Gut besuchte Infoveranstaltung zur Kunst im Grünen
Gemeinsam die KiG 2019 „wuppen“

Die Kunst im Grünen soll in diesem Jahr das Werk vieler Hände Arbeit werden. Unser Foto zeigt die Konturen der Wabe, die bereits abgesteckt sind.
  • Die Kunst im Grünen soll in diesem Jahr das Werk vieler Hände Arbeit werden. Unser Foto zeigt die Konturen der Wabe, die bereits abgesteckt sind.
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Reipoltskirchen. Die Zeichen stehen gut dafür, dass die Kunst im Grünen (KiG) dank zahlreicher ehrenamtlicher Helfer auch 2019 und darüber hinaus stattfinden kann. Rund 50 Interessierte waren vergangener Woche einer Einladung von Diethelm Rünger und Walter Graser, den langjährigen Initiatoren der Kunst im Grünen, gefolgt und ließen sich in der Malschule auf der Wasserburg aus erster Hand über das für dieses Jahr geplante Projekt informieren – nicht wenige davon sicherten auch ihre tatkräftige Unterstützung zu.

Von Jürgen Link 

Denn ohne ehrenamtliche Hilfe in der Form von Muskelkraft und ohne finanzielle Unterstützung von einer breiten Basis wird die Kunst im Grünen in diesem, wie in den kommenden Jahren nicht weiterexistieren können, verdeutlichte Diethelm Rünger, der das vergängliche Freiluftprojekt 2005 ins Leben gerufen hat. Wie berichtet hat sich der Kreis in diesem Jahr aus der Federführung des Projektes verabschiedet, weshalb sich Rünger und seine Mitstreiter im vergangenen Jahr dazu entschlossen haben, das Projekt in Eigenregie und auf freiwilliger Basis fortzuführen.
In den vergangenen Monaten sei es gelungen, das Netzwerk von Unterstützern neu zu knüpfen und zu verdichten, verdeutlichte Rünger und stellte erfreut fest, dass die Finanzierung des Projektes in trockenen Tüchern ist. Was nun noch fehle, sei die nötige Manpower, denn die Kunst im Grünen könne ohne zupackende Hände im wahrsten Wortsinn nicht gedeihen, so Rünger, der im Folgenden die konkreten Arbeitsschritte skizzierte, die notwendig sind, damit über den Sommer am Hang über Reipoltskirchen das diesjährige Projekt erblühen kann (das Wochenblatt berichtete bereits).
Walter Graser stellte das künstlerische Konzept vor, das der Kunst im Grünen zugrunde liegt und das mit dem Thema Insekten ein brandaktuelles Anliegen aus dem Naturschutz aufgreift. Ohnehin will man die Kunst im Grünen in Zukunft deutlich intensiver als bisher mit dem Natur- und Umweltschutz verknüpfen und für deren Belange sensibilisieren. So seien Biene und Wurm, die in diesem Jahr in einer stilisierten Wabe zu sehen seien, sowie die Wildblumen, die gepflanzt werden sollen, stellvertretend gewählt worden, um auf die Problematik rund um das Insektensterben hinzuweisen.
Gleichzeitig stehe die Wabe für die Nachhaltigkeit in der Natur und in der Kunst, biete sie doch die Möglichkeit, durch das Schaffen einer neuen Wabe im kommenden Jahr sowohl thematisch als auch ganz praktisch an das aktuelle Thema anzuknüpfen, blühten doch die in diesem Jahr gepflanzten Wildblumen auch im kommenden Jahr wieder auf.
Gleichzeitig, so Rünger und Graser, verknüpfe man die Kunst im Grünen mit aktivem Naturschutz, hole man sich doch bei der Umsetzung jede Menge Fachwissen von Seiten der Naturschutzverbände ins Boot, die durch verschiedene Aktionen rund um die Kunst im Grünen und rund um das Landschaftsbild über das Sommerhalbjahr hinweg als Multiplikatoren dienen und ihr Wissen weitergeben könnte.
Auch einen konkreten Termin konnte Rünger bereits nennen. Nach Absprache mit dem Restaurant in der Wasserburg werde die Vernissage zur Kunst im Grünen am Sonntag, 16. Juni, also eine Woche nach Pfingsten, stattfinden. Die Finissage sei für September geplant. Die Koordination der einzelnen Arbeiten müsse sich naturgemäß an den Witterungsverhältnissen orientieren und können deshalb erst relativ kurzfristig konkret geplant werden. Kontakt halten wolle man mit allen, die anpacken wollen, vorzugsweise per E-Mail, kündigte Rünger an.
Zu Beginn der Veranstaltung sicherte Jörg Müller, Beigeordneter von Reipoltskirchen, die Unterstützung der Ortsgemeinde zu, die anstelle des Landkreises Kusel in diesem Jahr die Trägerschaft für die Kunst im Grünen übernimmt. „Für die Ortsgemeinde war es keine Frage, dass wir hinter dem Projekt stehen, als uns Diethelm Rünger sein Vorhaben erläuterte“, sagte Müller. Kunst im Grünen sei so etwas wie ein Markenzeichen, das mittlerweile weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt sei und damit auch der Wasserburg und der Gemeinde Reipoltskirchen zu größerer Bekanntheit verholfen habe. Müller zeigte sich sehr zuversichtlich, dass es dank der erfreulichen Mitarbeiter vieler ehrenamtlicher Helfer auch 2019 gelinge, die Kunst im Grünen „zu wuppen“. jlk
Hinweis:

Interessenten, die bei der Kunst im Grünen mit anpacken wollen, können sich bei Diethelm Rünger unter der Telefonnummer 06364 212 melden.

Autor:

Jürgen Link aus Lauterecken-Wolfstein

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