Plastikmüll reduzieren – ein weiterer Baustein im Umweltschutz

Plastikmüll ist weltweit betrachtet ein Riesenproblem. Stoffe wir PE (Polyethylen), PP (Polypropylen), PET (Polyethylenterephthalat) sind nicht biologisch abbaubar und werden letztlich leider nur zu einem geringen Teil recycelt. Auch wenn genaue Zahlen für Ludwigshafen zum Plastikmüll fehlen, liegt die Stadt mit einer Gesamtmüllmenge von 487,8 kg pro Kopf und Jahr im Mittelfeld. Doch was lässt sich gegen den überbordenden Plastikmüll tun, der über Umwege in die Weltmeere gelangt und dort Meerestiere sowie unsere Gesundheut (durch Verzehr von Fisch) bedroht?

Es gibt viele Wege, die sich einschlagen lassen. Zum einen arbeitet die Forschung fieberhaft daran, dem Problem Herr zu werden. Ob nun plastikfressende Bakterien aus Japan, besondere Biokunststoffe oder spezielle Recycling-Methoden – die Ansätze sind vielfältig und durchaus kreativ. Zum anderen wird mehr und mehr auf den Verzicht von unnützem Plastikmüll gesetzt.

Ludwigshafen sticht hier gleich auf zweierlei Art und Weise hervor: Zum einen setzen die Stadt und der Rhein-Pfalz-Kreis darauf, für Coffee to Go Angebote ein Mehrwegsystem einzuführen. Dies würde den Plastikabfall durch benutzte Kaffeebecher erheblich reduzieren. Zu diesem Zweck haben das Klimaschutzbüro Ludwigshafen und das Klimaschutzmanagement des Landkreises einen runden Tisch ins Leben gerufen, der im Frühjahr stattfinden soll.

Zum anderen hat das in Ludwigshafen ansässige Unternehmen BASF im Januar 2019 eine Allianz mit anderen Partnern gegründet, um dem Plastikmüll in den Weltmeeren Herr zu werden. Hierfür stellen die Partner insgesamt 1 Milliarde Dollar bereit. Die Mittel sollen eingesetzt werden, um eine Infrastruktur für die Abfallsammlung und das Abfallmanagement zu schaffen. Ferner soll auch das Recycling in dem Bereich verbessert werden – und zwar vor allem über verbesserte Technologien.

Plastikmüll ist tatsächlich eine große Gefahr für unseren Lebensraum, so dass die Anstrengungen in diesem Bereich ein erster Schritt in die richtige Richtung sind. Wer als Einzelperson etwas dazu beitragen möchte, kann bereits jetzt viel tun.

Eine Möglichkeit besteht darin, zum Einkaufen Stoffbeutel mitzunehmen, um keine Plastiktüten mehr kaufen zu müssen. Auch der eigene verschließbare Mehrwegbecher für Kaffee oder die eigene Thermoskanne helfen dabei, den Plastikmüll zu reduzieren. Dies sind zwar auf den ersten Blick nur kleine Schritte, jedoch könnten sie sich in der Masse als große Hilfe erweisen.

Andere Trends wie Supermärkte, in denen alles unverpackt angeboten wird, sind zwar interessant, erweisen sich in vielen Situationen als nicht sonderlich praktikabel. Es bleibt abzuwarten, wie die Entwicklung in diesem Bereich ausfällt.

Autor:

Martin Maier aus Wochenblatt Ludwigshafen

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