Weitere Spannungswarner für Unwetterzüge im Rhein-Neckar-Kreis
- Bevölkerungsschutz wird im Rhein-Neckar-Kreis großgeschrieben: Bei Starkregen- und Hochwassereinsätzen verbessern zwölf neue Spannungswarner den Schutz der Feuerwehren.
- Foto: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis
- hochgeladen von Karin Hoffmann
Rhein-Neckar-Kreis. Der Rhein-Neckar-Kreis stärkt den Schutz seiner Feuerwehren bei Einsätzen infolge von Starkregen und Hochwasser. Das Amt für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis hat zwölf weitere Spannungswarner an die Unwetterzüge des Kreises übergeben. Nach der ersten Beschaffung im März 2026 stehen den elf Unwetterzügen damit nun insgesamt 24 Geräte zur Verfügung. Rund 10.000 Euro investiert der Kreis damit in diese zusätzliche Ausstattung.
„Unsere Einsatzkräfte leiten bei Unwetterlagen Herausragendes – oftmals unter schwierigsten Bedingungen. Mit den neuen Spannungswarnern erhöhen wir ihre Sicherheit und investieren gezielt in ihren Schutz. Das ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement unserer Feuerwehren“, betont Landrat Manuel Just.
Starkregen- und Hochwasserereignisse können innerhalb kürzester Zeit zu gefährlichen Situationen führen. Bereits wenige Zentimeter Wasser reichen aus, um erhebliche Risiken zu verursachen. Besonders gefährlich sind überflutete Bereiche, in denen sich Hindernisse oder offene Kanaleinläufe unter der Wasseroberfläche verbergen. Hinzu kommt die Gefahr, dass elektrische Anlagen, wie Steckdosen, Hausanschlüsse oder Komponenten von Photovoltaikanlagen, das Wasser unter Spannung setzen.
Die Spannungswarner dienen dazu, Einsatzkräfte frühzeitig auf elektrische Gefahren hinzuweisen und so die Sicherheit bei Einsätzen in überfluteten Bereichen deutlich zu erhöhen.
Bei großflächigen Starkregen- und Hochwasserlagen kommt es häufig zu einer Vielzahl gleichzeitiger Einsätze. Die Feuerwehren priorisieren diese nach Dringlichkeit und konzentrieren sich zunächst auf Einsätze, bei denen Menschen oder erhebliche Sachwerte unmittelbar gefährdet sind. Bei vollgelaufenen Kellern kann es deshalb zu Wartezeiten kommen. Oft fließt das Wasser bereits von selbst wieder ab, sobald die Kanalisation ausreichend Kapazität hat.
Weitere Informationen:
Die elf Unwetterzüge des Rhein-Neckar-Kreises setzen sich aus Feuerwehren verschiedener Kommunen zusammen und sind speziell für Einsätze bei Starkregen und Hochwasser ausgerüstet. Sie sind so im Kreisgebiet verteilt, dass sie betroffene Bereiche schnell unterstützen können und mehrere Einsatzstellen gleichzeitig sowie unabhängig voneinander arbeiten können. Neben Spannungswarnern verfügen die Züge unter anderem über leistungsstarke Pumpen, Wassersauger, Stromerzeuger und umfangreiches Handwerkszeug. In den kommenden Wochen werden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte in die Bedienung der neuen Spannungswarner eingewiesen, damit diese künftig sicher und effektiv eingesetzt werden können.
Infokasten: Verhaltenstipps bei Starkregen und Hochwasser
Der Rhein-Neckar-Kreis weist darauf hin, dass überflutete Keller und andere überschwemmte Bereiche nicht betreten werden sollten. Besteht der Verdacht, dass elektrische Anlagen betroffen sind oder Wasser in ein Gebäude eindringt, sollte das Gebäude frühzeitig verlassen und ein sicherer Bereich aufgesucht werden.red
Autor:Karin Hoffmann aus Ludwigshafen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.