Suppen mit Herz - Andrea Gernold und ihr Engagement bei den Naturfreunden
- Suppenköchin Andrea Gernold ist wieder aktiv.
- Foto: Hannelore Schäfer
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Von Hannelore Schäfer
Schriesheim. „Die Suppen sind die Himmelsgaben, die alles Gute in sich haben.“ Ein Wahlspruch, dem sich auch Andrea Gernold verschrieben hat. Seit rund zehn Jahren engagiert sie sich in der „Schriesheimer Hütte“ der Naturfreunde als ehrenamtliche Suppenköchin. Ihre Spezialität ist die indische Linsensuppe, deren verströmende „Duftstoffe“ wie Ingwer und Knoblauch schon beim Köcheln ein wohliges Bauchgefühl bei den Wanderfreunden auslösen. Ebenso beliebt sind auch ihre „Suppen der Saison“, quer durch den Gemüsegarten.
Die Schriesheimer Hütte lädt seit kurzem wieder zur gastlichen Einkehr mitten unter dem grünen Dach des Waldes ein. Und Suppe gilt bekanntlich als Labsal für müde Wanderfreunde. „Mein Mann sagt immer, wenn du Suppe kochst, dann riecht man es schon von weitem als Lockstoff“, scherzt Andrea Gernold und ergänzt: „Es lässt sich nicht verheimlichen wenn ich koche“. Ehemann Sascha Gernold ist Vorsitzender der Ortsgruppe der Naturfreunde. Das Ehepaar leistet einmal im Monat an einem Wochenende auch ehrenamtlich Hüttendienst. „Es macht trotz der Arbeit viel Spaß und zusammen mit zwei anderen Hüttendienstlern schätzen wir die kleine Auszeit vom Alltag. Außerdem sind die Gäste unheimlich dankbar für das was ihnen geboten wird und voll des Lobes“, freut sich Andrea Gernold.
Immer mal wieder wird sie auch nach ihrem Rezept für die indische Linsensuppe gefragt, deren Hauptbestandteil rote Linsen sind. „Das verrat ich nicht, kommt einfach weiterhin zu uns und genießt sie als Labsal für Körper und Gemüt“, rät die Suppenköchin verschmitzt. Bei jedem Kochvorgang bereitet sie 40 Liter Linsensuppe zu, die nach der Fertigstellung eingefroren wird „Ich habe dafür zwei 20-Liter-Töpfe zur Verfügung, damit sich der Einsatz auch richtig lohnt“, so die Suppenfee. Besonders beliebt ist die Linsensuppe als wohlschmeckende Proteinquelle bei Leuten, die die vegetarische oder vegane Ernährung bevorzugen.
Nachdem es vor rund zehn Jahren zu einem größeren Wechsel in der Vorstandschaft gekommen war, hat man auch das Speiseangebot in der Hüttenbewirtschaftung verändert. Mehr Regionales und mehr Bio wurden dann bei Wurst und Käse, Kaffee und Tee bevorzugt. „Es gibt aber auch noch weiterhin die Erbsensuppe aus der Dose, die wir mit etwas Gemüsebrühe aufpeppen. Der Klassiker hat seine festen Fans“, weiß Andrea Gernold. Zum Ausklang der Hütten-Saison, Ende Oktober, wandern dann noch Hokkaido-Kürbisse in die Suppentöpfe für ein wunderbar cremiges Suppenerlebnis. In Wald, Feld und Flur sammelt die Naturfreundin zudem gerne Wildkräuter, die besondere Geschmacksknospen enthalten und bei der Zubereitung wohltuend entfalten.
Zusätzlich managt sie die Zimmervermietung im Naturfreunde-Domizil. „Wir haben fünf Zimmer mit insgesamt 15 Betten, samt einer Selbstversorger-Küche. Dabei begegnet man vielen netten Leuten getreu dem Motto der Naturfreunde-Bewegung „Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennengelernt hat“, so Gernold.
Dass die ursprünglich aus Oberwesel stammende Schriesheimerin überhaupt bei den Naturfreunden landete, ist der langjährigen Vorsitzenden Lieselotte Ortmann zu verdanken. „Bei ihr - als damaliger Kindergarten-Leiterin - habe ich ein Praktikum in der Einrichtung absolviert“, erzählt sie und fügt hinzu: „Nach einem Hilfsdienst bei einer Veranstaltung im Naturfreundehaus bin ich hängengeblieben.“
„Hängengeblieben“ ist sie auch im Beruf der Erzieherin und zwischenzeitlichen Leiterin der Krippe Postillion in Großsachsen. „Ich liebe und lebe diesen Beruf, der für mich auch Berufung ist“, gesteht Andrea Gernold. ha
Weitere Informationen:
Öffnungszeiten Schriesheimer Hütte:
Samstag von 12 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 10 bis 17 Uhr.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
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