Bürgermeister der VG Nordpfälzer Land Michael Cullmann
Umschalten? Nachdenken. Rücksicht nehmen!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die spätsommerliche Zeit gibt Gelegenheit zum langsamen Umschalten auf die kühlere Jahreszeit, zu ein paar späten Sonnenstunden auf Terrasse oder Balkon oder zu einem abendlichen Spaziergang durch unsere nordpfälzer Landschaft.
Zunächst aber noch einmal die Chance auf einen Sprung ins „kühle Nass“. Denn nach Bekanntgabe des Schließtermins haben mich viele Wünsche erreicht, die Saison bei dem schönen Wetter für eine Woche zu verlängern. Die Wetterprognose hat warme Tage vorausgesagt, daher haben wir uns kurzfristig entschlossen, den Gästen unseres Naturerlebnisbades eine „Bonuswoche“ anzubieten. Diese endet an diesem Wochenende.
Im Rückblick ist offensichtlich, dass der Verbandsgemeinderat richtig entschieden hat. Kritik an der Dauerkartenregelung war kaum zu hören, die Freude über die Öffnung des Schwimmbades war allenthalben groß. Für die besonderen Regelungen war Rücksicht gefordert und wurde uns viel Verständnis entgegengebracht. Gerade auch von den Dauerbadegästen, die täglich, bei jedem Wetter das Bad besuchen. Diese kamen aus dem ganzen Kreisgebiet und darüber hinaus, denn einige Bäder in der Umgebung hatten nicht geöffnet. Die im Mai prognostizierten Besucherzahlen konnten übertroffen werden, mehr als 2000 Dauerkarten wurden verkauft. So konnte auch das geplante Defizit leicht verringert werden. Der erzwungene Urlaub zu Hause, konnte so vielen Familien ein wenig verschönt werden, unser Personal musste nicht in Kurzarbeit geschickt werden. In Zeiten der Einschränkungen durch die Pandemie gute Zeichen! Im kommenden Jahr, hoffen wir auf eine Normalisierung des Betriebes, voraussichtlich auch mit der Öffnung der Attraktionen wie Rutsche und Sprungturm.
Nun geht das warme Sommerwetter zu Ende, das Umschalten von T-Shirt auf Jacke wurde vom „etwas anderen“ Herbstfest eingeläutet. Die Winzer aus unserer Gegend hatten, wie viele Betriebe in der Gastronomie, Einbußen zu verzeichnen. Die virtuelle Weinprobe konnte so ein wenig zum Jahresumsatz beitragen und vielen Leuten, auch über unsere Region hinaus, einen geschmackvollen Abend bescheren.
Die Menschen schätzen die Produkte aus unserer Gegend wieder mehr. Es ist auch eine Form von Rücksicht, Lebensmittel aus heimischer Produktion zu verwenden und zu genießen. Dies fängt nicht beim Brot an und endet nicht beim Wein! Daher haben wir mit den Vorständen der Gewerbevereine im Nordpfälzer Land einen Termin organisiert, um die Wirtschaftsförderung auf lokaler Ebene zu koordinieren. Die Globalisierung der Wirtschaft muss einhergehen mit einer starken Regionalisierung dieser Aufgabe. Dabei steht nicht nur das Angebot an ausreichenden Entwicklungsflächen im Fokus, sondern auch die Pflege der bestehenden Unternehmen. Die richtigen Rahmenbedingungen in Form von „weichen Standortfaktoren“ schaffen ein attraktives Umfeld, dazu können wir alle beitragen. Wir müssen nicht bei jedem Einkauf nachdenken, aber kleine Schritte auf der richtigen Strecke bringen uns ans Ziel.
Eine anziehende, interessante Umgebung für kleine und große Schritte bieten auch unsere Hügel und Täler, die sich, insbesondere im Herbst zum traditionellen Beginn der Wandersaison, für Ausflüge anbieten.
Einige reiz- und genussvolle Termine stehen schon fest, Startzeit ist für alle drei Termine 11 Uhr. Am Sonntag, 27. September, startet der PWV Rockenhausen am Rognacplatz zu einer Rundwanderung mit Selbstverpflegung über die Höhen rund um Rockenhausen. Am 11. Oktober findet in Seelen eine zehn Kilometer Wanderung mit „Quetschekuche un Grumbeersupp“ statt, Treffpunkt am dortigen Bürgerhaus. Und am 25. Oktober bieten wir eine Wanderung vom Wanderbahnhof zum Glockenturm nach Katzenbach, dort werden „Grumbeerpannekuche un Appelbrei“ angeboten. Nähere Infos auch in unseren digitalen Medien. Laden Sie Gäste zu uns ins Nordpfälzer Land ein, gerade Aufenthalte im Freien mindern das Risiko einer Corona-Infektion.
In der vergangenen Woche hat der Ministerrat die 11. Corona-Bekämpfungsverordnung beschlossen, diese gilt seit 15. September. Die Landesregierung hat dabei eng mit den kommunalen Spitzenverbänden zusammengearbeitet, was sehr begrüßenswert ist. Ebenfalls wurde sich intensiv mit dem Corona-Expertenteam aus Medizinern und Virologen und weiteren Wissenschaftlern beraten und zahlreiche Gespräche mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gruppen geführt.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer stellt fest „dass in Schule und Kita die Lage bislang stabil sei.“ Dies können wir auch für die VG Nordpfälzer Land bestätigen. Es gab zwar Verdachtsfälle, aber bislang keine Hinweise auf Übertragungen unter Schülern, Kindern oder Erziehern und den Lehrkräften.
Allgemein wurde jetzt beschlossen, einschränkende Schutzmaßnahmen mit der 11. Corona-Bekämpfungsverordnung teilweise zurückzunehmen. In geschlossenen Räumen dürfen künftig Veranstaltungen mit bis zu 250 Menschen stattfinden, im Freien bis zu 500 Menschen. Dabei gelten weiterhin die Hygiene- und Abstandsregeln. Findet eine Veranstaltung mit einer festen Bestuhlung oder einem festen Sitzplan statt, reicht es für den Abstand, wenn jeweils ein Platz frei bleibt.
Soweit in dieser neuen Verordnung eine Personenbegrenzung angeordnet wird, ist die Anzahl der zeitgleich anwesenden Personen auf eine Person pro fünf Quadratmeter Verkaufs- oder Besucherfläche zu begrenzen, bisher galt hier eine Fläche von zehn Quadratmetern pro Person.
„Unabhängig von allen Regelungen kommt es im Alltag weiterhin darauf an, dass die Menschen sich an die Schutzmaßnahmen halten“, betonte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Dies bedeutet Rücksicht auf die Mitmenschen, insbesondere auf die Risikogruppen.
Ich wünsche Ihnen Gesundheit, nehmen Sie bitte Rücksicht und passen Sie auf sich auf!
Michael Cullmann, Bürgermeister

Autor:

Claudia Bardon aus Wochenblatt Kirchheimbolanden

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