Das Bauhofdach wird zum Solarkraftwerk
Ein bedeutender Beitrag der Gemeinde Bornheim zum Klimaschutz

Die neue Solaranlage des Bornheimer Bauhofs bei der Sachverständigenabnahme
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  • Die neue Solaranlage des Bornheimer Bauhofs bei der Sachverständigenabnahme
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Der Stadtrat Landau wird nach einem SWR-Bericht im August den „Klimanotstand“ ausrufen. Diese Erklärung ist ein Appell unserer Nachbarn, der auf die Notwendigkeit hinweist, schnellstmöglich und umfassend Maßnahmen zur Minderung der Klimagasemissionen umzusetzen. Ein „weiter so“ geht nicht mehr. Denn ein „Weiter so“ heißt, dass wir als Gesellschaft unsere eigenen Lebensgrundlagen zerstören. Ein zentraler Beitrag zum Klimaschutz ist die Solarisierung der Dächer. Dies verfolgt die Gemeinde seit Jahren konsequent.

Fotovoltaikanlagen sind Investitionen, die sich durch die Einnahmen aus Stromverkauf selbst finanzieren und im Gegensatz zum Sparbuch noch eine Verzinsung bringen.Das Rathaus (6.63 kWp), die Friedhofshalle (8.3 kWp) und der Kindergarten (19 kWp) verfügen schon seit mehreren Jahren über eine Fotovoltaikanlage. Jetzt wurde das Bauhofdach mit einer Solarleistung von 45,88 Kilowattpeak in Betrieb genommen. Installiert wurde die Anlage von der Firma MAP Landau.

Es ist eine Ost-West-Dachanlage. Das heißt, dass die höchste Stromerzeugung nicht in der Mittagszeit, sondern morgens und abends erfolgt. Das sind die Stunden mit den höchsten Preisen an der Strombörse. Ost-West-Anlagen sind daher volkswirtschaftlich besonders wertvoll. Die Anlage wird jährlich ca. 45.000 kWh emissionsfreien Solarstrom erzeugen. Der eingespeiste Solarstrom wird der Gemeinde von der Pfalzwerke Netz AG mit 8.13 €Cent pro Kilowattstunde vergütet. Das sind 3.660 € jährlich. In 25 Jahren – das ist der Garantiezeitraum für die Module – sind das über 1.1 Millionen Kilowattstunden Solarstrom und bei Kosten der Solaranlage von ca. 50.000 € eine Einnahme von ca. 92.000 € aus Stromverkauf. In der Regel geht die Lebensdauer der Solaranlage deutlich über den Garantiezeitraum von 25 Jahren hinaus. Das heißt, real ist die Stromerzeugung der Anlage und damit die Einnahme aus Stromverkauf noch größer.

Die PV-Anlage war deshalb möglich, weil das Asbestdach des Bauhofes saniert und durch ein Metalldach mit gedämmten Sandwichelementen ersetzt wurde. Die Kosten der Asbestsanierung und Dacherneuerung liegen bei ca. 60.000 €. Mit den Überschüssen aus der Fotovoltaik (ca. 40.000 € in 25 Jahren) finanziert sich die Asbestsanierung in relevantem Umfang aus dem Verkauf des Solarstroms.

Für die Gemeinde ist dies aber nicht nur finanziell attraktiv. Vielmehr ist die Solarisierung des Bauhofdaches auch ein relevanter Klimaschutzbeitrag. Denn sie erspart der Umwelt jährlich ca. 21 Tonnen des Klimagases CO2 (unterstellt CO2-Emissionsfaktor deutscher Strommix 2018 = 474 g CO2/kWh). In 25 Jahren kumuliert sich dies auf 525 Tonnen CO2-Minderung.

Die neue Solaranlage des Bornheimer Bauhofs bei der Sachverständigenabnahme
von links: Dipl. Ing. Norbert Dressel, PV-Sachverständiger; Dipl. Ing. Werner Müller, MAP Solar; Dipl. Ing. Klaus Zörcher, Anlagenplanung; Markus Müller, MAP Solar, anläßlich der Abnahme der Bauhof-PV-Anlage
Autor:

Karl Dr. Keilen aus Offenbach

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