Warum Obst- und Gemüsereste am Grünschnittplatz Probleme machen
- Wer Gartenabfälle abgibt, sollte Obst- und Gemüsereste getrennt halten, damit es am Grünschnittplatz nicht stinkt und klebt.Hier im Bild: Die Sammelstelle auf dem WertstoffwirtschaftsZentrum Nord bei Edesheim.
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Südliche Weinstraße. Wer Gartenabfälle zum WertstoffWirtschaftszentrum bringt, sollte Obst- und Gemüsereste getrennt halten. Das Team des Eigenbetriebs WertstoffWirtschaft (EWW) beobachtet aktuell an den Standorten bei Billigheim-Ingenheim und bei Edesheim vermehrt, dass Menschen Obst und Gemüse zusammen mit Grünschnitt abgeben wollen.
Das Problem: Wenn diese Fehlwürfe bei der Annahme nicht auffallen, landen sie auf den Grünschnittplätzen der Wertstoffhöfe. Dort sorgen sie laut EWW vor allem im Sommer für klebrige Bodenbeläge und schlechte Gerüche. Außerdem ziehen sie Insekten und anderes Ungeziefer an.
Was wohin gehört und was es kostet
Zum Grünschnitt zählt laut EWW ausschließlich pflanzlicher Gartenabfall wie Rasenschnitt, Laub, Strauch- und Heckenschnitt, Äste sowie Blumen und Stauden. Obst- und Gemüsereste gehören dagegen in den Bioabfall.
Privathaushalte können an den WertstoffWirtschaftszentren bis zu drei Kubikmeter Grünschnitt kostenlos anliefern. Für größere Mengen berechnet der EWW 25 Euro je Kubikmeter. Gewerbliche Anlieferungen sind grundsätzlich kostenpflichtig und kosten ebenfalls 25 Euro pro Kubikmeter.
Bioabfälle können Menschen am WWZ Nord bei Edesheim gegen Gebühr anliefern. Eine Tonne mit 1000 Kilogramm kostet 51,60 Euro. Das entspricht bei einer Anlieferung von zum Beispiel 20 Kilogramm Obstabfällen laut EWW rund einem Euro.
Kunststoff bleibt draußen, auch kompostierbare Tüten
Kunststoffe gehören nach Angaben des EWW weder in den Grünschnitt noch in den Bioabfall. Dazu zählen unter anderem Verpackungen, Folien, Pflanzgefäße und Plastiktüten. Das gilt auch für sogenannte kompostierbare plastikähnliche Tüten, weil sie unter realen Bedingungen zu lange brauchen, bis sie verrotten. Kunststoffverunreinigungen erschweren dem EWW zufolge die Verarbeitung, erhöhen den Sortieraufwand und mindern die Qualität des Komposts. Organische Abfälle sollen deshalb lose und ohne Fremdstoffe angeliefert werden.
Biotonne: Ab April wöchentliche Leerung
Wer regelmäßig Bioabfall entsorgen muss und nicht zuhause kompostieren kann, kann beim EWW eine grüne Biotonne anfordern. Die Standardtonne mit 60 Litern kostet aktuell monatlich 3,80 Euro. Von April bis einschließlich November leert sie der Entsorger wöchentlich. In den übrigen Monaten erfolgt die Leerung 14-täglich.
Südliche Weinstraße. Die Öffnungszeiten der WertstoffWirtschaftszentren nennt die Kreisverwaltung so, Annahmeschluss ist jeweils eine halbe Stunde früher. WWZ Nord bei Edesheim: montags bis freitags 7 bis 17 Uhr und am ersten und dritten Samstag des Monats 8 bis 12 Uhr. WWZ Süd bei Ingenheim: montags bis freitags 8 bis 16 Uhr und am zweiten und vierten Samstag des Monats 8 bis 12 Uhr. Weitere Infos gibt es unter www.suedliche-weinstrasse.de/wwz.
Autor:Katharina Wirth aus Herxheim |