Kulturverein Naturschutz
Das Bruch – Veränderungen einer Landschaft

Der Turm am Kranichwoog bei Hütschenhausen | Foto: Peter Krietemeyer
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  • Der Turm am Kranichwoog bei Hütschenhausen
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Unter diesem Motto hatte der Kulturverein Bruchmühlbach-Miesau zu einer Wanderung rund um das Gebiet des Kranichwooges, auf dem Kranichwoog-Erlebnisweg, bei Hütschenhausen eingeladen.

Nach Begrüßung der Teilnehmenden durch den Vorsitzenden Erich Messerig begann die interessante Wanderung, zu welcher Bodo Mahl, Förster beim Forstamt Kaiserslautern, als sachkundiger Führer gewonnen werden konnte.

Der kürzlich eingeweihte Erlebnisweg wurde mit Mitteln aus dem EU-Programm „Natura 2000“ finanziell gefördert, so Bodo Mahl. Natura 2000 ist mit rund 27.000 Schutzgebieten und über 18% der Landfläche der Europäischen Union das größte grenzüberschreitende Netz von Naturschutzgebieten weltweit.

„Wer kennt schon den Wiesenknopf-Ameisenbläuling“, so die Frage von Mahl in die Runde. Hierbei handelt es sich um eine Schmetterlingsart, welche die Pflanze des Wiesenknopfs benötigt, um seine Eier dort ablegen zu können. Diese sehr seltene Schmetterlingsart kommt sogar im Bruch vor.

An Hand eines großen Stückes Fichtenrinde wurde der Befall durch den Borkenkäfer deutlich. Die Schäden durch diese Käferart verursacht gerade in Mitteleuropa immer größere Schäden. „In der Pfalz gibt es Gott sei Dank mehr Mischwald, der dem Borkenkäfer trotzt“, so Mahl weiter.

An einer weiteren Station verwies er auf die Bedeutung des Reichswaldes für die Region. Im 14. Jahrhundert gestattete der König den Bürgern Holz aus dem Wald zu beziehen und das Vieh in selbigen treiben zu dürfen.
Im Jahre 1835 vereinbarte der regierende Kurfürst mit den Reichswaldgemeinden, dass diese zu 50 % an den Erlösen des Waldes beteiligt wurden. Eine Regelung, welche bis heute noch Gültigkeit hat und sich in den finanziellen „Ausschüttungen“ der Reichswaldgenossenschaft widerspiegelt.

Ein Blick in den renaturierten Schwarzbach verdeutlichte die Bedeutung solcher Maßnahmen, gerade bei den starken Regenfällen, welche auf den Klimawandel zurückzuführen sind.

Der Unterschied von Sandbirke und Moorbirke wurde anhand von kleinen Waldgebieten verdeutlicht. Die Moorbirken sind in den letzten Jahren verstärkt durch das Forstamt Kaiserslautern in den Moorniederungen gepflanzt worden, um deren Bestand zu sichern.

Die Bedeutung der Westricher Moorniederung, welche sich von Kaiserslautern bis Homburg zieht und circa 5 km breit ist, wurde anhand von Schautafeln verdeutlicht. Hierbei handelt es sich um die größte Moorfläche innerhalb von Rheinland-Pfalz.
In diesem Zusammenhang verwies Mahl auf das Förderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz zur „Vernässung“ der Moore. Damit wird ein aktiver Beitrag zum Klimawandel geleistet, da durch Moorflächen das CO² gebunden wird.

Den Höhepunkt der Naturstreife bildete die Besteigung des Erlebnisturmes am Kranichwoog.
Die 104 Stufen wurden mit Leichtigkeit genommen. Von dort aus hatten die Teilnehmenden einen herrlichen Blick über den Kranichwoog und die Moorlandschaft.

Die Mitglieder des Kulturvereins waren voll des Lobes und freuen sich schon auf die nächste Naturstreife durch die Westricher Moorniederung.

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Autor:

BdP Peter Krietemeyer aus Kaiserslautern

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