Imsweiler plant Rosengarten, Schulgarten und neue Wohnideen
- In Imsweiler plant die neue Bürgerstiftung mehrere Projekte für Wohnen, Begegnung, Bildung und Mobilität.
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Imsweiler. In dem Donnersberg-Ort mit rund 550 Einwohnern laufen gleich mehrere Ideen für die Zukunft an. Trotz knapper Kassen will die Gemeinde gemeinsam mit Engagierten vor Ort neue Projekte für Wohnen, Mobilität, Begegnung und Bildung auf den Weg bringen.
Im Juni gründete Imsweiler dafür die Bürgerstiftung Imsweiler. Sie soll Menschen, Ideen und finanzielle Mittel zusammenbringen und damit Vorhaben ermöglichen, die den Ort langfristig lebenswert halten.
Udo Schönenberger, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerstiftung Imsweiler, sagt: „Wir wollten nicht darauf warten, dass sich die finanziellen Rahmenbedingungen irgendwann verbessern. Wir wollten selbst Verantwortung übernehmen und zeigen, dass wir unsere Zukunft im Ort mitgestalten können“. Für den kleinen Ort sei genau dieses gemeinsame Anpacken wichtig.
Vier Projekte stehen bereits im Raum
Geplant ist unter anderem ein Rosengarten rund um den Glockenturm. Dort sollen auch Sitzbänke, ein Pavillon, ein Brunnen und kurze Wege entstehen. Eine alte Telefonzelle könnte als öffentlicher Bücherschrank dienen. Die Finanzierung soll über Fördermittel, Spenden und Eigenleistungen laufen. Die protestantische Kirchengemeinde Gundersweiler soll das Grundstück vertraglich der Bürgerstiftung überlassen.
Am Ende der Schlossstraße steht außerdem ein Grundstück kostenlos für einen Gemeinschafts- und Schulgarten zur Verfügung. Vorgesehen sind Obst und Gemüse, Hochbeete und möglicherweise ein Folientunnel. Ein Bauwagen könnte als Treffpunkt dienen, ein renoviertes Gartenhaus als Geräteschuppen. Gemeinsam mit der Grundschule sollen Kinder dort eigene Beete bewirtschaften und praktische Erfahrungen mit Natur, Anbau und nachhaltiger Lebensmittelproduktion sammeln.
Auch beim Wohnen denkt Imsweiler neue Modelle an. Im Raum steht ein nachhaltiges Mehrgenerationenquartier mit bis zu zehn barrierefreien Wohneinheiten. Geplant sind regionale Baustoffe, Photovoltaik, eine zentrale Wärmepumpenheizung und die Nutzung von Regenwasser. Ein großer Teil des Areals könnte parkähnlich gestaltet werden, mit Grillplatz, Teich und Kleinsportfeld. Zusätzlich sind Wohnmobilstellplätze, ein späterer Gemeinschaftsraum mit Küche und Freisitz sowie ein Raum für Erste-Hilfe-Angebote oder medizinische Sprechstunden denkbar.
Für die Mobilität im Ort sind zwei bis drei Mitfahrerbänke und ein bis zwei E-Ladesäulen im Gespräch. Als mögliche Standorte werden die Gemeindehalle, der Bahnhof oder das Dorfzentrum genannt. Die Gemeinde könnte dafür Flächen bereitstellen und gemeinsam mit Anbietern Lösungen für Aufbau, Betrieb und Finanzierung suchen.
Schönenberger sagt außerdem: „Wir wollen zeigen, dass man nicht erst auf die perfekte Ausgangslage warten muss. Man kann mit dem anfangen, was da ist: mit engagierten Menschen, guten Ideen und der Bereitschaft, gemeinsam etwas für den eigenen Ort zu tun“. red/anjs
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |