Neues EU-Projekt macht Mittelalter und Burgen am Oberrhein virtuell erlebbar
- Die Hohkönigsburg im Elsass ist die wohl berühmteste Burg am Oberrhein.
- Foto: SGD Süd
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Rheinland-Pfalz. Mehr als 300 Burgen prägen die Landschaft am Oberrhein. Mit dem neuen EU-Projekt „Burgen am Oberrhein 2“ sollen die historischen Anlagen jetzt digital sichtbar und grenzüberschreitend erlebbar werden, damit Bürger, Schulklassen und Touristen leichter Zugang zum gemeinsamen mittelalterlichen Erbe erhalten.
Und zwar mit der Plattform KuLaDig des Landes Rheinland-Pfalz, die kulturhistorische Orte digital sammelt und öffentlich zugänglich macht, etwa in virtuellen Rundgängen. Das Kompetenzzentrum der SGD Süd betreut die Datenbank, während im Rahmen des Projekts weitere Burgen systematisch erfasst und miteinander vernetzt werden. Ziel ist es, auch weniger bekannte Anlagen stärker ins Bewusstsein zu rücken.
Für die SGD Süd hat das Projekt eine besondere Bedeutung. Präsident Professor Hannes Kopf betont, dass die Burgen eine gemeinsame Geschichte erzählen, die nicht an heutigen Grenzen endet, weshalb KuLaDig helfen soll, dieses Kulturerbe digital sichtbar zu machen. Das Projekt knüpft an das Vorgängerprogramm aus den Jahren 2023 bis 2025. Die SGD Süd will den Oberrhein als gemeinsame Burgenregion weiter profilieren sowie die Entdeckung der historischen Anlagen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz fördern.
Neu sind digitale 3D- und 4D-Modelle, die Burgen und Abteien in ihrer historischen Entwicklung zeigen. Besucher können die Bauwerke künftig noch intensiver entdecken, auch kleine Burgen. Zusätzlich entsteht auf der Hohkönigsburg eine Dauerausstellung über die Burgenregion am Oberrhein.
Geplant sind außerdem neue Kulturveranstaltungen und touristische Angebote. Die Partner wollen Menschen dazu bewegen, die Burgenlandschaft über Ländergrenzen hinweg zu erkunden, während digitale Informationen historische Zusammenhänge verständlicher machen. Präsident Kopf sieht darin großes Potenzial für Bildung und Tourismus.
Das Projekt läuft drei Jahre und verfügt über ein Gesamtbudget von 3,06 Millionen Euro. Rund 1,6 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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