Rheinauen und Otterstadt starten kommunalen Energieverbund mit Solarstrom
- Vertreter der Kommunalpolitik, der Stadtwerke Speyer, der Verbandsgemeinde Rheinauen, des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums sowie des Handwerks haben zum Erfolg des Energieverbund-Projekts beigetragen
- Foto: Klaus Landry
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Speyer /Rheinauen / Otterstadt. Das Klimaschutzmanagement der Verbandsgemeinde Rheinauen und die Gemeinde Otterstadt setzen in Zusammenarbeit mit den Stadtwerke Speyer (SWS) einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung um. Dafür wurden eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher auf der kommunalen Kita (rund 13 Kilowatt) sowie eine weitere Anlage auf der Turnhalle der Grundschule (rund 100 Kilowatt) errichtet. Zusammen erzeugen beide Anlagen etwa 100.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das Projekt wurde zu einem großen Teil mit Geldern aus den Kipki-Maßnahmen der Landes Rheinland-Pfalz gefördert.
Eine zentrale Rolle übernehmen die SWS, die das Bilanzkreismanagement für das Projekt verantworten. Dazu werden die Kita, die Grundschule sowie weitere kommunale Gebäude wie Rathaus und Bauhof zu einem Energieverbund zusammengefasst. Ziel ist es, möglichst viel des erzeugten Solarstroms direkt vor Ort zu nutzen. Überschüssige Strommengen können innerhalb des Energieverbunds weiteren kommunalen Liegenschaften zur Verfügung gestellt werden. Reicht die erzeugte Strommenge nicht aus, wird die Versorgung durch Strom aus dem Netz ergänzt.
„Mit diesem Modell schaffen wir die Voraussetzungen für eine effiziente und nachhaltige Nutzung des lokal erzeugten Solarstroms“, erklärt SWS-Geschäftsführer Georg Weyrich. Die Stadtwerke übernehmen dabei den Abgleich von Erzeugung und Verbrauch, die Vermarktung überschüssiger Energiemengen sowie die Beschaffung von Reststrom. Die Anlagen wurden mit moderner Fernwirktechnik ausgestattet und können von den Stadtwerken als Direktvermarkter gesteuert werden. „Für unsere Gemeinde bringt das Projekt mehrere Vorteile" ergänzt Harald Endres, zuständiger Beigeordneter der Ortsgemeinde Otterstadt, und führt weiter aus: „Neben einer zukunftsfähigen kommunalen Energieversorgung werden jährlich rund 54 Tonnen CO₂-Äquivalente eingespart. Zudem werden schon in kurzer Zeit unsere kommunalen Stromkosten gesenkt". Perspektivisch ist geplant, weitere kommunale Einrichtungen in den Energieverbund einzubinden. „Je mehr Gebäude wir einbinden, desto größer werden die ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile für die Gemeinde“, so Weyrich.
Der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Rheinauen, Toni Krüger, fasst zusammen: „Bilanzkreismodelle für kleine Ortsgemeinden sind aufgrund der vergleichsweisen komplexen Thematik die absolute Seltenheit. Am Beispiel des EENO-Projekts in Otterstadt kann nun in Rheinland-Pfalz gezeigt werden, dass es möglich ist, die lokale Stromproduktion für die gemeindeeigenen Liegenschaften auch liegenschaftsübergreifend umzusetzen. Neben dem wirtschaftlichen Aspekt und der regionalen Wertschöpfung ist dabei insbesondere der dadurch erzielte direkte Klimaschutz hervorzuheben.“
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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