Alte Fuhrmannshallen als neue Ausstellungsräume:
In Kirrlach wird der Weg zum Glück gezeigt

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Waghäusel-Kirrlach. Werden die ehemaligen Kirrlacher Fuhrmannshallen jetzt zu einem Kunsttempel, der für besondere Kunstausstellungen offensteht? Zum zweiten Mal – nach der erfolgreichen Premiere „Kunsttour durch Waghäusel“ – gab es dort bislang unveröffentlichte Exponate zu bewundern. Die Idee, hier eine Auswahl von Werken ihrer allzu früh verstorbenen Künstlerkollegin Silvana Schwanzer zu präsentieren, hatten die zwei Vertreter der neuformierten „Waghäuseler Kunststrategen“, Thomas Schuhmacher und Thomas Lambert.
Die vielen Vorbereitungen lohnten sich: Zur Vernissage kam ein kunstinteressiertes Publikum aus der Stadt und der ganzen Umgebung. Seit Jahren dient das Gebäude nicht mehr dem ursprünglich zugedachten Zweck. Thomas Schuhmachers Großvater und Vater waren Bahnspediteure, die sämtliche Pakete von der Bahnstation zum Endkunden brachten. Vor 100 Jahren wurden die Sendungen („Fuhren“) noch mit einem Pferdefuhrwerk transportiert. Daher stammt die Bezeichnung „Fuhrmann“.
Doch auch die zweite Bedeutung des Wortes drängte sich auf: Der hellste Stern im Sternbild Fuhrmann heißt Capella: der insgesamt sechsthellste Fixstern am Nachthimmel. Schon immer galten strahlende Sterne als Glückbringer. So passte die Ausstellung mit dem Titel „Der Weg zum Glück“ gut in die Fuhrmannshallen. Zum Glücklichsein trugen auch die Topmusiker Birgit Stassen und Mathias Nimmrichter bei.
Etwa 25 Gemälde erinnerten an die hochbegabte vielseitige Frau. „Kunst will gesehen werden“, verkündete Thomas Schuhmacher und begründete so die einmonatige Ausstellung. Zum „Konzept Fuhrmannshallen“ gehören regelmäßige Einblicke in die heimische Kunstwelt, die Vorstellung neuer und junger Kunstschaffenden – und damit ihre Förderung. Alle Gäste kamen der Aufforderung der Initiatoren nach, „tief in die Welt der Farben einzutauchen und die Kraft der Kunstwerke wirken zu lassen.“
Trotz aller Abstraktion sei in jedem einzelnen Bild erkennbar, „dass Silvana Schwanzer direkt aus dem Herzen gemalt hat und ihr Seelenleben zum Vorschein gebracht hat. Ihr Ausdrucksmalen spiegele alle Facetten des Lebens wider“, so Thomas Lambert, der sich über die Unterstützung durch die zwei erwachsenen Schwanzer-Kinder Yvonne und Tiemo freute.
Die Erkenntnis ihrer Mutter, „Ein Leben braucht Wurzeln und Flügeln“, komme überall zum Ausdruck. Gar unzählige Möglichkeiten der Interpretation boten die einzelnen Werke, die auch den letztlich vergeblichen Kampf gegen die heimtückische Krankheit andeuteten, so „Die Frage“, „Der Magier“, „Die Schieflage der Emotion“, „Totemtabu“ oder „Freiheit der Farben“.
Bis zur Finissage am 26. Juli sind die Fuhrmannshallen in der Gartenstraße 4 samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Autor:

Werner Schmidhuber aus Waghäusel

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