ADFC Statement
Tempo 30 durch Annweiler
- Verkehrsberuhigender Fahrbahnteiler am Ortseingang
- Foto: RV-K Ffm
- hochgeladen von Michael Schindler
Der städtische Ausschuss für Verkehr und Mobilität Annweiler bearbeitete am Mittwoch, den 03.06.2026 unter Leitung von Florian Funk (SPD) , Stadtbeigeordneter, neben vielen Punkten zum "ruhenden Verkehr", sprich Autoparken, auch Wichtiges zum "fließenden Verkehr" durch Annweiler und seine Ortsteile. Dabei stand die Verkehrsberuhigung durch Tempolimits und bauliche Maßnahmen im Vordergrund. Im Jahr 2022 wurde bereits schon einmal mehrheitlich Tempo 30 auf der L490 im gesamten Ortsbereich beschlossen. Die Umsetzung gelang kürzlich teilweise im westlichen Teilbereich bis zum Hohenstaufesnsaal.
Der ADFC nimmt hier wie folgt zu ausgewählten Tagesordnungspunkten der Ausschusssitzung Stellung:
Einrichtung von Tempolimits auf 30 km/h
Wir berüßen die Intensivierung der Bemühungen zur Umsetzung des Ratsbeschlusses vom 28.02.2022 bezüglich des durchgängigen Tempo 30 Limits auf der L 490 durch Annweiler vor dem Hintergrund der erweiterten argumentativen Möglichkeiten der Kommune. Der Lärmschutzaspekt ist demnach nur noch einer von vielen weiterten anerkannten Möglichkeiten, das Tempo auf 30 km/h zu limitieren.
Im Verlauf der lebhaften Aussprache unter den Ausschussmitgliedern der verschiedenen Fraktionen von FDP bis Bündnis 90/Die Grünen war Zustimmung für ein durchgängiges Tempolimit auf der L 490 "von Kreisel zu Kreisel" herauszuhören. Aus Sicht des ADFC ein ermutigendes Zeichen für mehr Verkehrssicherheit und Unfallverhütung im Annweilerer Stadtverkehr. Ebenfalls ein Tempolimit auf der K 3 nach Bindersbach wurde von Ausschussmitgliedern hervorgebracht und unterstützt.
Bauliche Maßnahmen Ortseingang Sarnstall
Am westlichen Ortseingang von Sarnstall empfiehlt der Ausschuss eine bauliche Maßnahme einzurichten, die geeignet ist die Einfahrtsgeschwindigkeit der KFZ herabzusetzen. Michael Schindler, ADFC, hatte als "Sachverständiger" in der Sizung darauf hinweisen dürfen, dass die besprochene Stelle am Ortseingang Sarnstall parallel auch in der Planung des Radverkehrskonzepts des Kreises SÜW thematisiert wird. Die derzeitige Musterlösung an dieser Stelle sieht eine beidseitige Fahrbahnverengung vor, es sind aber auch Musterlösungen mit Fahrbahnteiler im Pool des Planungsbüros RV-K (Ffm) vorrätig und verwendbar.
Das Radverkehrskonzept eröffnet dem Kreis Zugriff auf künftige Fördertöpfe. Bestreben der Stadt und der Verbandsgemeinde sollte jetzt sein, die gewünschten Maßnahmen gegenüber der Kreisverwaltung möglichst weit oben in der Prioritätenliste einzuordnen.
Umleitung B10
Als wirksames Mittel gegen ordnungswidrige Nutzung der Umleitungsstrecke durch Transit-LKW-Verkehr regt der ADFC in diesem Statement zur Prüfung folgendes an:
- Die phasenweise Vollsperrung des Queichtalverkehrs wie im im Falle des Rohrbruchs in Rinnthal, um den Anwohnenden zwischendurch wenigstens ein paar Tage der Erholung zu gönnen. Die Vollsperrung führte durch sinnvolle Ersatzumleitung NICHT zum Verkehrschaos, ist dem Verkehr also zumindest phasenweise zumutbar.
- Gezielte und koordinierte individuelle Sperrmeldungen aus der Bevölkerung heraus an Google und sonstige Online-Verkehrsdienste zur Navigation. Diese Maßnahme ist legitim und führt nachweislich zu spürbarer Verkehrsberuhigung.
Sonstiges
Max Schwarz (Bündnis 90/Die Grünen) schlägt die Einrichtung eines AK Radverkehr vor, ein parlamentarische Gremium, das sich zielgerichtet Fragen des Radverkehrs widmen soll. Der ADFC begrüßt diese Vorschlag und würde ihn dahingehend erweitern, dass auch der Fussverkehr und die Barrierefreiheit darin thematisiert würde.
Autor:Michael Schindler aus Annweiler |
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