Licht-Bild-Ton-Inszenierung der Stiftskirche Neustadt
Liebeserklärung an ein Wahrzeichen

Für die eindrucksvolle Licht-Dramaturgie zeichnete wie bei der Erstauflage im letzten Jahr der Theaterbeleuchtungsexperte Thomas Müller verantwortlich.
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  • Für die eindrucksvolle Licht-Dramaturgie zeichnete wie bei der Erstauflage im letzten Jahr der Theaterbeleuchtungsexperte Thomas Müller verantwortlich.
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Neustadt. Keine monumentale Lichtshow sollte es werden, sondern eine Liebeserklärung an das Wahrzeichen Neustadts: Wie man die Stiftskirche visuell und akustisch wirkungsvoll in Szene setzt, dabei gleichzeitig ihre Würde und Rolle als bau- und kunsthistorisch bedeutendes Zeugnis der „pfälzischen Gotik“ berücksichtigt, demonstrierte Regisseur und Drehbuchautor Norbert Dreyer in seiner am letzten Wochenende in mehreren „ausverkauften“ Aufführungen über die Bühne gebrachten Inszenierung „Kleiner Mond und Löwenstern“. Für sein faszinierendes Zusammenspiel von Licht, Klang, Text, Bild und Architektur konnte Dreyer auf die reiche Neustadter Kulturszene und ihre Protagonisten bauen.
Sämtliche am Gesamtkunstwerk beteiligten Künstler entstammten der Stiftskirchengemeinde und sorgten ganz im Sinne einer „wechselseitigen Erhellung der Künste“ für ein tieferes Verständnis der Stiftskirche, ihre Architektur und ihre Geschichte im Wandel der Zeit.
Für die Licht-Dramaturgie zeichnete wie bei der Erstauflauge im letzten Jahr der Theaterbeleuchtungsexperte Thomas Müller verantwortlich, musikalisch eindrucksvoll illustriert von Bezirkskantor Simon Reichert an der neuen Edskes-Orgel. Einen Löwenanteil am Erfolg des Projekts hatten die im Altarraum projizierten Fotoanimationen von Lukas Naasz.
Zu den Höhepunkten des Abends zählten die schauspielerisch mitreißenden Auftritte von Diakon Siggi Jung, der den „Hannes Ziegler“, eine Figur aus Michael Landgrafs Roman „Der Protestant“, verkörperte, sowie die glockenreine, wunderbar deklamierenden Stimme von Jana Frangart in der Rolle des „Kleinen Mondes“.
Besonders bewegend die Schluss-Sequenz mit Beethovens „Ode an die Freude“, kristallklar artikuliert von Jana Frangart als Symbol für die Überwindung von Grenzen im Zeichen von Menschlichkeit und Toleranz, in unserem Fall anspielend auf die zwischen dem protestantischen und katholischen Teil der Stiftskirche befindliche Trennmauer. Mittels einer Videobotschaft erhielten die Besucher dabei gleichzeitig einen Einblick von dem, was sich hinter dem großen Mosaik verbirgt.
Klangschön und stimmungsvoll eingeleitet wurde die in jeder Hinsicht außergewöhnliche Inszenierung von den Kurpfälzer Madrigalisten. pac

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