Kreatives Gemeinschaftsprojekt: Daimler StarVoices bemalen Stromkasten in Wörth
- Die Künstler an einem der bemalten Stromkästen
- Foto: Paul/gratis
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Wörth am Rhein. Musikerinnen und Musiker mit Pinsel und Farbe – dieses Bild bietet sich aktuell an der Ecke Ottstraße/ Moltkestraße. Dort ist jetzt der erste bemalte Stromkasten der Pfalzwerke in Wörth zu sehen, gestaltet von den „Daimler StarVoices“ – einem der acht Ensembles der Daimler Musikgemeinschaft. Das Ensemble vereint nicht nur Mitarbeitende von Daimler, sondern steht auch externen Gesangsbegeisterten offen. „Wir sind offen für alle, die gerne in einem Chor singen und Spaß an unserer Musik haben“, erklärt Gabriele Dorst aus Ottersheim, stellvertretende Leiterin der StarVoices.
Dorst hatte sich auf einen Aufruf in der Presse gemeldet, den Ortsvorsteher Helmut Wesper zur Gestaltung der Stromkästen in Wörth gestartet hatte. Gemeinsam mit einem „Kreativteam“ – wie sie es nennt – aus rund zehn Interessierten entstand so die Idee, den Kasten künstlerisch zu gestalten. „Unser Ansprechpartner war der Wörther Künstler Andreas Hella, der uns aufgeklärt hat, wie wir bei dieser Aktion vorgehen müssen. Jeder von uns hatte Ideen, wie der Stromkasten aussehen könnte. Einige Leute von uns sind beispielsweise als Architekten auch vom Fach. So haben wir zuerst ein Motiv entwickelt und unsere Chorfarben blau und schwarz verwendet. In verschiedenen Besetzungen haben wir an drei Terminen unser Werk vollbracht und damit auch unsere Gemeinschaft gefördert“, freut sich Dorst über das kreative und verbindende Projekt.
Neben dem künstlerischen Anspruch spielt auch die Außenwirkung eine Rolle: „Wir freuen uns immer über neue Sänger – vor allem benötigen wir noch überwiegend Männer – vorwiegend Tenöre“, wirbt Dorst um neue Stimmen. Geprobt wird mittwochs ab 17 Uhr im evangelischen Pfarrheim in der Ottstraße. Auch eine bundesweite Aktion des Deutschen Chorverbands am 24. September wird von den StarVoices unterstützt – ein weiterer Anlass, sich dem Chor anzuschließen.
Ortsvorsteher Helmut Wesper zeigt sich erfreut über den gelungenen Auftakt: „Ich hoffe nur, dass es uns nicht wie in Schwegenheim ergeht. Deshalb werde ich gleich mit meinem Ansprechpartner bei den Pfalzwerken Kontakt aufnehmen.“ Die Resonanz in Wörth ist jedenfalls groß: Mehrere Bürgerinnen und Bürger haben bereits ihr Interesse bekundet, sich an der Aktion zu beteiligen oder bei der Reinigung und Vorbereitung weiterer Kästen zu helfen.
Ein Vorläuferprojekt war bereits im Mai gestartet: Damals bemalte Pia Pfirrmann einen Stromkasten bei der Zahnarztpraxis Dr. Ehmer – mit einem gezogenen Zahn samt Krone als augenzwinkernde Referenz auf den Praxisbetrieb. Der Kasten wurde zwar zwischenzeitlich von den Pfalzwerken abgebaut, da eine Erneuerung der Anlage anstand, steht nun aber im Garten der Familie Pfirrmann – und zeugt dort weiterhin vom kreativen Engagement in der Stadt.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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