Schifferstadt wird neuer Sitz der Kreisverwaltung – Kreishaus kostet 80,9 Millionen Euro
- Der Rhein-Pfalz-Kreis will seinen neuen Verwaltungssitz in Schifferstadt bauen lassen und das fertige Gebäude anschließend kaufen.
- Foto: Rhein-Pfalz-Kreis/Heberger
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Schifferstadt. Der Rhein-Pfalz-Kreis kommt seinem neuen Verwaltungssitz einen großen Schritt näher. Der Kreistag hat dem Kauf eines Verwaltungsgebäudes zugestimmt, das nach Vertragsschluss in Schifferstadt gebaut wird. Der Umzug der Kreisverwaltung von Ludwigshafen nach Schifferstadt soll damit aller Voraussicht nach im ersten Quartal 2030 erfolgen.
Wie die Kreisverwaltung mitteilt, kostet der Kauf des neuen Kreishauses 80,9 Millionen Euro. Davon stammen 38 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Rheinland-Pfalz-Plan, das dem Kreis zusteht.
Das neue Kreishaus soll direkt in Bahnhofsnähe auf dem ehemaligen Gelände der Bereitschaftspolizei entstehen. Gebaut wird es von der Firma Heberger Hoch-, Tief- und Ingenieurbau GmbH. Nach Abschluss der Bauarbeiten will die Kreisverwaltung das Gebäude schlüsselfertig erwerben.
Was am neuen Standort geplant ist
Vorgesehen ist eine Netto-Raumfläche von 12.140 Quadratmetern auf bis zu sechs Geschossen sowie eine Teilunterkellerung. Für die nötigen Parkplätze mietet die Kreisverwaltung ein Parkhaus an, das zeitgleich nördlich der Bahnschiene entstehen soll. Eine ausgeleuchtete und barrierefreie Unterführung soll das Parkhaus mit dem Kreishaus verbinden.
Beim Neubau setzt die Kreisverwaltung nach eigenen Angaben auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Geothermie- sowie Luft-Wärmepumpen sollen Wärme und Kälte erzeugen, die über die Decken in Büro- und Besprechungsräume gelangen und dort einzeln reguliert werden können. Geplant sind außerdem ein begrüntes Dach und eine Photovoltaik-Anlage. Für den klimafreundlichen Neubau wurde laut Kreisverwaltung bereits eine maximale Fördersumme von einer Million Euro bewilligt.
- Der Rhein-Pfalz-Kreis will seinen neuen Verwaltungssitz in Schifferstadt bauen lassen und das fertige Gebäude anschließend kaufen.
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Dem Beschluss ging eine lange Standortsuche voraus. Seit rund 13 Jahren beschäftigt sich die Kreisverwaltung mit der Zukunft ihres Verwaltungssitzes. Das bisherige Kreishaus in Ludwigshafen ist sanierungsbedürftig und inzwischen zu klein. Das Gesundheitsamt sowie die Führerschein- und Kfz-Zulassungsstellen hat die Verwaltung bereits ausgelagert.
Nach Wirtschaftlichkeits- und Standortanalysen rückte Schifferstadt als neuer Sitz in den Fokus. Zunächst plante die Kreisverwaltung ein Mietmodell auf dem früheren Bepo-Gelände. Weil sich dafür kein Investor fand, entwickelte sie den nun beschlossenen Kauf eines schlüsselfertigen Verwaltungsgebäudes als Alternative.
Landrat Volker Knörr sagt: „Der Kauf des Kreishauses ist nicht nur für die Verwaltung ein wichtiges Signal. Er ist auch ein entscheidender Schritt für die künftige Ausrichtung des Kreises“.
Knörr ergänzt: „Wir kaufen nicht einfach ein neues Gebäude. Wir schaffen einen zentralen Ort für eine moderne, bürgernahe Verwaltung – und für die Menschen, die dort arbeiten.“
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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