Landstuhl plant Mehrgenerationenplatz: 120 Bürger bringen Ideen für Lindenstraße ein

Provisorischer Zugang und wenig einladende Gestaltung: Der Spielplatz in der Lindenstraße soll im Zuge der Neugestaltung offener und familienfreundlicher werden. | Foto: Erik Stegner
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  • Provisorischer Zugang und wenig einladende Gestaltung: Der Spielplatz in der Lindenstraße soll im Zuge der Neugestaltung offener und familienfreundlicher werden.
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Ein Ort, der regelmäßig für Diskussionen und Ärger sorgte, wird neu gedacht: Bürger liefern konkrete Ideen, Fördermittel sind bereits zugesagt und die Planung nimmt Fahrt auf. Warum der Umbau für mehr Sicherheit und neue Treffpunkte in der Lindenstraße sorgt.

Von Erik Stegner
Landstuhl. Mehr als 120 Bürger, konkrete Pläne und ein Investitionsvolumen von rund 650.000 Euro: In der Lindenstraße soll aus dem bisherigen Spielplatz ein moderner Mehrgenerationenplatz werden. Kinder, Jugendliche und Senioren liefern Ideen, das Land hat bereits Fördermittel zugesagt. Die Stadt setzt auf breite Beteiligung und eine langfristige Aufwertung des Quartiers.

Hohe Beteiligung bei drei Workshops

Die geplante Umgestaltung stößt in der Sickingenstadt auf großes Interesse. In insgesamt drei Beteiligungsworkshops nutzten mehr als 120 Bürger die Möglichkeit, ihre Vorstellungen einzubringen. Ziel ist ein Platz, der allen Generationen offensteht und sich dauerhaft als sozialer Treffpunkt im Wohngebiet etabliert. Die Stadtverwaltung hatte bewusst unterschiedliche Altersgruppen eingeladen, um ein möglichst breites Meinungsbild zu erhalten.

Großes Interesse am Jugend-Workshop: Zahlreiche Kinder und Jugendliche brachten ihre Ideen zur Neugestaltung des Mehrgenerationenplatzes in der Lindenstraße ein. | Foto: Stadt Landstuhl
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Kinder und Jugendliche wünschen Spiel und Bewegung

Besonders stark vertreten waren junge Teilnehmer: Mehr als 80 Kinder und Jugendliche beteiligten sich an den Workshops. Gewünscht wurden moderne Spielgeräte, sportliche Nutzungsmöglichkeiten sowie Treffpunkte zum Austausch. Viele Ideen zielten darauf ab, den Platz nicht nur als Spielfläche, sondern als lebendigen Aufenthaltsort zu gestalten. Die eingebrachten Vorschläge liefern wichtige Impulse für eine zeitgemäße und vielseitige Planung.

Senioren setzen auf Barrierefreiheit und Begegnung

Auch der Workshop für ältere Bürger war mit rund 40 Teilnehmern gut besucht. Im Mittelpunkt standen barrierearme Sitzgelegenheiten, sichere Wegeführungen und Bewegungsangebote zur Förderung von Mobilität und Gesundheit. Große Zustimmung erhielten unter anderem der Vorschlag einer Boulebahn sowie spezielle Trainingsgeräte für Gleichgewicht und Koordination. Der künftige Mehrgenerationenplatz soll damit nicht nur Aufenthaltsqualität bieten, sondern auch einen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten.

Viel versiegelte Fläche und wenig Aufenthaltsqualität: Der zentrale Bereich des Spielplatzes in der Lindenstraße gilt als wenig einladend und soll neu gestaltet werden. | Foto: Erik Stegner
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Inklusion als zentrales Element

Ein weiterer Beteiligungsworkshop mit dem Heimbeirat des Wohnheims an der Reha ist bereits geplant. Die Stadt möchte gezielt auch Menschen mit Beeinträchtigungen einbinden, um Spiel- und Bewegungsangebote zu schaffen, die von allen genutzt werden können. Der Platz soll bewusst inklusiv ausgerichtet sein und unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen.

Finanzierung ist gesichert

Auch bei den Kosten gibt es konkrete Zahlen. Aus dem Landesprogramm „Regional, Zukunft. Nachhaltig“ wurden bereits im Januar 560.000 Euro fest zugesagt und der Stadt für das Projekt zugewiesen (wir berichteten). Weitere 88.000 Euro stammen nach Auskunft von Stadtbürgermeister Mattia De Fazio aus einem Klimaförderprogramm. Insgesamt rechnet die Stadt mit einem Kostenvolumen von rund 650.000 Euro. Die Investitionen gelten damit als vollständig über Fördermittel gedeckt; die Summe wurde leicht aufgerundet.

Tagsüber wird der Spielplatz in der Lindenstraße durchaus von Familien genutzt – dennoch gilt die Anlage als sanierungsbedürftig. | Foto: Erik Stegner
  • Tagsüber wird der Spielplatz in der Lindenstraße durchaus von Familien genutzt – dennoch gilt die Anlage als sanierungsbedürftig.
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Stadtrat entscheidet noch in diesem Jahr

Die Ergebnisse der Workshops werden derzeit ausgewertet und fließen in den finalen Entwurf ein. Der Stadtrat soll noch in diesem Jahr über die konkrete Planung entscheiden. Anschließend folgen Ausführungsplanung und Ausschreibung der Bauleistungen. Wenn alles planmäßig verläuft, könnte der Ausbau des Mehrgenerationenplatzes 2027 beginnen, hofft De Fazio. Die Bauzeit wird voraussichtlich rund ein Jahr betragen. Mit dem Projekt in der Lindenstraße verfolgt die Stadt das Ziel, einen generationenübergreifenden Ort für Bewegung, Begegnung und Erholung zu schaffen – dauerhaft angelegt als sozialer Mittelpunkt im Quartier.

Das Schild weist den Weg – der Spielplatz in der Lindenstraße liegt jedoch etwas abseits und ist von außen kaum einsehbar. | Foto: Erik Stegner
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Kritik am bisherigen Standort

Hintergrund: Der bisherige Spielplatz war in der Vergangenheit wiederholt in die Kritik geraten. Aufgrund seiner etwas versteckten und uneinsichtigen Lage galt er zeitweise als Treffpunkt älterer Jugendlicher; nach Angaben aus dem Umfeld kam es dort auch zu Alkohol- und Drogenkonsum. Viele Anwohner wünschten sich deshalb eine offenere und besser einsehbare Gestaltung. Mit dem neuen Konzept und der breiten öffentlichen Beteiligung soll der Platz künftig deutlich familienfreundlicher und sicherer werden. Ziel ist eine Nutzung durch Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren gleichermaßen – mit mehr Transparenz und klar definierten Aufenthaltsbereichen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der bisherige Standort war aufgrund seiner versteckten und wenig einsehbaren Lage wiederholt in die Kritik geraten. Nach Angaben aus dem Umfeld kam es dort zeitweise auch zu Alkohol- und Drogenkonsum. Viele Anwohner wünschten sich deshalb eine offenere und familienfreundlichere Gestaltung. Der geplante Mehrgenerationenplatz soll mehr Transparenz, Sicherheit und klare Aufenthaltsbereiche schaffen.
Insgesamt beteiligten sich mehr als 120 Bürger an drei Workshops. Besonders stark vertreten waren Kinder und Jugendliche mit über 80 Teilnehmern. Auch rund 40 Senioren brachten ihre Wünsche ein. Zusätzlich ist ein weiterer Workshop mit dem Heimbeirat des Wohnheims an der Reha geplant, um auch Menschen mit Beeinträchtigungen gezielt einzubeziehen.
Aus dem Landesprogramm „Regional, Zukunft. Nachhaltig“ wurden 560.000 Euro zugesagt. Weitere 88.000 Euro stammen nach Angaben von Stadtbürgermeister Mattia De Fazio aus einem Klimaförderprogramm. Die Gesamtkosten werden auf rund 650.000 Euro beziffert. Damit gelten die Investitionen als vollständig über Fördermittel gedeckt.
Zunächst werden die Ergebnisse der Workshops ausgewertet und in einen finalen Entwurf überführt. Der Stadtrat soll noch in diesem Jahr entscheiden. Bei planmäßigem Verlauf könnte der Ausbau 2027 starten. Die Bauzeit wird auf etwa ein Jahr geschätzt.
Landstuhl: Über vier Millionen Euro für Zukunftsprojekte
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Autor:

Erik Stegner aus Landstuhl

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