„The Architecture of Desire“ – Vernissage von und mit Doro Hofmann
- Doro Hofmanns großformatige Leinwände zeigen kosmische Bildräume
- Foto: Doro Hofmann/gratis
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Rockenhausen. Im Museum für Kunst in Rockenhausen beginnt der Kahnweiler Arbeitskreis das Ausstellungsjahr 2026 am 8. Februar um 11 Uhr mit der Vernissage „THE ARCHITECTURE OF DESIRE“ von und mit Doro Hofmann. Zur Eröffnung der Ausstellung werden Stadtbürgermeister Michael Vettermann und Luise Busch vom Kahnweiler Arbeitskreis die Gäste begrüßen. Beim anschließenden Künstlerinnengespräch können die Besucherinnen und Besucher Doro Hofmann sowie ihre Arbeitsweise näher kennenlernen.
Doro Hofmann wurde 1971 in Stuttgart in einer Familie von Künstlern und Grafikdesignern geboren. Sie selbst erwarb zunächst den Gesellenbrief für Grafikdesign und Druckvorlage. 1997 zog sie nach Paris, um eine professionelle Künstlerin zu werden. Wieder zurück in Deutschland studierte sie Grafikdesign an der Freien Kunstschule Stuttgart und wurde 1999 an der staatlichen Akademie der Künste Karlsruhe aufgenommen. Dort studierte Doro Hofmann bei international renommierten Künstlern und Professoren, war Meisterschülerin von Max Ackermann.
Von 2005 bis zu ihrem Umzug zurück nach Deutschland im Sommer 2023 lebte Doro Hofmann in Los Angeles, Kalifornien, wo sie zahlreiche Ausstellungen in verschiedenen Galerien und Museen präsentierte. Heute lebt und arbeitet die Malerin in Ettlingen, wo sie ihre erste Solo-Show 2024 wieder in Deutschland feierte.
In ihrer neuen Soloausstellung im Museum für Kunst in Rockenhausen verwebt die internationale Künstlerin Doro Hofmann Werke aus den Serien Cosmic Soul, Falling Angels und Lost Icons zu einem poetischen, zugleich mystifizierten Kosmos. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen dem Göttlichen und dem Profanen, zwischen Verheißung und Absturz - zwischen dem, was uns erleuchtet und dem, was uns verführt.
Hofmanns großformatige Leinwände zeigen kosmische Bildräume: Sternennebel, geometrische Energiefelder und Gestalten, die wie Boten aus anderen Ebenen wirken. Diese visuellen Universen aus der Cosmic Soul Serie sind Einladungen zur inneren Reise und der Frage nach Identität und Verbundenheit.
Aus der Serie Falling Angels zeigt die Künstlerin Figuren (Porträts) von mythischer Schönheit, die zwischen Aufstieg und Fall schweben. Sie tragen die Ambivalenz des Menschlichen: Verlangen, Verletzlichkeit, Überhöhung und Enttäuschung. Diese Engel-Porträts sind weder makellos noch zerstört – sie sind schön, jedoch im Moment des Übergangs eingefangen in jenem Augenblick, in dem sich ihre Versuchung oder der Grund ihres Falls aus göttlicher Gnade offenbart.
Die Serie Lost Icons behandelt die Frage, was heute als „heilig“ gilt – und was wir als Gesellschaft verehren. Die Ikonen unserer Zeit sind nicht mehr die der Religionen, sondern die der Medien, der Körper und der Glamour-Welt. Die Künstlerin spürt dieser Transformation nach und bringt alte, sakrale Formensprache in Dialog mit zeitgenössischen Symbolen. Ihre Figuren wirken zugleich entrückt und greifbar, schön und verwundet, vertraut und verloren.
Ergänzend hierzu entsteht für das Museum für Kunst Rockenhausen eine Rauminstallation - ein Raum, in den Besucher und Besucherinnen komplett in Hofmanns Welt eintreten können. Diese Ausstellung ist eine Ausstellung über Sehnsucht und Orientierung, über Versuchung und Aufbruch, über mystische Verzauberung und Entzauberung zugleich. Doro Hofman lädt dazu ein, jene Momente zu betrachten in denen das Erhabene brüchig wird – und das Menschliche plötzlich glänzt. Oder ist das nur eine weitere Illusion, eine weitere Falle?
Die Ausstellung ist bis Sonntag, 5. April, jeweils dienstags bis sonntags von 14.30 bis 17.30 Uhr in der Speyerstraße 3 in Rockenhausen zu sehen. Mögliche Rückfragen unter museum-kunst@rockenhausen.de oder Tel. 06361/22136. red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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