BriMel unterwegs
Frühling unter Palmen mit einem Benefizkonzert
- Rainers Finest und SansBaguette
- Foto: Johann-Peter Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Mutterstadt. Bereits zum vierten Mal war am 18. April das Palmenhaus im Autohaus Henzel Publikumsmagnet für das Benefizkonzert Rotary Clubs Limburgerhof/Vorderpfalz, und zwar wieder mit dem des A-Cappella-Quartett Rainer’s Finest und dieses Mal mit dem Duo SansBaguette als Gast. Motto: A Capella meets Chanson! Zur Freude der Organisatoren und KünstlerInnen war die Veranstaltung komplett ausverkauft. Den Auftakt machte die majestätische Orchesterfanfare von Universal Pictures „geblasen“ von Rainer’s Finest, denn auch dieses Quartett ist „Nur echt mit dem Gockel!“ Die Präsidentin vom Rotary Club Dr. Cora Friedberg betrat die Stage, begrüßte die Gäste und freute sich über das volle Haus. Der Abend stand unter dem Motto „Bildung schafft Zukunft“. Jungen Menschen im Rhein-Pfalz-Kreis sollen mit Bildungsprojekten neue Perspektiven eröffnet werden. Das musikalische Highlight „A cappella meets Chanson“ war als Benefizkonzert gedacht. Die Präsidentin begrüßte die Prominenz in der ersten Reihe wie Rolf Appel, Bürgermeister Andreas Poignée und das Ehepaar Vonhöne. Am 19.04.2026 gab es ein weiteres Benefiz-Konzert im Schlösschen in Limburgerhof und auch dieses war erfreulicherweise ausverkauft. Frau Dr. Friedberg wünschte allen einen schönen Abend und die Musiker durften nun ran.
Von Rainer’s Finest gab es ausschließlich ein neues Programm und den Anfang machte „Mein Bruder macht beim Tonfilm die Geräusche“ nicht nur mit vielen unterschiedlichen Geräuschen durch diverse mitgebrachte Accessoires, sondern auch mit ganz viel Mimik. Rainer Hartwig (Bass) stellte seine Damenriege vor mit Helena Pfaff-Vanecek (Tenor), Susanne Christensen (Hauptstimme) und Susanne Weber (Bariton), die seit 2019 gemeinsam singen. Die Frage ins Publikum, wer denn alles zum ersten Mal hier im Palmengarten sei, zeigte sich durch unzählige erhobene Finger. Beachtlich! Eine schöne alte Story sollte neu verpackt werden mit der legendären Route 66 und dem California Dream. Susanne Christensen kündigte das Lied „My Cup Runneth Over With Love“ an. Generell war viel Liebe im Raum. Helena habe viele Tiere zuhause, Susanne ihre Enkelkinder und Rainer seine Musik und allen würde viel Liebe geschenkt. Susanne Christensen freute sich, dass ihr Papa und Sohn heute hier im Publikum saßen. Noch einmal war eine Filmmusik Thema. Der Film war komplett am Computer animiert worden, nämlich „Toy Story“ im Jahre 1995, wohingegen die Musik noch echte Studiomusik war – Randy Newman’s „You’e Got A Friend In Me“. Heute gibt es für alles Mögliche ja die Künstliche Intelligenz, die einem die Arbeit abnimmt. Das Leben läuft aber nicht durchs Wohnzimmer ab, deshalb teilten „Rainer’s Finest“ ihren Gesang und ihre Emotionen hier und jetzt mit dem Publikum. Der erste Teil im ersten Teil des Konzerts sei nun fertig, meinte Susanne Christensen und Danksagungen seien immer ein Stimmungskiller, aber nichtsdestotrotz wollte sie allen Sponsoren herzlich danken, darunter auch denen, die heute einen Stand hier aufgebaut hatten. Das war zum einen das Reisebüro Eisele aus Limburgerhof, das einen Reisegutschein von 1000 Euro im Lostopf hatte, und zum anderen RE/MAX Optimal Immobilien. Bühne frei für das Duo SansBaguette!
Mit einem Hauch Paris und dem von Rainer Hartwig selbst kreierten Eiffelturm im Rücken betraten die aus dem Opernchor am Nationaltheater Mannheim stammenden Künstlerinnen Malaika Ledig-Schmid (Gesang) und Heidrun Arnegger (Piano) die Bühne. Die beiden charmanten Damen wollten ein Stück Frankreich in die Pfalz bringen. „Je chante“ von Charles Trenet heißt „Ich singe“ und auch das nächste Chanson war von ihm. Aus der Geramont-Käsewerbung kannte man auch das Lied „C’est si bon“, welches die Damen exzellent performten. Mit dem letzten Lied vor der Pause huldigten sie der grandiosen Sängerin Edith Piaf mit der Hymne „Sous le Ciel de Paris“ auf die französische Hauptstadt.
Während der eigentlich langen Pause wollte die Menschenschlange vor dem Gratis-Buffet nicht enden und auch bei den Getränken sah es nicht minder aus. Aber irgendwann sollte man dann auch weitermachen. „Willkommen zurück!“ mit Edith Piaf und „La vie en rose“ ging es weiter mit dem Duo SansBaguette und der Erklärung, wie sie zu diesem Namen gekommen waren. Eigentlich hieße es „Ohne Brot“, aber auch der Taktstock des Dirigenten heißt auf Französisch Baguette, so, also entschieden sie sich für diesen Namen. Von Jacques Brel performten sie „Douce France“, eine Liebeserklärung, und von Charles Trenet „La Mer“, dem letzten Stück von ihnen beiden heute Abend, woraufhin tosender Applaus erscholl. Es war Zeit für die Verlosung. Dirk Hoffmann vom Rotary Club sollte die Glücksfee spielen und das Glückslos ziehen, eines unter 111 verkauften Losen. Trommelwirbel – die Nummer 803 hatte gewonnen und große Freude war im Gesicht der Gewinnerin Frau Naumer zu sehen.
Nun kamen „Rainer’s Finest“ auf die Bühne und zwar mit einem Marsch, bei dem sie zuerst einmal ihre Rückseite zeigten. Es folgte ein kleines Experiment mit den Zuschauern. Mit Blasinstrumenten und diversen Geräuschen wollten sie das Publikum zur Rhythmusgruppe animieren. Allerdings war es ein ganz neues Lied und gleich mit fünf verschiedenen „Rhythmen“ ergo fielen das Getrampel, das Sandpapier und die spitzen Schreie etwas gedämpft aus. An der „Rhythm Combo“ muss man noch ein bisschen üben. Das Lied „Mambo“ von Herbert Grönemeyer und Jeremias über die Parkplatzsuche in dem aufgeheizten Auto kannte man dann wieder und Susanne Christensen hielt tapfer das Lenkrad in der Hand. Auch wenn es mal „ausrutschte“, war die Situation keine Katastrophe und im Neuansatz perfekt. Gibt es einen Menschen, der uns in kritischen Situationen die Hand reicht? Ja, es wäre schön, wenn jeder so einen Menschen hätte. Noch ganz emotional berührt wendete sich Susanne Christensen mit einem tief empfundenen Dankeschön an die Gastgeber des heutigen Abends Martin und Anita Henzel und ihre Mitarbeiter. Sie alle haben diesen Abend hervorragend gemeistert. Martin Henzel hatte selbst eine sehr schwere Zeit hinter sich, in der seine Frau Anita und Tochter Kathrin „den Laden geschmissen haben“. Immer noch nicht ganz genesen bekam seine Frau als kleine Wertschätzung einen Blumenstrauß überreicht. Rührende Umarmungen auf der Bühne und viel Applaus für diese starke Frau folgten. „You raise me up“ von Josh Groban klang vierstimmig wunderwunderschön und bescherte Gänsehaut und auch ein paar Tränchen hie und da. Jede einzelne Stimme war so besonders. Man hätte einen Stift fallen hören, so ruhig war es im Palmenhaus. Noch ein Programmhinweis zu den Auftritten von „Rainer’s Finest“ am 24.10. im Karolinenhof in Carlsberg-Hertlingshausen, am 28.11. „Swinging Christmas“ in der Kulturkapelle in Limburgerhof und am 29.11. eine Soirée im Cafe Leeze in Bad Dürkheim-Ungstein (www.rainers-finest.de). Den großen allumfassenden Spruch wollten sie anderen überlassen mit den berühmten letzten Worten. Am Ende standen alle Sängerinnen und der einzelne Herr gemeinsam auf der Bühne. Kleine Präsente durch die Rotary Präsidentin überreicht wechselten sechs Paar Hände mit einer ganzen Prise Humor. Aber natürlich mussten noch Zugaben her. „Aux Champs-Elysées“ von Joe Dassin sangen alle sechs SängerInnen gemeinsam und auch das Publikum stimmte mit ein. Die Rosen des Abends fanden sich alle im Abendkleid von Malaika Ledig-Schmid wieder. Die zweite Zugabe kam aus dem Amerikanischen, ist die Welthymne aller A Capella-Sänger und somit weltbekannt unter dem Titel „Keep the whole world singing“ und sollte den wundervollen Abend abschließen. (mel).
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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