Neuer Schnellladepark für Landstuhl: EnBW setzt auf Tempo und Technik
- Unter dem Solardach entstehen in der Bruchwiesenstraße vier Schnellladesäulen mit insgesamt acht Ladepunkten. Der neue EnBW-Schnellladepark befindet sich derzeit im Bau.
- Foto: Erik Stegner
- hochgeladen von Erik Stegner
Hohe Ladeleistung, moderne Technik, Ausbauperspektive: Was der neue Standort für E-Autofahrer in und um Landstuhl bedeutet.
Von Erik Stegner
Landstuhl. Der neue Schnellladepark in der Bruchwiesenstraße nimmt konkrete Formen an. Der Energiekonzern EnBW baut in der Sickingenstadt einen modernen Ladepark für Elektrofahrzeuge. In Landstuhl entstehen vier High-Power-Charging-Schnellladesäulen und damit insgesamt acht Ladepunkte.
Acht Ladepunkte mit bis zu 400 Kilowatt Ladeleistung
Auf Wochenblatt-Anfrage bestätigte EnBW-Pressesprecher Samy Abdel Aal, dass sich der Schnellladepark derzeit im Bau befindet. Ein konkreter Termin für die Inbetriebnahme stehe zwar noch nicht fest, diese sei jedoch im Verlauf des Frühjahrs vorgesehen. Zu den Investitionskosten machte EnBW keine Angaben. Die neuen Ladepunkte sollen eine Leistung von bis zu 400 Kilowatt bieten und damit der derzeit höchsten Leistungsklasse entsprechen. Je nach Fahrzeug könnten so innerhalb von rund 15 Minuten bis zu 400 Kilometer Reichweite nachgeladen werden.
- Noch verhüllt, aber schon installiert: Unter dem Solardach stehen die neuen EnBW-Schnellladesäulen. Die Inbetriebnahme des neuen Standorts ist für das Frühjahr vorgesehen.
- Foto: Erik Stegner
- hochgeladen von Erik Stegner
EnBW setzt auf Komfort, Sicherheit und gute Lage
Der Standort sei Teil des bundesweiten EnBW-HyperNetzes, das entlang von Fernverkehrsrouten, im urbanen Raum sowie an stark frequentierten Handels- und Gewerbestandorten ausgebaut werde. Neben der Lage und einem gut entwickelten Umfeld lege EnBW großen Wert auf die Ausstattung seiner Ladeparks. So verfügen die Schnellladeparks grundsätzlich über Beleuchtung und Kameraüberwachung. Wenn es logistisch möglich ist, werden sie zudem mit einer großzügigen Überdachung errichtet. In unmittelbarer Nähe des neuen Schnellladeparks gibt es Angebote zum Essen und Trinken. Weitere gastronomische und Imbissangebote befinden sich im näheren Umfeld und sind fußläufig oder mit kurzer Fahrt erreichbar – ebenso Möglichkeiten für einen schnellen Einkauf.
- Hebebühnen und Arbeitsgeräte stehen noch unter dem Solardach: Der neue EnBW-Schnellladepark in Landstuhl ist klar erkennbar, die Technik wird derzeit installiert.
- Foto: Erik Stegner
- hochgeladen von Erik Stegner
Stadt Landstuhl treibt Ausbau der Ladeinfrastruktur voran
Es sei im Sinne der Verwaltung, die Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge in der Stadt Zug um Zug auszuweiten, erklärte Stadtbürgermeister Mattia De Fazio. So wurden beispielsweise beim Ausbau des Wasgaumarktes in der Lindenstraße neue Lademöglichkeiten geschaffen. Im Zuge der Sanierung der Kaiserstraße wurden zudem für die geplanten Elektro-Ladesäulen am Bahnhof zusätzliche 20-Kilovolt-Stromleitungen von der Eisenbahnstraße durch die Kaiserstraße bis zur Wiesenstraße verlegt. Auch werde geprüft, in Stadtteilen und Gemeinden – wie beispielsweise Landstuhl-Atzel – weitere Lademöglichkeiten zu schaffen, sagte De Fazio.
- Absperrungen, Arbeitsfahrzeuge und noch verhüllte Technik: Der neue EnBW-Schnellladepark in der Bruchwiesenstraße befindet sich derzeit im Bau.
- Foto: Erik Stegner
- hochgeladen von Erik Stegner
Der Anschluss der neuen Schnellladestation erfolgt über das Netz der Pfalzwerke. EnBW ist dort – wie andere Gewerbekunden in der Region – als regulärer Netznutzer registriert. In dieser Woche wurden in der Bruchwiesenstraße die notwendigen Arbeiten für den Stromanschluss durchgeführt (wir berichteten). Die Stadt Landstuhl hatte dem Projekt nach Prüfung durch die Stadtwerke zugestimmt und die Genehmigung erteilt.
EnBW verfolgt bundesweiten Ausbau bis 2030
EnBW plant seine Schnellladeparks in der Regel so, dass sie bei steigender Auslastung erweitert werden können. Bis zum Jahr 2030 sieht das Unternehmen den Aufbau von bis zu 20.000 Schnellladepunkten vor. Als Marktführerin betreibt EnBW bereits heute mehr als 8.000 Schnellladepunkte an über 1.700 Standorten in Deutschland. Die Schnellladeparks sind in der Regel mit Photovoltaikanlagen auf den Dächern ausgestattet. Der vor Ort erzeugte Solarstrom unterstützt den Eigenbedarf des Standorts. Zudem betreibt EnBW alle Ladepunkte mit einhundert Prozent Ökostrom.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.