Erstes Stationäres Hospiz in der Nordpfalz im Herzen von Rockenhausen
Würdevoll den letzten Weg

Das Stationäre Hospiz in Rockenhausen

Von Claudia Bardon/Rockenhausen. Ein Ort an dem Menschen wohnen und in Würde Abschied nehmen können - ein Hospiz. Im Herzen von Rockenhausen eröffnete Anfang Mai das erste Stationäre Hospiz im Donnersbergkreis des Evangelischen Diakoniewerkes Zoar in der Speyerer Straße. Das Hospiz hat acht Plätze für schwerst- und unheilbar kranke Menschen.

Mit etwas Verzögerung wurde das Hospiz nach rund 14-monatiger Bauzeit fertig gestellt und am 1. Mai beim Tag der offenen Tür eröffnet. „Es ist uns gelungen, ein fast unerreichbares Ziel zu erreichen. Wir haben es gemeinsam geschafft, zwölf Wochen Verzug nahezu komplett herauszuarbeiten. Und das war nur mit einer gemeinschaftlichen Meisterleistung möglich“, so Zoar-Direktorin Martina Leib-Herr.

Helle und freundliche Räume

Die Baukosten belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. Allein 100.000 Euro davon mussten über Spenden generiert werden.
Das stationäre Hospiz hat insgesamt acht Plätze für schwerst- und unheilbar kranke Menschen.
Die „Gäste“, so werden die Bewohner genannt, wohnen in hellen und freundlichen, 20 Quadratmeter großen Zimmern in den unterschiedlichsten Farben. Ein Badezimmer mit Dusche und WC grenzt jeweils direkt an das Zimmer an, das durch ein Fenster mit Tageslicht erhellt wird. Von jedem Zimmer aus gibt es zusätzlich einen barrierefreien Zugang zur Terrasse.
Die ehemalige Scheune wurde zu einem hellen Begegnungsraum umgebaut. Angehörige haben in zwei angrenzenden Küchen die Möglichkeit mit den Gästen zusammen zu backen oder kochen.
Neben den 20 Mitarbeitern im Hospiz kommen noch ehrenamtliche Hospizhelfer hinzu. Sterbende sollen sich nicht alleine fühlen. Eine professionelle Pflege in der letzten Lebensphase sowie eine angemessene Begleitung mit Zuwendung und Fürsorge zur Schmerzfreiheit sind dabei ganz wichtige Punkte.
„Sie möchten in ihrem Sinne versorgt werden und selbstbestimmt darüber entscheiden, was ihnen gut tut und was nicht. Dies alles macht ein Hospiz zu einem besonderen Ort“, so Landrat Rainer Guth.
Schwerstkranke Menschen sollen, wenn die Versorgung nicht mehr ambulant gewährleistet werden kann, in ihrer letzten Lebensphase Pflege und Schmerzlinderung im Hospiz erfahren. 95 Prozent des vereinbarten Tagessatzes für den Aufenthalt in einem Stationären Hospiz werden von den Kranken- und Pflegekassen getragen. Fünf Prozent des Tagessatzes bei laufendem Betrieb müssen jährlich durch Spendenerlöse gedeckt werden.
Auf die Gäste selbst entfällt kein privater Eigenanteil. Das Hospiz steht unter der Leitung von Birgit Edinger und der Stellvertreterin Silke Schmidt.

Kontakt, Anmeldungen und Infos:
Stationäres Hospiz, Leiterin Birgit Edinger
Speyerer Straße, Rockenhausen
Telefon: 06361 25 40 70

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