Iran-Krieg erreicht Landstuhl: US-Militärkrankenhaus stoppt Geburtshilfe
- Das Landstuhl Regional Medical Center ist das größte US-Militärkrankenhaus außerhalb der Vereinigten Staaten. Die Klinik bereitet sich derzeit verstärkt auf die Versorgung verwundeter Soldaten vor.
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Warum das US-Militärkrankenhaus bei Landstuhl plötzlich seine Abläufe ändert – und welche Rolle die Ramstein Air Base dabei spielt.
Von Erik Stegner
Landstuhl. Das Landstuhl Regional Medical Center hat seine Geburtenstation bis auf Weiteres geschlossen. Hintergrund ist offenbar die Vorbereitung auf mögliche Verwundete im Zusammenhang mit dem aktuellen Konflikt im Nahen Osten. Schwangere Patientinnen sollen ihre Entbindung künftig in Krankenhäusern der Region durchführen lassen. Vorsorgeuntersuchungen im Militärkrankenhaus bleiben nach Angaben der Klinik weiterhin bis zur 36. Schwangerschaftswoche möglich.
Landstuhl spielt zentrale Rolle für verwundete Soldaten
Das Krankenhaus bei Landstuhl gilt als wichtigste medizinische Drehscheibe der US-Streitkräfte außerhalb der Vereinigten Staaten. Verwundete Soldaten aus Einsatzgebieten werden in der Regel zunächst zur Ramstein Air Base ausgeflogen und anschließend in Landstuhl stabilisiert, bevor sie häufig weiter in Spezialkliniken in den USA gebracht werden.
Einziges US-Traumazentrum dieser Art im Ausland
Das Landstuhl Regional Medical Center ist zugleich das einzige vom American College of Surgeons zertifizierte Level-II-Traumazentrum der US-Streitkräfte außerhalb der Vereinigten Staaten. Die Klinik ist auf die Behandlung schwerer Verletzungen spezialisiert.
Weitere Vorbereitungen am Standort
Parallel dazu hat die US-Armee am Standort Landstuhl eine Ausschreibung für sogenannte „Mortuary Support Services“ veröffentlicht. Gesucht werden externe Anbieter für Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Versorgung und Überführung Verstorbener. Solche Leistungen gehören zur militärischen Einsatzlogistik und werden regelmäßig ausgeschrieben.
Entscheidung auf hoher militärischer Ebene
In der Mitteilung des Krankenhauses heißt es zudem, die Entscheidung über die Schließung der Geburtenstation sei „auf sehr hoher Ebene“ getroffen worden. Ein Zeitpunkt für die Wiederaufnahme der Entbindungen wurde bislang nicht genannt.
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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