Aufklärungsaktion für den Schutz gegen Einbrecher
Polizei stellt sich in den Dienst für Bürgerinnen und Bürger

.Diese junge Frau zeigte sich aufgeschlossen  Foto:Horst Cloß

Von Horst Cloß

Kusel/Konken. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Westpfalz liegt der Kuseler Polizeiinspektion sehr am Herzen. In dem Wissen, was Hausbewohner bei und nach einem Einbruch mitmachen und welche Spuren dabei hinterlassen werden, bemüht sich die Polizei, mit präventiven Maßnahmen das Bewusstsein für eigenverantwortliche Einbruchsvorsorge zu stärken und mit einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit Haus- und Wohnungsbesitzer für die möglichst weitgehende Sicherung ihres Eigentums zu sensibilisieren.

Mit Dieter Morgenstern und Michael Hedrich, verstärkt durch zwei Beamte der Bereitschaftspolizei in Enkenbach-Alsenborn, wurde die Aufklärungsaktion am letzten Dienstag in Konken gestartet. Insbesondere die Häuser im Neubaugebiet standen im Fokus der Beamten.
Das Auftreten der Polizei mit vier Beamten blieb natürlich nicht unbemerkt. Und spätestens, als Dieter Morgenstern an der Haustüre läutete und anwesende Hausbesitzer öffneten, war die Überraschung in den Augen ablesbar. Schließlich kommt ja nicht jeden Tag die Polizei zu den Bürgern. Doch schon nach den ersten Worten legte sich die vorhandene Anspannung. Die Hausbesitzer ließen sich geduldig die Begründung für den unerwarteten Besuch liefern und nach ein bis zwei Minuten wich die leichte Aufregung dem absoluten Verständnis für den Besuch.
Eine absolute Sicherheit mit eingeleiteten Sicherungen an Fenstern und Türen gäbe es dennoch nicht, so Michael Hedrich. Aber man könne damit es den Dieben erschweren, ins Haus zu gelangen. Einbrechern sei klar, dass sie selbst gefährdet seien, wenn ein Einbruchsversuch länger als fünf Minuten dauere. Deshalb liege die Chance, einen Einbruch zu vermeiden, schon in der Tatsache, dass man diese fünf Minuten mit Sicherungsmaßnahmen erreiche. Dann ließen die </td><td>meisten Einbrecher schon nach und würden ihr Glück an anderer Stelle versuchen.
Aber Schutzmaßnahmen können schon viel einfacher erreicht werden. So sollte bei Abwesenheit nichts darauf hindeuten, dass niemand im Hause sei, zum Beispiel sollten keine Zeitungen oder die Post länger sichtbar sein als notwendig. Und aufmerksame Nachbarn seien Geld wert, wenn sie das Nachbarobjekt im Auge haben. Mülltonnen sollten nicht länger als unbedingt notwendig am Straßenrand stehen, denn das weist schon auf Abwesenheit hin. Und wenn im Haus Licht brenne, erwecke das auch den Eindruck, dass jemand im Haus ist.
Ideal sei, so Dieter Morgenstern, wenn bei einem Neubau schon direkt die notwendigen Sicherungsmaßnahmen ergriffen würden, aber auch später seien Nachrüstungen wichtig und sinnvoll. Und man müsse nicht gleich ein „Fort Knox“ errichten.
Im Haus sei ein Tresor für die Wertsachen empfehlenswert, aber nur dann, wenn dieser auch an drei Positionen fest verankert sei, ansonsten sei er schnell und leicht für die Mitnahme geschaffen.
Eingangs hatte der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Kusel, Alexander Kunz, die Hintergründe für die Aufklärungsaktion dargelegt. Es gehe darum, der Bevölkerung einerseits darzulegen, was die Polizei den Bürgerinnen und Bürgern an Möglichkeiten zur Hand geben kann, sich selbst zu schützen, andererseits aber auch zu zeigen, dass für Panik kein Platz sei, denn die Straftaten gerade im Bereich der Wohnungskriminalität sei rückläufig. Und das nicht zuletzt durch bereits erfolgte Aufklärung und Hausbesuche durch die Polizei, bei denen mit Tipps und Hinweisen für schützende Maßnahmen gesorgt werde.

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