Neue Radwege im Kreis SÜW: Interaktive Karte zeigt die Pläne
- Das neue Radverkehrskonzept zeigt, wie das Radwegenetz im Landkreis Südliche Weinstraße künftig aussehen soll.
- Foto: Alina Becker, Bildarchiv Südliche Weinstraße e. V.
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Südliche Weinstraße. Wer im Landkreis mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann jetzt erstmals nachsehen, wie das Radnetz der Zukunft aussehen soll. Der Kreistag Südliche Weinstraße hat ein Radverkehrskonzept einstimmig beschlossen, das mehr als 500 Maßnahmen für den Alltagsradverkehr bündelt.
Wie die Kreisverwaltung mitteilt, steht das Konzept bereits online als interaktive Karte bereit. Dort sind das geplante Zielnetz, einzelne Maßnahmen und ergänzende Informationen abrufbar. Zu finden ist die Karte unter www.rv-k.de Weitere Unterlagen gibt es unter http://www.suedliche-weinstrasse.de/radverkehrskonzept.
Landrat Dietmar Seefeldt sagt: „Der Landkreis Südliche Weinstraße trägt mit dem Konzept der gesteigerten Bedeutung des Radverkehrs Rechnung. Wir möchten den Alltag von Radfahrerinnen und Radfahrern an der Südlichen Weinstraße auf Grundlage des Konzepts in den kommenden Jahren verbessern“.
654 Kilometer im Zielnetz vorgesehen
Das Konzept beschreibt ein künftiges Alltagsradnetz mit 654 Kilometern Radwegen und zusätzlich rund 60 Kilometern alternativen Radverbindungen. Um diesen Zustand zu erreichen, listet es 502 konkrete Maßnahmen auf. Darunter sind 227 Streckenmaßnahmen und 276 Punktmaßnahmen.
Ein Teil davon gehört zu einem Sofortprogramm. Dazu zählen laut Kreisverwaltung zum Beispiel gesicherte Einmündungen oder Einbahnstraßen, die durchgängig für Fahrräder gekennzeichnet werden. Andere Projekte gehören zu einem Planungsprogramm, etwa langfristige Veränderungen wie der Neubau von Radwegen.
Teil des Konzepts ist außerdem eine Bike-and-Ride-Analyse. Sie untersucht die Verbindung zwischen Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr, etwa Abstellplätze an Bahnhöfen.
Viele Rückmeldungen aus dem Landkreis
An der Erarbeitung waren über längere Zeit viele Stellen beteiligt. Ein Planungsbüro aus Frankfurt erstellte das Konzept zwischen November und Mai. Begleitet wurde der Prozess von einem Lenkungskreis mit Vertretungen aus Kreispolitik, Verbandsgemeinden, Landesbetrieb Mobilität Speyer, ADFC, Landwirtschaft und weiteren Beteiligten.
Auch aus der Bevölkerung kamen zahlreiche Hinweise. Bei einer digitalen Beteiligung von Anfang April bis Mitte Mai gingen 1197 Meldungen ein. Später konnte die Öffentlichkeit den Entwurf des Radnetzes vom 12. Januar bis 15. Februar erneut kommentieren. Dabei zählte der Landkreis 4435 Bewertungen und 388 Kommentare.
Das Radverkehrskonzept legt den mittel- bis langfristig angestrebten Zustand des Radwegenetzes fest. Es ersetzt keine Planungs- und Genehmigungsverfahren, dient aber Politik und Verwaltung als Grundlage für künftige Investitionen. Nach Angaben der Kreisverwaltung ist ein solches Konzept oft auch Voraussetzung, um Fördermittel von Bund und Land für Radwege zu erhalten.
Autor:Annina Ksionsek aus Landau |