Landgraf-Ludwig-Schule baut Zaun, der Lebensraum schützt
Ein Zaun der nicht trennt, sondern verbindet

Schüler der Landgraf-Ludwig-Realschule beim Zaunbau.  foto: Landgraf-Ludwig-Realschule
  • Schüler der Landgraf-Ludwig-Realschule beim Zaunbau. foto: Landgraf-Ludwig-Realschule
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Pirmasens. Liest man heute irgendwo von einem Zaun, der gebaut wird,  ist dieser häufig ein Symbol für Angst, Feindschaft, Misstrauen und Engstirnigkeit.
Dass es auch ganz anders gehen kann, zeigt die Landgraf-Ludwig-Realschule plus an ihrem Standort Husterhöhe. Die Schule besitzt einen wunderschönen Schulgarten mit einem Teich, der ein wahres Biotop für allerlei Brutvögel, Insekten, Amphibien, Reptilien, Kleinsäuger und eine reichhaltige und abwechslungsreiche Flora und Fauna ist.
Um diesen einmaligen Lebensraum zu schützen, und die Schülerinnen und Schüler der Schule langsam und behutsam an den Umgang mit der Natur und den teilweise unter Naturschutz stehenden Bewohnern des Schulgartens heranzuführen, entwickelte sich die Idee der drei TuN-Lehrer der Schule, Robin Wildner, Markus Otte und Andreas Schilling, gemeinsam mit ihren Werkklassen ein Projekt Schulzaun zu planen und zu verwirklichen.
Das Fach TuN (Technik und Natur) ist Wahlpflichtfach an der Landgraf-Ludwig-Realschule plus, ist als „Schnupperwahlplichtfach ab Klasse sechs fest verankert und bildet die Nahtstelle zur angegliederten Fachoberschule für Technik der Landgraf-Ludwig- Realschule, in der das Fachabitur erlangt werden kann.
Mit dem Engagement der stellvertretenden Schulleiterin Gudrun Matheis und der Unterstützung durch die Stadt Pirmasens und das Schulverwaltungsamt konnte die Planung dann schließlich im Sommer 2018 abgeschlossen und mit dem Bau des Zauns begonnen werden.
Das Projekt hatte einen erheblichen Umfang, da der Zaun am Ende schließlich fast 40 Meter Länge haben sollte und neben dem Einbau eines breiten Tores auch Mauern und bestehende Metallgitter mit integriert werden mussten. Schon vorhandene Sockel musste abgestemmt, Fundamente ausgehoben, Beton angemischt, und die Zaunpfähle ausgerichtet und einbetoniert werden. Am Ende wurden die Spanndrähte gespannt, der Zaun eingehängt und befestigt.
Schwierigkeiten wurden gemeinsam erkannt, besprochen und behoben. Durch die weitgehende Selbsttätigkeit und Eigenorganisation der Schüler wurde an der ein- oder anderen Stelle zwar keine professionelle, dafür aber eine praktische und realisierbare Lösung gefunden, die auf den Lösungsansätzen der Schüler beruhten.
Im Sommer 2019, gerade noch rechtzeitig zur Verabschiedung der langjährigen stellvertretenden Schulleiterin Matheis, konnte der Zaun nach einigen technischen Schwierigkeiten und Problemen mit schlechtem Wetter doch noch punktgenau nach etwa einjähriger Bauzeit fertiggestellt werden, so dass Matheis unser ganz persönliches, sehr erfolgreiches Integrationsprojekt als Geschenk für die Schule hinterlassen und als Erinnerung mit in den wohlverdienten Ruhestand nehmen darf. ps

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