Erinnerungen an die Schillerschule der Nachkriegszeit
Aus dem Schultagebuch von Karl Meißner (Teil 8)

Karl Meißner

Von Markus Pacher

Haßloch. 75 Jahre Kriegsende: Der aus Glanbrücken bei Lauterecken stammende Lehrer Karl Meißner, Jahrgang 1904, berichtet in seinem Schultagebuch von seinen Haßlocher Jahren: Zwischen 1946 und 1949 unterrichtete er an der Schillerschule. In loser Folge möchte das Wochenblatt heimatinteressierten Leserinnen und Lesern an den damaligen Erlebnissen und Erfahrungen
von Lehrer Karl Meißner teilhaben lassen.

Es werden weitere Schulleiter , für den Ostbau Kollege Reiß, Fräulein Ohler bleibt im Südgebäude. Die Lehr- und Lernmittellage verbessert sich allmählich. Die Schule besitzt in dem Weltgebäude einen geräumigen Filmsaal, der auch zu festlichen Zwecken und Theaterspielen verwendet werden kann. Fritz Wittmann richtet eine Filmsammelstelle ein; die Filme werden innerhalb des Kreises an die einzelnen Schulen ausgeliehen. wir sitzen für dieses Unterrichtsmittel an der Quelle.
Im Jahre 1948 tritt in der wirtschaftlichen Lage eine entscheidende Wende ein. Durch die Währungsreform entsteht die DM. Es werden pro Kopf 40 Mark verteilt. Das neue Geld wirkt Wunder. Schon nach kurzer Zeit, fast über Nacht, füllen sich die Lager und Geschäfte wieder. Man fragt sich, wo kommen die Waren auf einmal so schnell her? Kein Wunder, sie wurden zurückgehalten, gestapelt bis zu dem bewussten Augenblick. Es sei noch die kurze Abschweifung gestattet, dass sehr bald die gleiche Ausgangslage (pro Kopf 40 DM) überholt ist und dass es wieder Wohlhabende gibt.
Ein Kuriosum der Übergangslage: Fräulein Ohler kauft in meiner Gegenwart eine Tafel Schokolade für 6 DM. „Ich habe sie zulange entbehren müssen, nun kommt es mir auf das Geld nicht an,“ kommentiert sie. Als Junggesellin kann sie sich das selbstverständlich leiten. Ein Familienvater mit vier Kindern hat für 6 DM eine bessere Verwendung. Doch meine gute Hedwig gibt wenig später für einen Luftballon, den die Kinder gewöhnlich geschenkt erhalten, gute 3 DM aus.pac

Fortsetzung folgt

Autor:

Markus Pacher aus Neustadt/Weinstraße

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