Neuer Kreisel am Pallmanns Eck: So soll Landstuhl ein neues Wahrzeichen bekommen
- Der Plan zeigt das vom Stadtrat beschlossene Gestaltungskonzept für den neuen Kreisverkehr am Pallmanns Eck. Vorgesehen sind unter anderem eine Skulptur als „Tor zur Sickinger Höhe“, historische Bezüge und eine teilweise begrünte Innenfläche.
- Foto: BBP Stadtplanung/Obermeyer
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Der neue Kreisverkehr am Pallmanns Eck soll künftig weit mehr sein als nur eine Verkehrslösung. Der Stadtrat in Landstuhl hat ein Gestaltungskonzept beschlossen, das den zentralen Ort im Zuge des Umbaus der Kaiserstraße zu einem identitätsstiftenden Stadtraum machen soll. Geplant sind unter anderem eine markante Skulptur, historische Bezüge und eine bewusst nicht vollständig versiegelte Innenfläche.
Von Erik Stegner
Landstuhl. Wer aus Richtung Kaiserslautern in die Stadt fährt, wer vom Bahnhof kommt oder aus der Innenstadt hinaus will – fast jeder Weg durch Landstuhl führt am Pallmanns Eck vorbei. Was bislang vor allem als verkehrsreicher Knotenpunkt wahrgenommen wird, soll künftig mehr sein als nur Durchgangsstation: Der neue Kreisel soll zu einer Visitenkarte der Stadt werden. Der Kreisverkehr ersetzt die bisherigen Ampelanlagen und soll den Verkehrsfluss zwischen Kaiserstraße und Ludwigsstraße verbessern. Doch früh war klar, dass hier nicht nur Asphalt und Bordsteine entstehen sollen. Die Innenfläche soll bewusst gestaltet werden – als Ort mit Wiedererkennungswert.
- Ein neues Wahrzeichen für Landstuhl? Die Visualisierung zeigt, wie das Pallmanns Eck nach dem Willen des Stadtrats künftig aussehen soll – mit einem markanten Stadttor, historischen Bezügen und neu gestalteter Kreiselinnenfläche.
- Foto: Grafik: Obermeyer/BBP
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Stadtrat macht den Kreisel zur Schlüsselstelle
„Der Umbau der Kaiserstraße ist eines der wichtigsten Stadtentwicklungsprojekte der letzten Jahrzehnte. Der Kreisel am Pallmanns Eck ist dabei ein Schlüsselpunkt, weil er an einer sehr zentralen und geschichtsträchtigen Stelle unserer Stadt liegt“, betont Stadtbürgermeister Mattia De Fazio. Ursprünglich war vorgesehen, die Kreiselinnenfläche weitgehend zu pflastern, um sie bei Veranstaltungen flexibel nutzen zu können. Von diesem Ansatz ist der Stadtrat bewusst abgerückt. „Wir haben uns ganz bewusst gefragt, ob wir eine zentrale Stelle im Stadtbild dauerhaft versiegeln wollen, nur um sie an wenigen Tagen im Jahr anders nutzen zu können. Der Stadtrat war sich einig, dass dieser Ort mehr verdient“, so De Fazio. Ziel sei es, die Wiedererkennbarkeit Landstuhls zu stärken.
Geschichte und Identität als Grundlage der Planung
Neben dem bauleitenden Ingenieurbüro Obermeyer aus Kaiserslautern wurde das Büro BBP Stadtplanung eingebunden, das in Landstuhl bereits mehrere zentrale Plätze gestaltet hat. Die Planer setzten sich intensiv mit Geschichte und Identität der Stadt auseinander und entwickelten mehrere Entwürfe, die in einem Workshop mit Stadtrat und Bauverwaltung diskutiert wurden. Das nun beschlossene Konzept ist das Ergebnis dieses Prozesses.
Skulptur als künftiges „Tor zur Sickinger Höhe“
Herzstück der Planung ist eine rund fünf Meter hohe, beleuchtete Skulptur aus Cortenstahl. Sie ist als abstraktes Stadttor oder Turm gedacht und soll künftig schon aus der Entfernung ins Auge fallen. „Landstuhl ist für viele Menschen das Eingangstor zur Sickinger Höhe. Dieses Motiv greifen wir bewusst auf. Die eckige Form verweist zugleich auf das Pallmanns Eck und lässt Raum für eigene Deutungen“, erklärt De Fazio.
- So präsentiert sich das Pallmanns Eck derzeit: Im Zuge des Umbaus der Kaiserstraße entsteht hier der neue Kreisverkehr, der künftig nicht nur verkehrlich, sondern auch gestalterisch eine zentrale Rolle spielen soll.
- Foto: Stadt Landstuhl
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Ritterfigur und Sandstein verweisen auf die Geschichte
Ergänzt werden soll die Skulptur durch eine historische Figur mit Bezug zur Stadtgeschichte. „Sehr wahrscheinlich wird es auf einen Ritter hinauslaufen, der Franz von Sickingen in abstrakter Form darstellt. Ob zu Pferd oder stehend, wird derzeit noch geprüft“, so der Stadtbürgermeister. Ein Sandsteinfindling soll zusätzlich an die regionale Baukultur erinnern, die das Stadtbild Landstuhls bis heute prägt.
Begrünung soll Stadtklima verbessern
Die Kreiselinnenfläche wird nicht vollständig versiegelt. Nur etwa ein Viertel erhält einen Natursteinbelag, der übrige Bereich soll begrünt werden. „Eine nicht vollständig versiegelte Fläche wirkt sich positiv auf das Mikroklima aus, verbessert die Versickerung und reduziert Hitzebelastungen im innerstädtischen Bereich“, erklärt De Fazio. Der Kreisverkehr erhält einen Durchmesser von rund elf Metern sowie einen etwa zwei Meter fünfzig breiten, überfahrbaren Außenring. Dafür soll historisches Pflaster verwendet werden, das beim zweiten Bauabschnitt der Kaiserstraße freigelegt wurde und vermutlich aus den 1920er Jahren stammt.
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Funktion bleibt – Gestaltung kommt hinzu
Ergänzend sind Strom- und Wasseranschlüsse sowie eine Informationstafel vorgesehen. Gleichzeitig macht der Stadtbürgermeister deutlich: „Eine Kreisverkehrsanlage ist und bleibt eine Verkehrsfläche. Die Innenfläche ist keine Aufenthaltsfläche.“
Eine neue Visitenkarte für Landstuhl
Mit dem Beschluss sieht der Stadtrat eine ausgewogene Lösung zwischen Verkehrsfunktion, Stadtbild, Umweltaspekten und historischer Identität. „Der Kreisel am Pallmanns Eck soll nicht nur den Verkehr ordnen, sondern als hochwertige Visitenkarte im Herzen unserer Stadt wirken“, fasst De Fazio zusammen. Die weitere Ausarbeitung erfolgt nun durch das Planungsbüro. Über die nächsten Schritte will die Stadt die Bürger weiterhin informieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
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Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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