Zum Meer
Gent – Das Kleinod Belgiens

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Als absoluter Meer-Fan ist mir die allerkürzeste Strecke zum Meer natürlich schon lange bekannt. Und zwar ist das von uns aus Oostende (Ostende) in Belgien. Und um nach Oostende, sprich zum Meer zu kommen, nur mal eben für ein Wochenende, weil einem die Sehnsucht so treibt, kann man auch gleich eines der interessantesten Städtchen Belgiens besuchen. Nämlich Gent. In der Nähe von Brügge, welches sehr viel bekannter ist und auch nicht weit vom Meer entfernt liegt. Gent ist die Universitäts- und Hafenstadt im Nordwesten Belgiens im Gebiet des Zusammenflusses von Leie und Scheldt. Für mich ist Gent nicht nur eine der schönsten, sondern die schönste Stadt Belgiens überhaupt.
In den letzten Jahren ist Gent immer bekannter geworden und dementsprechend hat sich der Tourismus auch angepasst. Unser Besuch am 7.7. war sicher auch der Grund für die unzähligen "Junggesellenabschieds-Gruppen“, die wir gesehen haben, sowohl weibliche als auch männliche und alle mit verrückten und lustigen Mottos.

Was uns am meisten fasziniert an dieser wunderschönen, von schmalen und breiten Kanälen durchzogenen flandrischen Stadt, ist die verwinkelte, eng bebaute Innenstadt mit ihren alten Pflastersteinen und den interessanten Giebelhäusern und der Burg Gravensteen aus dem 12. Jahrhundert. Gent ist aber auch eine Studentenstadt und ein Großteil der Szene spielt sich zwischen den Häuserzeilen der Graslei am alten Hafen entlang der Leie ab. Durch die sehr gut erhaltene wunderbare Architektur bietet die Stadt ein ganz besonderes mittelalterliches Flair und die zahlreichen Cafes, hippen Lokale, schrulligen Pinten und guten Restaurants laden zum Verweilen oder leckeren Essen ein. Natürlich haben wir uns auch ganz heimisch die „Gentse Waterzooi“, ein bunter Eintopf mit Geflügelfleisch und die flämische Karbonade, ein mit Duvel-Bier gekochtes Gulasch, selbstverständlich mit den berühmten belgischen Frites und dazu das „beste Bier der Welt“ gegönnt. Dass Gent zudem die Veggie-Hauptstadt der Welt ist verdankt sie der örtlichen Organisation EVA, die den „Donnerstag Veggietag“ erfunden hat an dem in allen Restaurants vegetarische Gerichte angeboten werden.

Mit unzähligen Festen, Festivals, Konzerten, Opern und Kulturveranstaltungen ist Gent eine der weltweit 5 UNESCO Cities of Musik. Ein Besuch im Kinky Star für laute Gitarrenriffs, im Café Video für Alternative oder in den Hot Club de Gand für begeisternden Jazz lohnt sich für jeden, der seinen persönlichen Soundtrack sucht. Für uns hat sich allein das sprühende Leben und die architektonische Schönheit der Stadt gelohnt. Und auch die in der Nacht golden leuchtenden Häuserfassaden und Plätze haben uns den Enschluss, bald wieder hinzufahren, leicht gemacht. Dann werden wir Gent wiederum in vollen Zügen genießen.

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