Adler-Paar brütete drei Eier aus
Seltenes Ereignis: Im Adlerhorst Wörth schlüpfen drei junge Adler

Der Nachwuchs in Wörth: Drei junge Adler.
  • Der Nachwuchs in Wörth: Drei junge Adler.
  • Foto: Ps
  • hochgeladen von Stefan Endlich

Wörth. In der privaten Vogelstation „Adlerhorst“ von Reinhold Anselm in der Nähe der Wörther
Grillhütte in der Gewanne „Meierhöfel“ gibt es bald jedes Jahr eine Überraschung. Im letzten
Jahr war es das Ausbrüten von einem Gänse-Ei durch ein Steppenadler-Weibchen und dessen
liebevolles Kümmern um das Gänseküken, bis es zur ausgewachsenen Gans wurde. Dieses
Jahr ist es ein Adler-Paar, das drei Eier ausbrütete und das besondere, seltene Erlebnis, dass
auch drei Küken schlüpften.
Das 40 Jahre alte Männchen und das 20 Jahre alte Weibchen brüteten abwechselnd 40 Tage
lang die drei Eier aus. Im Abstand von zwei Tagen schlüpften die drei Küken aus ihren Eiern.
„Sofort nach dem Schlüpfen musste ich es rausholen, mit nach Hause nehmen und unter eine
Wärmebirne setzen“, erzählt Anselm. Morgens hat er das Futter zubereitet. Das sind klein
gemahlene Küken mit extra Vitaminen. „Meine Frau Inge zieht sie dann auf. Sie müssen alle
drei Stunden gefüttert werden.“ In dieser Zeit ist Reinhold Anselm schon längst wieder in
seinem Adlerhorst, den er erst verlässt, wenn es bald dunkel wird.
Die kleinen Adler blieben vier Wochen bei ihm zu Hause, bis sie ein paar Federn hatten.
Dann kamen sie auch in den Adlerhorst. Jetzt sind die drei Männchen über zehn Wochen alt
und laufen frei herum, da sie noch nicht flugfähig sind. „Aber abends muss ich sie weg
schließen“, sagt Anselm lächelnd, „denn zuletzt habe ich lange nach einem suchen müssen.
Fast meine ganze Familie war im Einsatz, bis der Schwiegersohn den „Ausbüchser“ im
Dickicht gefunden hat.“
Er füttert sie momentan dreimal am Tag. Dazu benötigt er 60 Küken. „Angst braucht man vor
ihnen keine haben“, meint Anselm. „Sie greifen nicht an.“ In etwa 90 Tagen sind sie
flugfähig. Aber auch dann seien sie nicht angriffslustig, da sie von Hand aufgezogen wurden.
Einen der drei Steppenadler möchte Anselm für spätere Zuchtzwecke behalten. Die beiden
anderen will er mit Kollegen mit anderen Greifvogelarten (Falken oder Eulenarten) tauschen.
Den letztjährigen erfolgreichen Versuch mit drei Gänse-Eiern hat Anselm dieses Jahr auch
wieder unternommen – aber ohne Erfolg. Nach 32 Tagen Brütezeit durch einen Adler musste
er durch ein leichtes Klopfen feststellen, dass alle drei Eier taub waren.
Die Gans vom letzten Jahre lebte bis vor zwei Wochen noch im Adlerhorst. Dann war Anselm
eines Morgens entsetzt, dass fünf Hühner und die Gans verschwunden waren. Ein Fuchs hatte
sich ein Loch unter dem Zaun gegraben und sie alle „gestohlen“. Der „Vogelflüsterer“ konnte nur noch eine lange Spur mit unzähligenFedern verfolgen. ps

Autor:

Stefan Endlich aus Wörth am Rhein

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