Premiere mit Superlativen
Schillerschule macht den größten Zirkussen Konkurrenz
- Eine der Aufführungen
- Foto: Björn Vilcens
- hochgeladen von Werner Schmidhuber
Waghäusel. Die Stadt hat eine Premiere mit Superlativen erlebt. Einen Zirkus, der das Publikum hellauf begeisterte, bot die Schillerschule an zwei Tagen, eingebettet in eine komplette Projektwoche. 340 Jungs und Mädchen machten mit, alle vier Abschlussvorstellungen waren ausverkauft, das 14-teilige Programm honorierten die Zuschauer immer wieder mit lautstarkem Beifall.
„Zirkus muss Spaß machen, muss bunt, schrill, atemberaubend, tempogeladen und aktionsreich sein“, so heißt es in einer Eigenbeschreibung eines Zirkusunternehmens. Einen solchen Zirkus präsentierte eine Rekordzahl von 340 höchst talentierten Kindern. Ihr selbst gestaltetes Unterhaltungsprogramm für Jung und Alt mit verschiedenen aktionsreichen und atemberaubenden Darbietungen fand überschwängliches Lob.
Schnell ausgebucht waren die vier Aufführungen. Die Schüler der Klassen 1 bis 4 teilten sich in zwei Gruppen auf. Jeweils zwei Vorstellungen absolvierte jede Gruppe, in jeder wirkten 170 Kinder mit. Im Zelt fanden 320 Zuschauer Platz, so dass insgesamt 1.360 das Zirkusprogramm verfolgen konnten. In zwei Mal 14 Workshops waren von Trainern und Zirkuspädagogen die jeweils 14 reichhaltigen Darbietungen vorbereitet worden. Vom Zirkus „ZappZarap“ stammten das Zelt und das Equipment.
In der prächtigen „Manege“ bekamen die Gäste alles zu sehen und zu erleben, was so zu einem Profizirkus gehört: Akrobatik und Artistik, Jonglage und (Kugel-)Balance, Seillaufen und Seiltanz, Hula-Hoop-Darbietungen, Farbspiele mit Tüchern. Dazu gesellten sich Clowns, Fakire, Zauberer und Feuerschlucker. Die Begrüßung der Gäste nahmen die „Zirkusdirektoren“ und deren Assistenten vor. Von der ersten bis zur letzten Minute zeigte sich Publikum begeistert. Der Zirkusnachwuchs strengte sich mächtig an, um dem angeblich größten Zirkus der Welt, dem Circus Krone, Konkurrenz zu machen.
„Im Zirkus haben alle Kinder die Möglichkeit ihre Schlüsselkompetenz zu erwerben, auszuleben und noch schlummernde Talente zu entdecken. Diese Kompetenz umfasst soziales, emotionales, kreatives, künstlerisches, sportliches und artistisches Handeln in der Gruppe“, lauten die Erfahrungen von Lehrerin Anja Wolf. Durch die zusammengewürfelten Altersgruppen und die enge zielgerichtete Zusammenarbeit werden die Gruppen wesentlich gestärkt.
In die Projektwoche fielen die Zeltsegnung mit einem Gottesdienst, ein Kindernachmittag, Kino im Zelt, ein Konzert mit Afrikachören und schließlich die vier Zirkustermine.
Der Erfolg sei auch dem rührigen Freundeskreis und der finanziellen Unterstützung durch etliche Sponsoren zu verdanken. Nur so habe die Schule das Projekt stemmen können, betont Rektor Patrick Hermann. Auch die Stadt beteiligte sich und unterstützte das Vorhaben großzügig. Das Lehrerkollegium und die Elternschaft standen geschlossen dahinter. Zu den Motoren bei der Umsetzung gehörten Nadin Sand, Sebastian Gosslar, Maren Witowski und Anja Wolf.
Autor:Werner Schmidhuber aus Waghäusel |
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