Grenzüberschreitende Vermisstensuche im Pfälzerwald: 83‑jähriger Wanderer gerettet
- Nach einem Sturz im dichten Waldgebiet nahe der deutsch-französischen Grenze wurde ein 83-jähriger Wanderer im Pfälzerwald nach stundenlanger Suche entdeckt. Drohnen, Rettungshunde und ein Polizeihubschrauber halfen bei der erfolgreichen Rettung.
- Foto: Kim Rileit
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Südwestpfalz. In der Nacht auf Freitag, 22. Mai, retteten Einsatzkräfte einen 83‑jährigen Wanderer nach einer stundenlangen Suchaktion im Grenzgebiet zwischen dem französischen Roppeviller und dem Pfälzerwald.
Der Senior war am Donnerstag von Roppeviller in Richtung der Altschlossfelsen aufgebrochen. In schwer zugänglichem Gelände stürzte er und zog sich eine Kopfverletzung zu. Trotz der Verletzung konnte er noch selbst einen Notruf bei den französischen Behörden absetzen. Über das Gemeinsame Zentrum (GZ) Kehl wurde die Vermisstenmeldung an die Polizei in Pirmasens weitergeleitet. Daraufhin startete eine große deutsch-französische Suchaktion mit Feuerwehren der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land, Drohneneinheiten aus beiden Ländern, Rettungshunden und einem Polizeihubschrauber.
Den entscheidenden Hinweis lieferte schließlich moderne Technik. In Abstimmung mit der zuständigen Revierförsterin werteten Polizisten die Bilder einer Wildkamera aus. Darauf war der Vermisste an einem Hochsitz zu sehen – die letzte bekannte Spur. Kurz darauf entdeckte eine Wärmebilddrohne im dichten Unterholz einige hundert Meter entfernt eine Wärmesignatur. Einsatzkräfte steuerten die Koordinaten an und fanden den Mann kurz nach Mitternacht. Er war leicht verletzt, aber ansprechbar und wurde vom Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Darüber informiert die Polizeidirektion Pirmasens.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |