Neues aus der Gemeinde Mutterstadt
Die Kerwe 2026 – Superstimmung und viel Neues
- Foto: Gemeinde Mutterstadt
- hochgeladen von Michael Hemberger
Die Kerwe-Gemeinschaft hat durch die Erfahrungen der Vorjahre einen perfekten Ablauf für alle Besucher der Zeltkerwe gewährleistet. So konnte man den Zeltbesuchern auf dem Herbert-Maurer-Platz rund um den Brunnen und den Gästen auf dem Messplatz wieder einiges bieten.
Die offizielle Eröffnung der 45. Kerwe oblag dem Bürgermeister Thorsten Leva. In seiner Eröffnungsrede begrüßte er alle Gäste aus Nah und Fern, die zur Mutterstadter Kerwe angereist waren. Er bedankte sich explizit bei der Kerwe-Gemeinschaft und allen ehrenamtlichen Helfern, die mit ihrem Einsatz dieses Fest erst möglich machten. Nachdem alle vorgesehenen Programmpunkte sowie die Thematik der diesjährigen Kerwe-Ausstellung im Historischen Rathaus vorgestellt waren, wurde die Kerwe für eröffnet erklärt. Kurz nach der Eröffnungsrede ging der traditionelle Freibier-Fass-Anstich vonstatten. Bürgermeister Thorsten Leva zapfte, nach einigen technischen Hindernissen, gut geübt mit Unterstützung von Sebastian Schulz, der Ersten Beigeordneten Andrea Franz, der Zweiten Beigeordneten Yvonne Wittmann und der Dritten Beigeordneten Birte Bretz in gewohnter Manier an. Genügend Abnehmer für das kühle, frische Nass standen schon Schlange. Während das Freibier floss begann auch schon die Party-Band „PUSH-Band“ mit mächtigem Sound die Leute im Festzelt zu unterhalten. Die Begeisterung der Zuschauer drückte sich im späteren Verlauf mit lauten Gesängen und Tänzen auf den Bänken bis in den späten Abend aus.
Der Sonntag begann inzwischen traditionell mit einem ökumenischen Kerwe-Gottesdienst im Festzelt. Das sehr gut gefüllte Zelt wurde vom protestantischen Pfarrer Knut Trautwein, dem katholischen Pfarrer Michael Hergl sowie Jürgen Reichert und Christian Grigorivici von der Evangelischen Freikirche herzlichst begrüßt. Der Gottesdienst wurde von der Band „Lobpreisteam“ musikalisch begleitet. Das Thema lautete „Hoffnung für die Zukunft?!“. Der wieder sehr erfrischend leichte Gottesdienst war geprägt durch viel gemeinsamen Gesang, als auch durch die Harmonie der drei kirchlichen Gemeinden. So wurden nach Fürbitten, dem gemeinsamen „Vater unser“, Infos für kommende kirchliche Veranstaltungen und dem Abschlusssegen alle Besucher in den bevorstehenden Kerwe-Sonntag entlassen.
Um 13 Uhr begann in der Ludwigshafener und Neustadter Straße der verkaufsoffene Sonntag des Gewerbevereins Mutterstadt. Mit dabei waren erneut die Ausstellungen der Oldtimerfreunde Dannstadt und Umgebung sowie dem Freundeskreis der Oldtimer-Motorräder. Beim verkaufsoffenen Sonntag stellten sich viele Betriebe des Gewerbevereins sowie eingeladene Vereine und Institutionen den Besuchern vor. So gab es z.B. handwerkliche Vorführungen (auch zum Mitmachen), eine Tanz-Vorführung, aber auch nützliche Informationen, Beratungen und Vorführungen für die interessierten Besucher.
Der „WOIFESCHDKÄNISCH“ übernahm an diesem Abend erstmals das Unterhaltungsprogramm auf der Bühne im Festzelt. Für den Kerwe-Sonntag war in diesem Jahr das Festzelt außergewöhnlich gut gefüllt und die Stimmung der Gäste auf einem begeisterten Level.
Den abschließenden Montag begann traditionell der Frühschoppen der Mutterstadter Betriebe, Vereine und Freunde.
Eine weitere Neuerung war der 1. Kerwelauf. Die ca. 1,2 km lange Strecke wurde von den Kindern einmal umrundet. Als Belohnung gab es vom Radhaus Koch für jedes Kind, welches die Ziellinie überläuft eine „Finisher-Prämie“ von 10 Euro. Alle 16 hatten es am Ende geschafft und somit ein schönes Kerwegeld bekommen. Die Erwachsenen liefen die Strecke fünf Mal, also eine Distanz von insgesamt 6 km. Auch hier stand der Spaß im Vordergrund. Von jung bis ins hohe Alter schafften alle 41 Starter die Aufgabe. Prämiert wurden die ersten drei bei den Frauen und den Männern.
Beim diesjährigen, dem 43. Kerwe-Radrennen, wurde Sicherheit wieder sehr groß geschrieben. Das extra dafür engagierte Sicherheitspersonal musste abermals die gesamte Strecke überwachen. Trotzdem verirrte sich wieder so mancher Fahrrad-Fahrer, E-Scooter oder Fußgänger auf die Rennstrecke. Dies sorgte abermals für so manches Kopfschütteln und hektische Aufregung bei der Rennleitung.
Das erste Radrennen startete pünktlich um 16.30 Uhr. Vorher wurde mit einer Schweigeminute dem früheren Organisator und leider verstorbenen Dieter Köppe gedacht. Danach ging es wieder um den Preis der Gemeinde Mutterstadt und der Sparkasse Vorderpfalz. Es wurden 48 Runden über ca. 1,2 Kilometer Länge gefahren. Den Startschuss gab Lara Tabbouch von der Sparkasse Vorderpfalz. Gewonnen hat Balthasar Waldmüller (RV Concordia Reute), 2. Platz Louis Joos (MRSC Ottenbach) und 3. Platz David Jesse (Team Tellerbunte Knete, Frankfurt).
Im zweiten Rennen um den Großen Preis der Firma Zeller-Recycling, der Klassen A und B, welches von Andreas Zeller gestartet wurde, ging es über 55 Runden. Man konnte anhand der Rundenzeiten und sehr hohen Geschwindigkeiten wieder ein spektakuläres und spannendes Rennen verfolgen. Der erste Platz ging hier an Olivier Leroy (RSC Kempten e.V.). Der zweite Platz an Marc Dörrie (Team Möbel Ehrmann). und den dritten Platz belegte Eiko Belitz (Equipe Stuttgart-Vaihingen).
Am letzten Abend im und um das Kerwe-Zelt wurde den Besuchern von der Party-Rock-Band „HOSSA“ eingeheizt. Zum Schluss nochmal allerbeste Stimmung und Unterhaltung.
Auf dem Messplatz, der von Freitag bis Montag geöffnet war, konnten sich die Schausteller über sehr regen Besuch freuen. Die vier Tage war der Messplatz immer sehr gut besucht, so dass Groß und Klein ihren Spaß hatten. Natürlich auch wegen der großen Auswahl an Speis‘ und Trank sowie den süßen Köstlichkeiten, die man auch gerne mal mit nach Hause nahm. Auch dieses Jahres war der musikalische Beitrag auf dem Messplatz ein Highlight. Die Band „who2ladies?“ rockte auf der extra für einen Tag aufgebauten Bühne den trotz Regen fast voll besetzten Platz.
Die 45. Mutterstadter Zelt-Kerwe verlief insgesamt wieder unter besten Voraussetzungen und glücklicherweise ohne größere Zwischenfälle. Das Wetter spielte im Großen und Ganzen mit und es war wieder eine tolle Stimmung. Es gab erneut viele gut gelaunte Besucher sowie erschöpfte, aber zufriedene ehrenamtliche Helfer und Organisatoren. Somit ist die Vorfreude auf die nächste Kerwe bei allen wieder einmal sehr groß. Einen Wehrmutstropfen kann man jedoch nicht unerwähnt lassen: Viele Besucher ärgerten sich lautstark über die doch sehr hohen Preise auf dieser Kerwe. „Die Preise haben fast Wurstmarkt-Niveau. Hoffentlich bleibt das nicht so“, war sehr oft zu hören.
Autor:Michael Hemberger aus Mutterstadt |
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