VG Nordpfälzer Land Bürgermeister Michael Cullmann
Bildungsschwerpunkt Nordpfälzer Land

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sicher war die Schulöffnung für Lehrpersonal und Träger eine Herausforderung. In der Nachschau seit Schuljahresbeginn dennoch die richtige Entscheidung, denn die Schulen waren nicht die „Infektionstreiber“ bei den steigenden Zahlen in der Corona-Pandemie. Wir müssen dennoch vorsichtig sein, eindeutige Prognosen für den weiteren Verlauf im Herbst und Winter werden auch von den Experten nicht gegeben. Weder für den Schulbetrieb, noch für alle weiteren Tätigkeiten und Beschäftigungen.
Seit Montag läuft die Herbstschule, hauptsächlich für Kinder aus dem Grundschulbereich. Wichtig gerade für Schülerinnen und Schüler, die Nachholbedarf haben. Die Notwendigkeit ist durch die Schulschließungen im Frühjahr noch drängender geworden, denn die Vertiefung des Lernstoffes blieb oftmals auf der Strecke. Nach der Sommerschule hatte eine deutliche Mehrheit der Schüler positive Rückmeldungen gegeben. Fast 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen fühlten sich danach besser auf das neue Schuljahr vorbereitet. Folgerichtig steigen nun auch die Anmeldezahlen an der Herbstschule. Fördern, ohne zu überfordern, ist der Leitgedanke für Kursleiter und mehr als 40 junge Menschen.
Ebenfalls gut besucht ist auch die Herbstferienbetreuung der Vereine im Rahmen des Lokalen Bündnisses für Familie. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie war es notwendig, eine Betreuung für Kinder im Grundschulalter zu organisieren, da die Urlaubstage vieler Eltern bereits aufgebraucht sind. So nehmen zwanzig Kinder aus dem Nordpfälzer Land an den Angeboten der Vereine teil. Ausnahmslos ein Gewinn: Die Eltern wissen ihre Kinder gut betreut, die Anbieter können Kinder für die Angebote ihres Vereins oder ihrer Organisation begeistern und die Kinder haben erlebnisreiche Ferien! Danke an alle Betreuerinnen und Betreuer, die nicht nur bei dieser Aktion für die Gemeinschaft aktiv sind.
Zum Thema Bildung ist die Einführung von Harald Scheve als Schulleiter der Realschule plus in Rockenhausen ebenfalls eine wichtige Meldung. Für ihn ist Marketing für seine Schule ein wesentlicher Bestandteil seiner Arbeit. Wir haben uns, nicht nur darüber, bereits mehrfach ausgetauscht und dabei die Mitwirkung zugesagt, die wir als Träger der Grundschulen und „nah beim Bürger“ leisten können. Ob Zusammenarbeit mit den Firmen oder Praktika für Schülerinnen und Schüler, wir unterstützen auch durch viele Kontakte. Das Angebot eines Praktikums für die Schulen ist übrigens keine Selbstverständlichkeit und wird nicht von jeder Verwaltung angeboten. Wir tun dies gerne: Für die hier lebenden Familien und diejenigen, die einen neuen Platz zum Wohnen suchen, ist das breite Angebot an unterschiedlichen Schulen im Nordpfälzer Land ein zentraler Baustein für einen attraktiven ländlichen Raum.
Schul- und Kitaschließungen soll es nicht mehr geben, das scheint klar zu sein in der Pandemiebekämpfung. Aber ein konkretes, einheitliches Konzept fehlt. Dazu sind wohl auch die Unterschiede in Deutschland bei den Infektionszahlen zu groß. Ich halte das Beherbergungsverbot nicht für hilfreich, die Umsetzung erscheint schwierig. Reisende innerhalb Deutschlands sind wohl nicht der ausschlaggebende Grund für den Anstieg der Zahlen.
Die VG Nordpfälzer Land weist zu Wochenbeginn keine einzige Corona-Neuinfektion aus. Es ist unwahrscheinlich, dass dies so bleiben wird, viele Menschen werden aufgrund von Erkältungssymptomen momentan getestet. Dies ist auch wichtig, denn nach aktuellen Berechnungen der Charité ist das bisher festgestellte Sterblichkeitsrisiko beim Corona-Virus 20 Mal höher als bei einer Grippe. Ob wir dieses Risiko weiterhin gut bewältigen, hängt hauptsächlich von unserem Verhalten ab.
Aus unserer Geschichte Verhalten zu lernen ist ein bedeutender Beitrag zur Bildung. Wir gedenken ab diesem Wochenende dem 22. Oktober 1940, einem der finstersten Tage in der Geschichte der Pfalz. Unvorstellbar, unmenschlich, unbeschreiblich: Die gesamte jüdische Bevölkerung des Saarlandes, Badens und der Pfalz wurde mit Zügen und Lastwagen in das südfranzösische Gurs deportiert, wo sich das größte Internierungslager in Frankreich befand. An den Strapazen des dreitägigen Transportes starben bereits viele der älteren Menschen, die meisten der 6.538 Deportierten kamen in den folgenden Jahren ums Leben. Ganze Familien mussten in aller Eile ihre Koffer packen und innerhalb einer Stunde ihre Wohnungen verlassen. Dass sie nie mehr zurückkommen sollten, war ihnen nicht klar.
Achtzig Jahre sind seither vergangen, heute das Lebensalter eines Menschen. Hab und Gut, das Leben wurde damals vielen genommen, Frauen, Männern und Kindern. Wir dürfen nie vergessen, dass das Unfassbare wirklich geschehen ist. Und dafür einstehen, dass es nie mehr passiert!
Auch im Nordpfälzer Land gedenken wir der Opfer, eine Übersicht finden Sie auf Seite 6.
Nachdenklich grüßt
Michael Cullmann, Bürgermeister

Autor:

Claudia Bardon aus Wochenblatt Kirchheimbolanden

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