Keltischer Brunch bei Conferenza culinaria
Mythen von der Grünen Insel
- Giant's Causeway/Nordirland
- Foto: privat
- hochgeladen von Dr. Anja Pohsner
Die Harfe gilt schon seit der antiken Mythologie als Symbolträgerin für “Engelsmusik” und übersinnliche Phänomene. Durch ihre besondere Rolle auf den britischen Inseln ist sie bis heute im Wappen Irlands verankert.
Am Sonntag, 21. Juni 2026 erwacht im Salischen Hof/Schifferstadt (Burgstr. 12-14) die keltische Sagenwelt mit all ihren Feen, Elfen, Kobolden, Trollen, Riesen und Zwergen zum Leben und entführt mit alten Mythen und modernen Sagen auf die Grüne Insel. Von Harfen, Flöten und Gesang klanglich umwölkt werden mal tragische oder melancholische, mal skurrile und kuriose Geschichten zu Gehör gebracht, dazu kann man einen zauberhaften Brunch im Restaurantgarten genießen.
Das Trio flessibile um Musikwissenschaftlerin Dr. Anja Pohsner begleitet seine Lesungen mit eigenen Arrangements von traditioneller Folk music aus verschiedenen Jahrhunderten auf Flöten und keltischen Harfen. Der dreiteilige Vortrag greift die Matinee vom vergangenen Sommer in Mutterstadt auf und findet ab 9.30 Uhr mit zwei kulinarischen Pausen auf der Terrasse statt, das Frühstück kann von 9 bis 13 Uhr eingenommen werden (Einlass 8.30 Uhr).
Anmeldungen bis 15. Juni unter Tel. 06235 / 9310 oder info@salischer-hof.de
Wer an diesem Stichtag im Badischen schon einmal "vorglühen" möchte: das Seniorencafé der VHS Schwetzingen bietet im EG des Siegwald-Kehder-Hauses, Mannheimer Str. 19-29 in Oftersheim am Montag, 15. Juni 2026 ab 15 Uhr bei Kaffee und Kuchen einen solistischen Auszug unter "Harfenzauber - Irische Sagen und Legenden mit Klängen von der Grünen Insel", der Vortrag dauert ca. von 15.30 bis 16.30 Uhr (ohne vorherige Anmeldung).
Der keltische Brunch im Salischen Hof bildet ein weiteres Highlight der Reihe Conferenza culinaria in Schifferstadt, die zuletzt im Februar bei einer ausgebuchten Frühstücksmatinee den jungen Heinz Erhardt und seine unbekannten Talente vorstellte. Wenig verbreitet ist die Tatsache, dass der aus Riga stammende Humorist seine Musikerlaufbahn im klassischen Fach begann und von seinen Kindern zahlreiche Kompositionen aus den Jugendjahren im Nachlass gefunden wurden. Neben spielerischen Miniaturen für Klavier wie “Walzer eines Wahnsinnigen” oder “Spuk im Schloss” erstaunte viele der Gäste die 1937/8 entstandene und erst 1948 ausgestrahlte “10-Pfennig-Oper” (O-Ton von Heinz Erhardt 1947: "weil sie keine drei Groschen wert ist"), eine operettenhafte Parodie im Mittelaltergewand! Nach Anfängen als Kabarettist und gestandener Pianist bei Revuen, u.a. Tourneen des Filmstars La Jana, wurde Heinz Erhardt zur festen Größe in Film und Fernsehen sowie auf den Bühnen der vermeintlich biederen “Wunderjahre”. Mit viel Nostalgie und den einmaligen Gedichten und Texten des Wortkünstlers erlebten alle Anwesenden eine wunderbare Zeitreise ins vergangene Jahrhundert und entdeckten angenehm überrascht neue Facetten des beliebten vielseitigen Entertainers.
Vor dem Start der kulinarischen Vorträge im letzten Jahr standen Veranstaltungen unterschiedlichster Prägung in der Reihe "Bildung mit Biss" der VHS Rhein-Pfalz-Kreis seit 2019 in Möllers Restaurant/Hotel Salischer Hof mit erlesenen mehrgängigen Menüs auf dem Programm. Auf klassische Themen wie Gioacchino Rossini und erlesene Gerichte nach dessen Originalrezepten sowie Ermittlungen zu Mozarts ominösen Todesumständen im Stil eines interaktiven Krimidinners folgten Kinoklassiker: Hitchcock und seine Filmkomponisten wurden ebenso untersucht wie Kurioses rund um den James-Bond-Kult, Letzteres sogar in zweifacher Auflage! Und die Schlager der 1950/60er beschworen den Geist der Nachkriegsära herauf und ließen die Wunderjahre wieder aufleben, volle Säle bestätigten jeweils die ungebrochene Popularität der Verbindung von Kunst, Kultur und Kulinarik und lassen die Vorfreude auf neue Events wachsen.
Apropos Hitchcock: das Donnerstagsforum der VHS Hockenheim (Zehntscheune, Untere Mühlstr. 4) würdigt am 25. Juni von 9.30 bis 11 Uhr die prickelnden Soundtracks der Meisterwerke des Gänsehaut-Garanten noch als Nachlese zum 50. Todestag seines Lieblingskomponisten Bernard Herrmann im vergangenen Jahr (Anmeldung unter https://www.vhs-hockenheim.de/).
Auch wenn keine Kulinarik außer vielleicht dem mitgebrachten Popcorn die Beilage bildet, sind Hitchcocks Krimiklassiker hinreichend gewürzt mit dem typischen schwarzen Humor und die Untermalung der Kissenkraller "Psycho" oder "Die Vögel", für welche eigens elektronische Instrumente als Vorläufer der Synthesizer entwickelt wurden, macht allemal den Mund wässrig, sich diese Meilensteine der Filmgeschichte wieder einmal einzuverleiben - für jeden Geschmack etwas, viel Spaß!
Autor:Dr. Anja Pohsner aus Speyer |
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