Ulrich Bernhardt
JETZT: Es war, wird und ist

Foto: © Ulrich Bernhardt, VG Bild-Kunst Bonn 2025 © ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, Foto: Felix Grünschloß
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Mit der Ausstellung »JETZT: Es war, wird und ist« würdigt das ZKM das Werk des in Stuttgart lebenden Video- und Installationskünstlers Ulrich Bernhardt (*1942), der zu den wichtigen Pionieren der Medienkunst in Baden-Württemberg zählt. Die Ausstellung umfasst mit frühen politischen Grafiken, Mail Art, Copy Art, Videoinstallationen und Fotografien zentrale Werkgruppen des Künstlers, der sich selbst ironisch als „letzten analogen schwäbischen Romantiker“ bezeichnet.

Für Bernhardt ist Kunst ein offener, sich ständig wandelnder Prozess, eine Form des philosophischen Tuns. Als künstlerischer Leiter des 1978 vor allem auf seine Initiative gegründeten Künstlerhauses Stuttgart prägte er Anfang der 1980er-Jahre den Begriff der „künstlerischen Forschung“, um Formen der subjektiven Erfahrungs- und Wissensvermittlung zu beschreiben. Anders als die Wissenschaft sucht diese Art des Arbeitens nicht nach objektiven Beweisen, sondern verbindet persönliches Erleben mit ungewöhnlichen, teils absurden Methoden. Dadurch entstehen ästhetische Erfahrungen, aus denen neue Erkenntnisse gewonnen werden können – Erkenntnisse, die das Potenzial haben, gesellschaftliche Veränderung anzustoßen.

Nach einer kurzen journalistischen Tätigkeit beim Fernsehen des damaligen Süddeutschen Rundfunks (SDR; heute SWR) und einer Mitarbeit an einem Forschungsprojekt an der Universität Stuttgart entstanden ab 1974 erste Videoarbeiten im sozialen Kontext. Seit Anfang der 1980er-Jahre setzt sich Bernhardt mit aktuellen Technologien und dem gesellschaftlichen Wandel im Zusammenhang mit der griechischen Mythologie auseinander. Dabei interessiert ihn insbesondere, wie tiefgreifende technologische Entwicklungen unser Bewusstsein beeinflussen und wie diese fundamentalen Prozesse mit mythologischen Denkfiguren beschrieben werden können.

Im Zentrum der Ausstellung stehen zwei Installationen des Künstlers aus der Sammlung des ZKM: »Der Fluss« (1978) und »Der Sarkophag« (1996/2025). Beide Werke setzen sich mit unterschiedlichen Aspekten von Zeit, Vergänglichkeit und Dauer auseinander. »Der Fluss«, Bernhardts erste Videoinstallation, untersucht die Flüchtigkeit der Zeit und den stetigen Wandel unseres Kommunikationsverhaltens. »Der Sarkophag« hingegen thematisiert die zeitliche Dimension radioaktiver Strahlung, welche unsere menschliche Vorstellungskraft übersteigt. In dieser sieht der Künstler ein Verschmelzen von Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart zu einem ewigen JETZT. Vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen um die Rückkehr zur Atomkraft erinnert die Arbeit, die sich auf das Reaktorunglück von Tschernobyl im Jahr 1986 bezieht, an die oft verdrängten Gefahren der Nukleartechnologie. Die Ausstellung von Ulrich Bernhardt im ZKM endet am 26. April 2026 – dem 40. Jahrestag dieser bisher schlimmsten Atomkatastrophe der Geschichte.

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Autor:

Franz Eichinger aus Wochenblatt Rhein-Neckar

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