Hitzekarten zeigen, wo es im Stadtgebiet heiß ist und wo Winde wehen
- Hitzespots und kühle Straßenzüge in Ludwigshafen finden: Die Karten der LfU sind öffentlich einsehbar.
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Ludwigshafen. Hitzekarten in Rheinland-Pfalz zeigen jetzt die Hitzebelastung für einzelne Straßenzüge und Gebäude an. Dabei ist es nicht überall im Stadtgebiet gleich heiß.
Die Karten weisen aus, welche Areale Hitzehotspots sind und welche Straßenzüge durch die Nähe zu Parks oder Seen kühler bleiben. Die Temperaturen werden dabei im Vergleich zur jeweiligen Durchschnittstemperatur in der Kommunen oder Stadt angegeben. Gilt eine Stadt ohnehin als besonders heiß, wie Ludwigshafen, liegt auch ihre Durchschnittstemperatur höher. Diese Unterschiede lassen sich jedoch herausrechnen, sodass die Daten gemeindeübergreifend zusammengeführt wurden und damit vergleichbar sind.
Die Oberflächentemperatur allein ist allerdings nicht ausschlaggebend dafür, wie stark die Hitzebelastung empfunden wird. Gleichzeitig müssen Frischluftschneisen berücksichtigt werden. Fehlen diese, staut sich die aufgeheizte Luft in der Stadt, sie steht tagsüber. Sie kann auch in höheren Luftschichten nicht ausreichend aufsteigen, aufgrund von unnatürlichen Luftdichteunterschieden, während Winde, etwa aufgrund von Höhenunterschieden oder Tallagen, die Wärme nicht abtransportieren. Man spricht dann von einer Hitzeglocke. Die darunterliegenden Areale bilden sogenannte innerstädtische Hitzeinseln.
Auch die Frischluftschneisen sind in den Karten ersichtlich. Sie finden sich unter dem Menüpunkt „Kaltluft“ nach dem Anklicken aller Kästchen. Ausgewiesen werden dabei Areale, die von Frischluftschneisen profitieren. Dazu zählen unter anderem Teile von Rheingönheim, Oggersheim und Maudach.
Die Karten können Bewohnern helfen einzuschätzen, wo Hitzeschutz am Gebäude besonders sinnvoll ist, wo sich ältere Menschen tagsüber am besten aufhalten können und welche Orte Kleinkinder tagsüber nicht für längere Aufenthalte nutzen sollten.
Die Karten sind jedoch deutlich ungenauer als solche, die Stadtplanern ihren Rahmenplänen zugrunde legen und die Umweltämter nutzen.
Eine erste Anleitung zur Einsicht in die Oberflächentemperaturen gibt es unter https://www.youtube.com/watch?v=t6GoeaWRD_0. Das Kartenmaterial steht unter https://lfu.rlp.de/startseitenbeitraege/2024/karten-zeigen-cold-und-hotspots-in-rheinland-pfalz bereit. jg
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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