die Familien. (mel)

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Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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