Waldbrandgefahr im Pfälzerwald: Was jetzt schon ein Funke auslösen kann
- Waldbrandgefahr im Pfälzerwald: Wenn es im Pfälzerwald trocken und windig ist, kann schon eine Zigarette oder ein Funke zum Brand werden
- Foto: Jonathan Fieber Landesforsten Rheinland-Pfalz / Jonathan Fieber
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Pfälzerwald. Am Haardtrand und in Teilen des Pfälzerwaldes steigt die Waldbrandgefahr deutlich. Der Deutsche Wetterdienst meldet bereits die vierthöchste Gefahrenstufe, für Donnerstag, 30. April, erwartet er Stufe 5.
Die Freiwillige Feuerwehr Landau und das Forstamt Haardt rufen die Bevölkerung deshalb zu besonderer Vorsicht auf. Vor allem entlang des Haardtrands reicht oft schon eine kleine Unachtsamkeit, damit aus einem Funken ein Brand wird.
Forstamtsleiter Philipp Hannemann erklärt, warum es dort so schnell kritisch wird. Viele Flächen stehen voller Kiefern. Deren Nadelstreu trocknet rasch aus und wirkt wie ein leicht entzündlicher Teppich. Schon leichter Wind kann ein Feuer in kurzer Zeit ausbreiten.
Was Waldbesucherinnen und Waldbesucher jetzt beachten sollen
Viele Waldbrände entstehen weiter durch menschliches Verhalten. Die Feuerwehr und das Forstamt nennen als Risiken unter anderem weggeworfene Zigaretten, offenes Feuer, illegales Grillen und Autos auf trockenem Untergrund. Auch Funkenflug durch technische Geräte kann Brände auslösen.
Die Einsatzkräfte bitten deshalb um klare Regeln im Wald und in Waldnähe. Es gibt kein offenes Feuer. Grillen geht nur auf ausgewiesenen Grillplätzen, wenn diese freigegeben sind. Zigarettenreste gehören nicht in die Natur.
Wer mit dem Auto unterwegs ist, soll ausschließlich ausgewiesene Parkplätze nutzen. Auf trockenen Grasflächen können sich Bereiche unter dem Fahrzeug durch heiße Katalysatoren entzünden. Außerdem sollen Zufahrtswege für Einsatzkräfte immer frei bleiben.
Wenn Rauch oder Feuer zu sehen ist, sollen Menschen sofort den Notruf 112 wählen. Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Stefan Krauch bittet darum, für Rückfragen in der Leitung zu bleiben. Den Standort können Einsatzkräfte unter anderem über Rettungspunkte oder über das Smartphone ermitteln.
Wie die Stadtverwaltung mitteilt, betonen Feuerwehr und Forstamt gemeinsam, dass der Schutz des Waldes nur mit umsichtigem Verhalten funktioniert. Der Pfälzerwald umfasst rund 180.000 Hektar und zählt zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten Deutschlands.
Autor:Katharina Wirth aus Herxheim |