Klimakonferenz in Sinsheim zeigt Ideen für den Alltag von morgen
- Bei der Klimakonferenz in Sinsheim ging es um konkrete Ideen für den Umgang mit Hitze, Trockenheit und Starkregen im Alltag.
- Foto: Quelle: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis
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Sinsheim. Wie Häuser, Gärten und Orte besser mit Hitze, Trockenheit und Starkregen klarkommen können, stand am Samstag, 10. Oktober, bei der regionalen Klimakonferenz des Rhein-Neckar-Kreises in der KLIMA ARENA im Mittelpunkt. Für Besucherinnen und Besucher ging es dabei nicht nur um große Strategien, sondern auch um praktische Fragen für das eigene Zuhause.
Der Rhein-Neckar-Kreis veranstaltete die Konferenz zum zweiten Mal in der KLIMA ARENA. Wie das Landratsamt mitteilt, entwickelte die Geschäftsstelle Klimaschutz das Programm gemeinsam mit weiteren Stellen der Behörde und Fachleuten.
In drei Fachforen konnten sich die Teilnehmenden informieren und austauschen. Im Forum Das Schwammstadtprinzip für Zuhause ging es etwa darum, wie sich Regenwasser auf dem eigenen Grundstück speichern, nutzen und versickern lassen kann. Außerdem zeigte das Forum, wie solche Maßnahmen zugleich bei Starkregen und längeren Trockenphasen helfen können.
Von Vorsorge bis zum Zukunftsbild 2050
Ein weiteres Forum gab einen Überblick über die aktuelle gesetzliche Lage. Expertinnen und Experten aus den Kreisämtern erläuterten dort, welche Herausforderungen auf die kommunale Daseinsvorsorge zukommen und welche Möglichkeiten Bürgerinnen und Bürger haben, selbst vorzusorgen.
Im dritten Forum mit dem Titel Wie wollen wir leben? – Zukunftsbilder 2050 entwickelten die Teilnehmenden eigene Ideen für klimaangepasste Orte im Rhein-Neckar-Kreis. Mit Stift, Schere und Kleber entstanden unterschiedliche Bilder davon, wie Orte in Zukunft besser an Hitze, Trockenheit und Starkregen angepasst werden können.
Neben den Fachforen bot die Konferenz Raum für Gespräche mit Fachleuten und für den Austausch eigener Erfahrungen. Eine Führung durch die Dauer- und Sonderausstellung GRÜN STADT GRAU der KLIMA ARENA ergänzte das Programm.
Stefan Hildebrandt, Erster Landesbeamter des Rhein-Neckar-Kreises, sagte: „Der Klimawandel stellt uns vor staatliche, infrastrukturelle, wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen. Um es anders auszudrücken: Der Klimawandel betrifft uns alle und der Umgang mit dessen Auswirkungen stellt daher eine Gemeinschaftsaufgabe dar. Und wie hier jede und jeder seinen Beitrag leisten kann, darauf wollten wir mit der Konferenz aufmerksam machen“.
Martin Sommer, Leiter des Referats Nachhaltige Entwicklung, zog ebenfalls ein positives Fazit: „In beiden Foren gab es ganz erkennbar den ein oder anderen Aha-Effekt. Und genau das war auch die Intention,“
Julia Eustachi von der Geschäftsstelle Klimaschutz erklärte zum Kreativforum: „In diesem Forum ging es nicht darum, konkrete Handlungsimpulse zu geben. Vielmehr war es Thema, dafür zu sensibilisieren, wie bestehende Lebensräume besser an Hitze, Trockenheit und Starkregen angepasst werden können“.
Hildebrandt resümierte: „Der Klimawandel ist nicht abstrakt, sondern er hat auch Auswirkungen auf das ganz persönliche Leben. Die Konferenz hat gezeigt: Für Bürgerinnen und Bürger ist es hilfreich, Herausforderungen des Klimawandels möglichst greifbar anhand der eigenen Lebenssituation zu machen“.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |