Klinikum Ludwigshafen
Hochschule Ludwigshafen begleitet Pilotprojekt „Versorgt zu Hause“

Frank Ratzlaff, Prof. Dr. Klaus Blettner und Jan Stanslowski (v.l.n.r) | Foto: Klinikum Ludwigshafen
  • Frank Ratzlaff, Prof. Dr. Klaus Blettner und Jan Stanslowski (v.l.n.r)
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Ludwigshafen. Pressemitteilung 02.09.25 – Mit dem Pilotprojekt „Versorgt zu Hause“ setzen die Ludwigshafener Firma ME Medicus Holding, die Hochschule für Wissenschaft und Gesellschaft sowie das Klinikum Ludwigshafen (KliLu) gemeinsam neue Maßstäbe für die sektorenübergreifende Versorgung älterer Menschen. Ziel ist es, Patient*innen nach einem Krankenhausaufenthalt einen reibungslosen Übergang in die häusliche Pflege zu ermöglichen – durch klar definierte Abläufe, feste Ansprechpartner*innen und digitale Unterstützungsangebote. Wissenschaftlich begleitete wird das Projekt von Prof. Dr. Klaus Blettner von der Hochschule für Wissenschaft und Gesellschaft Ludwigshafen, der dort die Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing innehat.

„Die Notwendigkeit neuer Versorgungskonzepte ist unübersehbar“, sagt Frank Ratzlaff, Geschäftsführer von MD Medicus. Ende 2023 lebten in Deutschland rund 5,7 Millionen pflegebedürftige Menschen, von denen 86 Prozent zu Hause versorgt wurden. Bis 2049 wird ein zusätzlicher Bedarf von bis zu 690.000 Pflegekräften prognostiziert.

MD Medicus und die Hochschule für Wissenschaft und Gesellschaft setzen genau dort an: Unter dem Projektnamen „Versorgt zu Hause“ haben sie ein Konzept entwickelt, das es Patient*innen ermöglicht, das Krankenhaus früher zu verlassen und in der Folge länger zu Hause im vertrauten Umfeld zu bleiben, um auch die Unterbringung in eine der stationären Pflegeeinrichtung deutlich hinauszuzögern oder sogar zu vermeiden.

Die häusliche Betreuung ist individuell nach ihren Bedürfnissen nahtlos an den Krankenhausaufenthalt angegliedert. Die Voraussetzungen hierfür werden dabei noch während des Klinikaufenthalts geschaffen. Denn hier werden Bedarfe und Risiken systematisch erfasst.

Erprobt wurde das Konzept im Klinikum Ludwigshafen. In der dortigen Rheumatologie, in der Nephrologie sowie in der Pneumologie wurden Patient*innen mit sogenannten Drehtüreffekten – also Betroffene, die nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus aufgrund unzureichender Nachsorge oder fehlender Unterstützung bald wieder stationär aufgenommen werden müsse – betreut.

Wissenschaftlicher Beitrag: Künstliche Intelligenz

Einen besonderen Impuls erhielt das Projekt durch die Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Klaus Blettner von der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen. Zusammen mit seinem Team brachte er seine Expertise in Künstlicher Intelligenz ein. Dazu gehörten KI-gestützte Analysen zur Risikoerkennung, zu Wiedereinweisungsrisiken und Frühwarnsysteme für kritische Situationen. „Die Pilotphase erfolgt unter strengsten wissenschaftlichen Kriterien und konzentriert sich auf zentrale Qualitätsindikatoren – allesamt unter strikter Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben“, sagt Prof. Dr. Klaus Blettner. Diese sind:

· 30-Tage-Wiedereinweisungen

· Ungeplante Notaufnahmen pro 100 Teilnehmende

· Zeit bis zur Erstversorgung zu Hause

· Zeit bis zur Bereitstellung verordneter Leistungen

· Zufriedenheit von Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Diensten

Strukturierte Übergänge und digitale Unterstützung – Erfolg bestätigt Pilotprojekt
„Definitiv profitieren alle von der Beratung und dem Austausch“, bilanziert der geschäftsführende Oberarzt der Medizinischen Klinik B des KliLu Dr. Armin Schwarz. Der gemeinsam mit Patient*innen, Angehörigen sowie dem ärztlichen und dem pflegerischen Dienst entstehende individuell Versorgungsplan habe schon jetzt bei mehreren Patient*innen zu einer verkürzten Krankenhausaufenthaltsdauer geführt.

„Das Projekt ‚Versorgt zu Hause‘ in dieser Vielfältigkeit umzusetzen, war nur möglich durch die wertvolle Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Blettner und dem KliLu, die es ermöglicht, Patient*innen zu Hause mit noch weniger Risiken und umfassender im Alltag zu betreuen“, so Frank Ratzlaff. „Über die Bedeutung der notwendigen Pflege durch die Pflegedienste hinaus, ergänzt MD Medicus mit eigenen Ärzt*innen und weiteren medizinischem Fachpersonal rund um die Uhr in stets erreichbaren Servicezentralen die Patient*innen, wobei hier die Telemedizin, Digitalisierung sowie zeitnah verfügbare ärztliche Videosprechstunden bis hin zur Rezeptverordnung und der Organisation zur Lieferung von Medikamenten eine zunehmende Rolle einnehmen“, so Ratzlaff weiter.

Für eine begrenzte Teilnehmerzahl, die auch die ergänzenden Leistungen in Anspruch nehmen kann, ist die Mitwirkung über die Projektzeit kostenlos möglich. Zur wissenschaftlichen Auswertung ist nach dem Projekt eine kurze telefonische Befragung erwünscht. Nähere Informationen unter 0621-540-0-1218.

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Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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