Anpfiff ins Leben FC Speyer 09
Sport, Spaß und Gemeinschaft beim Fußballcamp des FC 09
- Das Anpfiff ins Leben Fußballcamp beim FC Speyer 09.
- Foto: Anpfiff ins Leben
- hochgeladen von Christopher Benz
Drei Tage lang drehte sich auf dem Gelände des FC Speyer 09, einem Partnerverein von Anpfiff ins Leben, alles um Fußball, Bewegung und Gemeinschaft. Der Verein hatte Kinder aus der Region in den Sommerferien zu einem Fußballcamp eingeladen. Mitmachen konnten alle Acht- bis Zwölfjährigen – unabhängig davon, ob sie bereits Mitglied in einem Verein waren oder bislang nur wenig Erfahrung mit dem Fußball gesammelt hatten.
Das Konzept stammt von Trainermentor Jiri Jung und ist gezielt auf die Altersgruppe abgestimmt. Lizenzierte Trainer begleiten die Camps, die neben der sportlichen Entwicklung auch das soziale Miteinander stärken sollen.
An den Camp-Tagen trainierten die Kinder in kleinen Gruppen das Dribbeln, Passen und Schießen sowie den sicheren Umgang mit dem Ball. Während am ersten Tag vor allem das Dribbling im Mittelpunkt stand, trainierten die Teilnehmenden an den Folgetagen Passspiel und Ballmitnahme und absolvierten verschiedene Stationen nach dem Vorbild eines DFB-Fußballabzeichens. Auch ein Fußballquiz gehörte zum Programm.
Betreut wurden die Kinder unter anderem von Ingo Paulsen. Er ist seit mehr als 40 Jahren als Trainer tätig und arbeitet inzwischen in seiner fünften Saison in der Jugendkoordination des FC Speyer 09. Eine Besonderheit des Camps sieht Paulsen in den unterschiedlichen Vorerfahrungen der Kinder.
„Neben Anfängern sind auch Kinder dabei, die mehrmals in der Woche trainieren oder in einem Leistungszentrum spielen“, sagt Paulsen.
„Wir legen viel Wert auf Beidfüßigkeit, Technikschulung und Koordination. Die Übungen werden immer mit einem Erfolgserlebnis verbunden – zum Beispiel mit einem Torabschluss oder mit einem Wettbewerb. So können die Kinder das Gelernte auch schnell im Wettkampf umsetzen“, erklärt Paulsen. Wichtig sei es deshalb, auch die Übungen in Gruppen durchzuführen, damit die Kinder lernten, gemeinsam zu gewinnen und zu verlieren.
Ein gelungenes Dribbling, ein Treffer oder ein gewonnener Zweikampf: Die Kinder feierten nicht nur die eigenen Erfolge, sondern auch die ihrer Mitspieler. Während der Übungen feuerten sie sich gegenseitig an und jubelten gemeinsam über Tore. Nach jeder Einheit kam die gesamte Gruppe noch einmal zum Abklatschen zusammen.
Dabei beschränkte sich das Miteinander nicht nur auf den Fußballplatz, auch die Pausen und das gemeinsame Mittagessen waren fester Bestandteil des Camps.
„Gemeinsam mit 22 Leuten zu essen ist für die Kinder ein besonderes Erlebnis. Das ist etwas Schönes und gehört für uns genauso zum Miteinander“, sagt Paulsen.
Anpfiff ins Leben begleitet junge Spielerinnen und Spieler seiner Partnervereine auch in Schule und Beruf. Zum Angebot gehören unter anderem Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe und Maßnahmen zur Berufsorientierung.
„Wir haben durch die Begleitung von Anpfiff ins Leben tolles Trainingsmaterial zur Verfügung. Die Kinder bekommen einen Ball und ein Trikot, und jeder darf mitmachen“, betont Paulsen.
Für den erfahrenen Trainer ist das Camp zugleich eine Antwort auf die zunehmende Bewegungsarmut bei Kindern und Jugendlichen. Viele seien es kaum noch gewohnt, sich mehrere Stunden am Tag zu bewegen.
„Anpfiff ins Leben gibt uns die Möglichkeit, junge Menschen aus der Bewegungsarmut herauszuholen und vom Computer wegzuholen. Es geht hauptsächlich um ihre Ausbildung, um die Begleitung und darum, dass sie Spaß haben – nicht darum, dass hier jeder Profi werden muss“, sagt Paulsen.
Die dreitägigen Fußballcamps geben Kindern unabhängig von ihrer bisherigen Fußballerfahrung die Möglichkeit, sich sportlich weiterzuentwickeln, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam Spaß an der Bewegung zu erleben.
Autor:Christopher Benz aus Ludwigshafen |
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